In der 2. Klasse A hat SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b gegen SV Berg einen klaren 3:0-Heimsieg eingefahren. Trainer Thomas Fresser machte nach dem Schlusspfiff vor allem zwei Dinge aus: eine taktisch saubere Leistung seiner jungen Mannschaft und jenen unbedingten Willen, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Dass die Führung noch vor der Pause und das zweite Tor nach dem Seitenwechsel fielen, passte für ihn genau ins Bild.

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Fresser beschrieb die Partie als Spiel, in dem seine junge Mannschaft von Beginn an unbedingt gewinnen wollte. „Die junge Matreier Mannschaft wollte den Sieg mehr“, sagte der Trainer, der mit dem Auftritt seiner Elf sichtlich zufrieden war. In der ersten Halbzeit musste Matrei 1b mit Gegenwind spielen, hatte nach seiner Einschätzung aber trotzdem mehr Ballbesitz. Ganz ungefährlich blieb Berg dennoch nicht, weil die Gäste immer wieder Nadelstiche setzen konnten. Umso wichtiger war für den Matreier Coach, dass sein Plan aufging: „Wir haben taktisch eine gute Partie gespielt.“ Besonders Julian Schmidpeter und Elias Wassermann, die Fresser als spielstarke Berger Akteure hervorhob, habe seine Mannschaft weitgehend aus dem Spiel genommen. Belohnt wurde das mit dem 1:0, das nach einer einstudierten Standardsituation fiel. Peter Pirker brachte den Ball nach einem Eckball von links zur Mitte, Eldar Abilov verwertete, und Matrei nahm diese Führung auch mit in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst. Fresser sprach offen an, dass Berg „die ersten zehn bis fünfzehn Minuten mehr Spielanteil gehabt“ habe und in dieser Phase besser in die Partie gekommen sei. Genau deshalb maß er dem zweiten Treffer enorme Bedeutung bei. Nach einem Zuspiel von Matteo Mattersberger traf Eldar Abilov zum 2:0, das der Trainer sogar als „Traumtor“ bezeichnete. Für Fresser waren genau diese beiden Szenen die entscheidenden Momente des Nachmittags. „Das 1:0 und das 2:0 waren die Schlüsselszenen“, hielt er fest. Als Mathias Johannes Mattersberger später einen Elfmeter zum 3:0 verwandelte, war die Begegnung aus seiner Sicht endgültig entschieden. „Nach dem Elfer zum 3:0 konnte ich mich zurücklehnen“, sagte Fresser, der damit genau den Moment benannte, in dem aus einem umkämpften Spiel ein klarer Heimsieg geworden war.
Im Mittelpunkt seiner Analyse stellte Fresser danach weniger einzelne Spieler als die Haltung seiner Mannschaft. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte er, und er erklärte auch sofort, warum. „Mit unbedingtem Siegeswillen und Leidenschaft hat das heute gut funktioniert.“ Für ihn war dabei nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern auch das, was unter der Woche passiert war. Die Trainingsbeteiligung sei sehr gut gewesen, jeder habe spielen wollen, und genau das habe man auf dem Platz gesehen. Der Trainer machte zugleich klar, dass der Erfolg nun nicht dazu verleiten dürfe, zufrieden stehenzubleiben. „Wichtig ist aber, nicht abheben und nächste Woche wieder gut trainieren“, sagte Fresser. Verbesserungspotenzial gebe es immer, auch wenn „es heute schon nicht so schlecht funktioniert hat“, wie er es nüchtern formulierte.
Auch für den Gegner fand der Matreier Trainer anerkennende Worte. Berg sei „eine gute Mannschaft mit zwei, drei Schlüsselspielern“, sagte Fresser, und gerade die Phase nach der Pause zeigte, dass die Gäste immer wieder ins Spiel finden konnten. Dazu lobte er auch den Berger Tormann, der „die eine oder andere Chance sehr gut vereitelt hat“ und damit verhinderte, dass Matrei noch früher für klare Verhältnisse sorgte. Ebenso positiv fiel sein Urteil über den Schiedsrichter aus, dem Fresser eine ausgezeichnete Spielleitung bescheinigte. In der Tabelle hält Matrei 1b nach fünf Runden nun bei sieben Punkten, und der Trainer richtete den Blick sofort nach vorne. Mit Rapid Lienz 1b wartet für ihn „wieder eine junge, sehr spielerisch gute Mannschaft“ – genau jene Art Gegner also, bei der seine Elf den nächsten konzentrierten Auftritt brauchen wird.