Spielberichte

„Viel Ballbesitz, aber zu wenig Kaltschnäuzigkeit“ – deshalb verlor Thal/Assling 1b 2:3

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Defereggental/St. Jakob
Thal/Assling 1b

In der 2. Klasse A hat sich SG Defereggental/St. Jakob am Samstag ein 3:2 gegen URC Thal/Assling 1b geholt. Aus Sicht von Thal-Trainer Christian Schneider war die Niederlage trotz viel Ballbesitz nicht schwer zu erklären: Seine Elf hatte zwar oft den Ball und arbeitete ordentlich, in den entscheidenden Momenten fehlten aber Konzentration und Kaltschnäuzigkeit. Dazu verteidigte der Gastgeber leidenschaftlich und antwortete auf beide Ausgleiche sofort.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Zweimal zurückgekommen, zweimal die schnelle Antwort kassiert

Der Spielverlauf passte ziemlich genau zu Schneiders Analyse. Die Gastgeber gingen in der 25. Minute durch Simon Hermann Stemberger mit 1:0 in Führung und nahmen dieses Ergebnis auch in die Pause mit. Nach dem Seitenwechsel kam Thal/Assling 1b aber zweimal zurück. Zuerst glich Johannes Fabian Steinwandter in der 53. Minute zum 1:1 aus, ehe Lukas Josef Mellitzer nur fünf Minuten später das 2:1 für St. Jakob nachlegte. Danach stellte Fabian Leiter in der 67. Minute wieder auf 2:2, doch auch diesmal hielt das Remis nicht lange. In der 75. Minute machte Claudio Hafele das 3:2 für die Heimischen. Genau diese Abfolge meinte Schneider, als er sagte: „Dann haben wir den Ausgleich geschossen, und sie haben postwendend auf 2:1 erhöht. Dann haben wir wieder zum 2:2 ausgeglichen, und sie hatten wieder eine Antwort.“ Für den Trainer waren diese Gegentore nicht bloß ärgerlich, sondern letztlich spielentscheidend.

Viel Ballbesitz, aber zu wenig Zug zum Tor

Für Schneider lag der Unterschied nicht im Aufwand, sondern in der Ausführung. „Wir hatten viel Ballbesitz, aber in den Entscheidungsmomenten waren wir zu unkonzentriert und zu wenig kaltschnäuzig“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht fehlte vor allem „der Zug zum Tor“ und der klare Endzweck in vielen Angriffen. Statt sauber weiterzuspielen, habe seine Mannschaft manchmal aus unnötigen Positionen abgeschlossen und sich phasenweise auch zu hohen Bällen verleiten lassen. Gerade gegen einen Gegner, der tief stand und laut Schneider „sehr, sehr gut verteidigt“ habe, war das zu wenig. Er lobte die Gastgeber ausdrücklich dafür, dass sie kaum Räume anboten, leidenschaftlich gegen den Ball arbeiteten und auf Umschaltmomente warteten. Dazu kam die Effizienz vor dem Tor. „Ich glaube, aus vier Torchancen haben sie drei Tore gemacht“, meinte Schneider. Genau diese Mischung aus kompakter Defensive und konsequentem Umschalten machte den Ausschlag zugunsten von St. Jakob.

Keine Ausreden, sondern klare Lehren für die nächsten Wochen

Trotz der Niederlage wollte Schneider seiner Mannschaft keinen Generalvorwurf machen. „Ich kann ihr im Endeffekt keinen Vorwurf machen“, sagte er, weil Laufbereitschaft, Einsatz und das gegenseitige Pushen gestimmt hätten. Auch offensiv sei nicht alles schlecht gewesen. Thal/Assling 1b habe sich Chancen erarbeitet, dazu sei „ein, zwei Mal“ der gegnerische Torwart stark gewesen oder es habe ein Bein dazwischen gestanden. Was ihm eher missfiel, war die mannschaftliche Konsequenz gegen den Ball. „Zum Verteidigen gehören alle elf dazu“, betonte er und sprach damit ausdrücklich die Rückwärtsbewegung und die Konzentration in allen Linien an. Auch bei ein, zwei strittigen Situationen wollte er den Unparteiischen nicht in den Mittelpunkt rücken. „Der Schiedsrichter ist für mich nie eine Ausrede“, stellte Schneider klar. Sein Blick ging sofort nach vorn: Thal/Assling 1b hält nach fünf Runden bei zehn Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Tabelle. „Wir müssen einfach weitermachen“, sagte der Trainer. „Die Saison ist noch lang, und dann werden wir auch wieder gewinnen.“

2. Klasse A: Defereggental/St. Jakob : Thal 1b - 3:2 (1:0)

  • 75
    Claudio Hafele 3:2
  • 67
    Fabian Leiter 2:2
  • 58
    Lukas Josef Mellitzer 2:1
  • 53
    Johannes Fabian Steinwandter 1:1
  • 25
    Simon Hermann Stemberger 1:0