Spielberichte

Benjamin Oberheinrich (Sportlicher Leiter SG SK Weißenstein/SV Töplitsch): 'Uns fehlte der Siegeswille'

ASKÖ Bodensdorf
Weißenstein/Töplitsch

Ein früher Rückstand, ein verdienter Ausgleich, am Ende entschied ein Doppelpack von David Basta die Partie: In der 2. Klasse B gewann ASKÖ Bodensdorf mit 2:1 gegen SG SK Weißenstein/SV Töplitsch. Weißensteins Sportlicher Leiter Benjamin Oberheinrich sprach von einer verdienten Niederlage, weil der klare Matchplan nicht umgesetzt wurde und seiner Truppe „der Siegeswille fehlte“. Der schwierige Platz in Bodensdorf und eine aus seiner Sicht schwache Schiedsrichterleistung prägten sein Fazit nach einem intensiv geführten Duell, in dem die Gastgeber das Chancenplus auf ihrer Seite hatten.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Schock, starke Antwort – und Basta macht den Unterschied

Die Partie kippte früh in Richtung Bodensdorf. Bereits in der 2. Minute brachte David Basta die Hausherren mit 1:0 in Front – ein Start, den Benjamin Oberheinrich als „Schockmoment“ für seine Mannschaft einordnete. Weißenstein/Töplitsch brauchte ein paar Minuten, fing sich dann aber, suchte spielerische Lösungen und kam nach einer halben Stunde zum verdienten Ausgleich: Christoph Ernst Ebner traf in der 31. Minute zum 1:1. Mit diesem Remis ging es auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieb das Match offen, doch die entscheidende Szene gehörte wieder Basta: In der 65. Minute stellte er mit seinem zweiten Treffer auf 2:1. Danach fehlten den Gästen die klaren Wege in den Strafraum – Oberheinrich sagte dazu: „Wir haben einige Situationen spielerisch gut gelöst, aber nicht den Weg in den Sechzehner gefunden.“ Bodensdorf agierte in dieser Phase abgeklärt und hatte, so der Sportchef, „über das Spiel gesehen das klare Chancenplus“.

„Matchplan nicht umgesetzt“ – Oberheinrich kritisiert Zweikampfverhalten und Mentalität

In seiner Analyse wurde Benjamin Oberheinrich deutlich. „Wir hatten einen klaren Matchplan, der aber leider nicht umgesetzt wurde“, erklärte der Sportliche Leiter und ergänzte: „Die Niederlage war am Ende verdient.“ Besonders hart ging er mit dem Auftreten im Zentrum ins Gericht: „Uns hat zu hundert Prozent der Siegeswille gefehlt. Wir haben die ersten Bälle nicht angenommen, die zweiten schon gar nicht. Wir haben nicht nachgesetzt und in der Mitte Positionen aufgegeben.“ Das eröffnete Bodensdorf Räume: „So konnte Bodensdorf viele Situationen unbedrängt klären.“ Inhaltlich sieht Oberheinrich zwei unterschiedliche Ansätze aufeinandertreffen: „Wir versuchen Fußball zu spielen, Bodensdorf hat sehr viele lange Bälle geschlagen.“ Dass seine Elf den Plan nicht auf den Platz brachte, war für ihn der Hauptgrund für das 1:2. „Wir müssen in der Mitte mehr Zweikämpfe suchen, gewinnen und klar führen“, forderte er für die kommenden Wochen ein.

Heimvorteil, Schiri-Frust – und der Blick auf St. Egyden

Ein Thema zog sich durch Oberheinrichs Einschätzungen: der Platz in Bodensdorf. „Bodensdorf hat absolut den Heimvorteil ausgenutzt. Man merkt, sie trainieren dort zwei- bis dreimal die Woche, und es ist für jeden Gegner schwer, hier Punkte mitzunehmen, weil der Platz das Fußballspielen fast unmöglich macht“, sagte er. Unzufrieden zeigte er sich auch mit der Leitung: „Die Schiedsrichterleistung war auf beiden Seiten sehr schlecht, es gab keine klare Linie.“ Positives nahm der Sportchef dennoch mit: „Wir haben von der ersten Minute an versucht, Fußball zu spielen und einige Situationen gut gelöst.“ Für den Ausblick wählte er klare Worte: „Nächste Woche zu Hause gegen St. Egyden müssen wir ein Zeichen setzen, die drei Punkte einfahren und die kampfbetonte Spielweise annehmen und dagegenhalten.“ In der Tabelle liegt Weißenstein/Töplitsch aktuell im hinteren Mittelfeld, Bodensdorf im vorderen Drittel – der Auftrag für das Heimspiel ist damit unmissverständlich.

2. Klasse B: Bodensdorf : Weißenstein/Töplitsch - 2:1 (1:1)

  • 65
    David Basta 2:1
  • 31
    Christoph Ernst Ebner 1:1
  • 2
    David Basta 1:0