Spielberichte

„Wir haben uns stetig verbessert“ – ASKÖ Bodensdorf wurde durch Ausfälle eingebremst

ASKÖ Bodensdorf

In der 2. Klasse B hat sich ASKÖ Bodensdorf nach einer Saison mit einigen Ausschlägen auf Rang fünf festgesetzt. Sektionsleiter Martin Peter Klaus Slunka zieht trotzdem eine überwiegend positive Bilanz, weil die Mannschaft über weite Strecken gewachsen ist. Gleichzeitig sagt er klar, warum mehr nicht drin war: „Grundsätzlich haben wir uns stetig verbessert und sind leider durch Verletzungen und Ausfälle unserer Mittelfeldmotoren ein bisschen ins Stocken geraten.“

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Vom Zwischenloch zurück in die Spitzengruppe

Der Blick auf den Saisonverlauf passt gut zu dieser Einschätzung. ASKÖ Bodensdorf startete zunächst mit Rang vier, rutschte dann aber schon früh bis auf Platz zehn ab. Danach arbeitete sich die Mannschaft wieder nach vorne, stand zwischenzeitlich erneut auf Rang vier und hielt sich über viele Wochen hinweg konstant in der erweiterten Spitzengruppe. Gerade diese Entwicklung meint Slunka, wenn er von einer stetigen Verbesserung spricht. Die Mannschaft war nicht nur kurz oben dabei, sondern pendelte sich im weiteren Verlauf immer wieder im Bereich der Plätze vier bis sechs ein. Am Ende stehen 37 Punkte aus 24 Spielen und damit Rang fünf. Auch die letzten Wochen mit einem 1:1 gegen ASKÖ St. Egyden, einem 4:0 bei SV Stockenboi, aber auch Niederlagen gegen FC Rennweg, BSV Bad Bleiberg und SV Obermillstatt zeigen, dass bei ASKÖ Bodensdorf einiges zusammenpasste, die ganz große Konstanz aber nicht immer da war.

Die Ausfälle waren der Knackpunkt

Dass Slunka in seiner Bilanz sofort auf die personellen Probleme zu sprechen kommt, ist deshalb kein Nebensatz, sondern der zentrale Punkt seines Rückblicks. „Grundsätzlich haben wir uns stetig verbessert“, sagt er zwar noch einmal ausdrücklich, schiebt aber direkt hinterher, dass die Mannschaft „durch Verletzungen und Ausfälle unserer Mittelfeldmotoren ein bisschen ins Stocken geraten“ sei. Genau darin sieht man in Bodensdorf den Hauptgrund, warum aus einer guten Saison keine noch bessere wurde. Auch mit Blick auf die kommende Zeit ist das Thema noch nicht erledigt. Dominik Stichauner ist nach seinem Knöchelbruch laut Slunka „noch angeschlagen, am Weg der Besserung“, wird in der Herbstsaison aber voraussichtlich noch nicht spielen und soll zunächst wieder ins Training einsteigen. Bei Maximilian Wenerich klingt es etwas positiver, denn auch er „ist auf dem Weg zurück“. Für ASKÖ Bodensdorf wird viel davon abhängen, wie rasch sich diese Situation entspannt.

Mario Ladinig übernimmt, bei Zugängen ist noch Geduld gefragt

Neben der sportlichen Einordnung hat sich bei ASKÖ Bodensdorf auch auf der Trainerbank etwas getan. Slunka fasst die Änderung klar zusammen: „Željko Caculovic war der Trainer. Wir danken ihm für seine geduldige Art und wünschen ihm für die neuen Aufgaben alles Gute. Neuer Kampfmannschaftstrainer ist Mario Ladinig, mit dem wir aktuell an der Kaderzusammenstellung arbeiten und der über ein gutes Netzwerk verfügt.“ Damit geht der Verein mit einer neuen sportlichen Führung in die nächste Phase. Im Kader ist die Lage dagegen noch überschaubar. Als Abgang nennt Slunka mit Adam Hasnaoui einen Mittelfeldspieler. Auf der Zugangsseite gibt es dagegen noch nichts Spruchreifes. „Es gibt noch nichts Konkretes, aber wir sind mit einigen im Gespräch“, sagt der Sektionsleiter. Viel mehr wollte oder konnte er an diesem Punkt noch nicht verraten. Das passt aber auch zur Lage vieler Unterhausvereine in dieser Phase des Sommers, in der Gespräche laufen, Entscheidungen aber oft erst später fallen. In Bodensdorf ist jedenfalls klar, dass man den Kader nicht um jeden Preis verändert, sondern auf passende Lösungen wartet.

David Basta als Konstante und ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Wenn Slunka über die positiven Dinge spricht, nennt er mit David Basta einen Namen sofort. „David Basta war immer die Torgarantie“, sagt er über den Stürmer und hebt damit den Spieler hervor, der in den vergangenen Monaten sportlich am meisten herausstach. Auch beim Blick auf die Liga fällt auf, dass man in Bodensdorf sehr genau verfolgt hat, wie sich die Konkurrenz entwickelt. Slunka verweist auf die Konstanz von SV Treffen und darauf, dass der Spitzenreiter am Ende vorne lag. Außerdem habe ihn SV Obermillstatt in der Rückrunde positiv überrascht. Für den eigenen Verein ergibt sich daraus ein recht klares Bild: ASKÖ Bodensdorf sieht sich auf einem vernünftigen Weg, weiß aber auch, dass es für den nächsten Schritt mehr personelle Stabilität braucht. Genau deshalb klingt Slunkas Schlussbemerkung fast wie ein kleiner Auftrag für die nächsten Wochen. Sobald es bei möglichen Verstärkungen Neuigkeiten gibt, soll wieder gesprochen werden. Bis dahin bleibt in Bodensdorf vor allem die Hoffnung, dass die Rückkehrer wieder näher an die Mannschaft rücken und der Trend der vergangenen Monate fortgesetzt werden kann.