Der Unterliga Mitte-Klassenerhalt von SV Oberglan war aus Sicht von Trainer Josip Gasic vor allem eine Sache des Zusammenhalts. Nach einer Hinrunde am Tabellenende zog der Verein personell nach, stabilisierte sich in der Rückrunde und schloss die Saison noch auf Rang zwölf ab. Jetzt steht im Sommer ein kleiner Umbruch an, ohne dass im Umfeld Unruhe herrscht oder größere Änderungen im Trainerstab geplant sind.

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Josip Gasic blickt auf eine Saisonhälfte zurück, in der seine Mannschaft zuerst mit dem Rücken zur Wand stand und sich dann Schritt für Schritt aus der schwierigen Lage herausarbeitete. "Was gut funktioniert hat, war definitiv der Teamgeist", sagt der Trainer und macht gleich klar, worauf er den Turnaround zurückführt. Nach der Hinrunde lag SV Oberglan am letzten Platz, die Ausgangssituation war also alles andere als einfach. In der Rückrunde wurde dann am Kader geschraubt, und genau diese Veränderungen griffen laut Gasic schnell. "Die Neuzugänge haben sehr gut funktioniert und da hat sich sehr schnell ein Team entwickelt", erklärt er. Dass am Ende tatsächlich der Klassenerhalt herausschaute, ist für ihn deshalb kein Zufall, sondern das Ergebnis einer geschlossenen Entwicklung. In den letzten fünf Saisonspielen sammelte Oberglan noch sieben Punkte, feierte Siege gegen SV Moosburg und SV St. Jakob/R. und holte gegen SC Arriach ein Remis. So ging es am Ende noch hinauf auf Rang zwölf mit 25 Punkten. Für Gasic war dabei der gemeinsame Zugang entscheidend: "Der Hauptpunkt war eben der Zusammenhalt vom Vorstand über den sportlichen Leiter bis zur Mannschaft." Gerade in engen Partien habe das den Unterschied gemacht. "Deswegen haben wir gewisse schwierige Spiele, die 50:50 waren, dann gewonnen beziehungsweise zumindest einen Punkt geholt."
Dass der Sommer nun dennoch Veränderungen bringt, daraus macht der Trainer kein Geheimnis. Gasic spricht offen von einem "kleinen Umbruch", betont aber auch, dass noch nicht in jedem Fall endgültige Klarheit herrscht. "Es ist noch bei gewissen Spielern offen, ob sie bleiben oder nicht bleiben", sagt er, weshalb er beim Thema Abgänge bewusst vorsichtig formuliert. Fix genannt hat er den Wechsel von Niklas Rainer nach Steuerberg und Albert Zitterer nach Feldkirchen. Dazu haben auch Thomas Tatschl und Nikolaus Ziehaus den Verein verlassen, bei beiden war zum Zeitpunkt des Gesprächs das neue Ziel noch nicht bekannt. Auf der anderen Seite arbeitet SV Oberglan bereits an der neuen Struktur für die kommende Saison. Lukas Novak kommt von Maria Gail und ist im zentralen Mittelfeld eingeplant. Simon Schadenbauer wechselt vom SV Feldkirchen und soll auf der rechten Außenbahn helfen. Sebastian Gabus kommt vom SV Glanegg und ist für das rechte Mittelfeld vorgesehen, Junuz Jahic sowie Michael Schritliser sollen in der Innenverteidigung helfen. Außerdem kehrt Florian Gärtner zurück, der zuletzt in Velden spielte. Die Offensive soll noch von Luca Kogler, einem sehr talentierten jungen Spieler, ergänzt werden. Gasic zeichnet damit das Bild einer Mannschaft, die sich nach dem Klassenerhalt nicht zurücklehnt, sondern punktuell umbaut, ohne ihren Grundcharakter zu verlieren.
Bemerkenswert ist dabei, dass rund um die Mannschaft keine Hektik aufgekommen ist. Im Trainerstab und auf Funktionärsebene bleibt laut Gasic alles beim Alten. "Die Zusammenarbeit hat gut funktioniert, deswegen gibt es keinen Grund, gewisse Änderungen durchzuführen", sagt der Trainer. Auch personell abseits von Transfers gibt es aktuell keinen großen Alarm, denn größere Verletzungen hat Oberglan derzeit nicht zu beklagen. "Derzeit sind alle ziemlich fit, größere Verletzungen haben wir nicht", so Gasic. Interessant ist auch, dass er bei der Frage nach besonders auffälligen Spielern aus den eigenen Reihen keinen Einzelnen heraushebt. Stattdessen verteilt er das Lob bewusst an die ganze Gruppe. "Da muss ich wirklich jedem einzelnen Danke sagen, dass sie das so umgesetzt und sie den Beitrag geleistet haben", sagt er. Manche hätten sportlich ihren Wert eingebracht, andere über Mentalität oder den menschlichen Faktor. Dass Gasic den Teamgedanken so stark betont, passt zu seiner Einschätzung über die Saison. Beeindruckt haben ihn in der Liga vor allem SGA Sirnitz und SC Landskron, weil beide aus seiner Sicht als Mannschaft funktioniert haben. Für SV Oberglan selbst ist die Botschaft vor dem Sommer damit klar: Der Klassenerhalt ist geschafft, die Basis stimmt, und der nächste Schritt soll wieder über Zusammenhalt und eine sauber zusammengestellte Gruppe führen.