Zum Auftakt der 2. Klasse A hat Rapid Lienz 1b das Derby gegen FC Dynamo Dölsach trotz einem 0:1-Rückstand noch mit 4:1 gewonnen. Für Trainer Tolga Sarisaltik war vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach dem Rückstand ausschlaggebend. "Wir sind nach dem 1:0 nicht nervös geworden", sagte er nach einer Partie, in der seine Elf zunächst Geduld brauchte, nach der Pause das Kommando übernahm und am Ende klar davonzog.

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Zur Halbzeit stand es in Dölsach noch 0:0, und genau diese erste Hälfte beschrieb Tolga Sarisaltik als umkämpften Abschnitt, in dem seine Mannschaft zwar schon mehr vom Spiel hatte, sich gegen kompakte Hausherren aber gedulden musste. "Über neunzig Minuten waren wir der Taktgeber", sagte der Trainer von Rapid Lienz 1b nach dem Schlusspfiff. Gleichzeitig räumte er ein, dass der FC Dynamo Dölsach vor allem vor der Pause gut verschob und die Räume eng machte. "Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen, aber immer mit einem Chancenplus für uns", so Sarisaltik. Für ihn war damit früh zu sehen, dass seine Mannschaft über weite Strecken das aktivere Team war, auch wenn sich das vorerst noch nicht am Ergebnis ablesen ließ.
Direkt nach dem Seitenwechsel bekam das Derby dann seinen ersten klaren Ausschlag. Christian Mühlmann brachte den FC Dynamo Dölsach in der 51. Minute mit 1:0 in Führung, nachdem Rapid Lienz 1b laut Sarisaltik in dieser Phase hinten noch nicht gut genug stand. Entscheidender als das Gegentor war aus seiner Sicht aber die Reaktion. "Wir haben gewusst, es ist noch genug Zeit, um das Spiel zu drehen", sagte der Trainer. Seine Mannschaft blieb ruhig, wartete auf ihre Möglichkeiten und setzte das, was angesprochen worden war, nach und nach besser um. In der 62. Minute glich Noah Oswald Gassler zum 1:1 aus, nur vier Minuten später stellte Altin Curi auf 1:2. Sarisaltik sprach von schön herausgespielten Treffern und betonte, dass seine Elf das Spiel "ganz gezielt auf eine Seite" gelenkt habe. Als in der 72. Minute ein Eigentor von Manuel Plattner das 1:3 brachte, war die Partie endgültig auf die Seite der Gäste gekippt. Den Schlusspunkt setzte erneut Altin Curi in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit dem 1:4.
Für Tolga Sarisaltik lag der Unterschied am Ende nicht nur in den vier Treffern, sondern vor allem darin, wie seine Mannschaft mit dem Spiel umging. "Wir haben immer weitergespielt und nie aufgegeben", sagte er. Genau das sei nach dem 1:0 entscheidend gewesen, weil Rapid Lienz 1b nicht hektisch geworden sei und sich auch von der Derby-Stimmung nicht habe anstecken lassen. Der Trainer sah eine Partie, in der eine Mannschaft spielen wollte und die andere vor allem kompakt verteidigte. Das habe der FC Dynamo Dölsach in der ersten Halbzeit gut gemacht, in der zweiten Hälfte aber seien laut Sarisaltik Konzentration und Kraft bei den Hausherren zurückgegangen. Dazu kam die übliche Schärfe eines Derbys. Sarisaltik sprach von vielen Zweikämpfen und kleinen Psychospielchen auf beiden Seiten, stellte aber auch klar, dass seine Mannschaft in solchen Spielen robust dagegenhalten müsse. Dass Rapid Lienz 1b dabei die Nerven behielt, war für ihn der zentrale Punkt dieses Auswärtssieges.
So deutlich das 4:1 am Ende auch ausfiel, größer machen wollte es der Trainer nicht. "Das Ergebnis schaut zwar ganz klar aus, aber wir müssen in unserem Spiel noch viel mehr verbessern", sagte Sarisaltik. Er sprach zwar von einem schönen Start mit einem Auftaktsieg auswärts in einem Derby, verband das aber sofort mit einer klaren Warnung an die eigene Mannschaft. Die Saison sei noch lang, es würden noch stärkere Gegner warten und genau deshalb müsse Rapid Lienz 1b Woche für Woche weiterarbeiten. Der Blick geht deshalb intern schon rasch nach vorne. "Dieses Spiel ist für uns jetzt abgehakt und ab heute liegt der Fokus schon auf nächster Woche", stellte Sarisaltik klar.