Ein körperlich intensives Duell prägte das Aufeinandertreffen der SG SK Weißenstein/SV Töplitsch und des SV Rapid Feffernitz in der 2. Klasse B. Co-Trainer Dejan Stojanovic ordnete die Partie klar ein: Vor der Pause sah er seine Elf phasenweise im Vorteil, nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste das Kommando. Zwischen hoher Laufarbeit, ungenutzten Momenten und gefährlichen Standards entwickelte sich ein forderndes Spiel – mit klaren Lehren für die Trainingswoche und gefasster Stimmung an einem regnerischen Nachmittag.

Foto von Ian Taylor auf Unsplash
Aus Heimsicht war die Begegnung vor allem kampfbetont, mit vielen Zweikämpfen und wechselnden Druckphasen. Stojanovic brachte die Dynamik auf den Punkt: "In der ersten Halbzeit waren wir zeitweise besser und aus meiner Sicht mehr am Ball; in der zweiten Halbzeit war Feffernitz am Drücker." Die Gastgeber setzten in dieser ersten Phase einige Nadelstiche, doch es fehlte die letzte Konsequenz. Besonders hängen blieb die Szene um die 30. Minute, als Weißenstein/Töplitsch torgefährlich wurde, die Führung jedoch verpasste. Kurz darauf münzten die Gäste ihr Momentum in Zählbares um: Tobias Steiner traf in der 34. und 38. Minute eiskalt und stellte bis zur Pause auf 0:2.
Ein wiederkehrendes Motiv waren ruhende Bälle, die aus Sicht der Hausherren vor allem dem SV Rapid Feffernitz in die Karten spielten. "Die Eckbälle der Gäste waren etwas gefährlicher – unsere zwar auch, aber insgesamt lag der Vorteil auf Feffernitzer Seite", erklärte Stojanovic. Nach dem Seitenwechsel bestätigte sich dieses Bild: Feffernitz blieb stabil, lauerte auf Umschaltmomente und nutzte die Räume in der Schlussphase konsequent. Daniel Scherzer erhöhte in der 86. Minute auf 0:3, ehe Kristian Rozman in der 91. Minute den 0:4-Endstand fixierte – zwei späte Treffer, die die Kräfteverhältnisse nach der Pause unterstrichen und das heimische Aufbäumen in entscheidenden Momenten konterten.
Auch personell setzte Stojanovic Akzente: Bei der SG SK Weißenstein/SV Töplitsch hob er Benjamin Oberheinrich in der ersten Halbzeit sowie Christoph Ebner hervor – zwei Akteure, die das kämpferische Grundrauschen mit Präsenz und klaren Aktionen füllten. Bei den Gästen fiel ihm der zentrale Angreifer besonders auf, was die Wahrnehmung der zweiten Hälfte prägte. Für die unmittelbare Zukunft nannte der Co-Trainer klare Schwerpunkte: "Wir müssen besser verschieben, den Gegner entschlossener anlaufen und Konter beziehungsweise Torchancen konsequenter nutzen." Es sind Stellschrauben, die zum Charakter dieses Spiels passen: kompakter stehen, gemeinsam anlaufen, Umschaltmomente sauberer ausspielen – und vor allem jene Möglichkeiten verwerten, die wie in Minute 30 den Unterschied hätten markieren können. Abseits der inhaltlichen Themen sprach Stojanovic von einem regnerischen Tag und einer dadurch kleineren Kulisse; insgesamt habe es im Großen und Ganzen gepasst.