Nach dem 2:1 bei ASKÖ Wölfnitz und vier Siegen aus den vergangenen fünf Partien geht der SV M&R Feldkirchen als Tabellendritter der Unterliga Mitte in die nächste Phase. Trainer Manuel Kerhe zieht nach seiner ersten Zeit seit dem Winter ein positives Fazit, sieht sein Team sportlich klar gewachsen und will den eingeschlagenen Kurs mit punktuellen Verstärkungen, regionalem Fokus und viel Kontinuität fortsetzen.

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Kerhe spart in seiner Rückschau nicht mit Lob für die Entwicklung seiner Mannschaft. „Wir haben uns sehr gut entwickelt“, sagt der Trainer, der seit dem Winter in Feldkirchen arbeitet. Vor allem eines ist ihm wichtig: „Die Mannschaft hat meine Philosophie und mein Denken im Fußball sehr gut umgesetzt.“ Dass diese Einschätzung nicht nur ein gutes Gefühl ist, lässt sich auch an den vergangenen Wochen ablesen. Nach der 0:1-Niederlage gegen SGA Sirnitz hat Feldkirchen gegen DSG Ledenitzen, SV Ludmannsdorf, SV St. Jakob/R. und ASKÖ Wölfnitz viermal gewonnen und sich damit im Spitzenfeld festgesetzt. Zwischenzeitlich stand die Mannschaft sogar ganz vorne, aktuell ist sie punktgleich mit den beiden Topteams Dritter. Ganz fertig ist der Trainer mit seiner Arbeit aber noch nicht. „Zwei, drei Kleinigkeiten gegen den Ball müssen wir noch verbessern, aber das Spiel mit dem Ball ist wirklich hervorragend“, sagt Kerhe.
Entsprechend ruhig bleibt die Linie in der Kaderplanung. „Das Trainerteam bleibt gleich“, betont Kerhe, denn gerade in seiner täglichen Arbeit ist Beständigkeit für ihn ein zentraler Punkt. „Wir legen sehr viel Wert auf Kontinuität“, sagt er und schiebt nach, dass die Mannschaft nur dort ergänzt wurde, wo es wirklich nötig war. Verlassen haben den Verein Simon Schadenbauer, der nach Oberglan gewechselt ist, und Michael Weitensfelder, der seine Karriere vorerst auf Eis legt und nach Wien geht. Dazu kommen ein bis zwei junge Spieler, die in der Umgebung Spielpraxis suchen. Auf der Zugangsseite soll Lukas Pippan der Offensive helfen, während Maximilian Gollner die Defensive verstärken soll. Außerdem wurde noch Andre Zitterer von Oberglan geholt. Für Kerhe passt diese Linie genau zu dem, was er in Feldkirchen aufbauen will: eine Mannschaft, die zusammenwächst, statt jeden Sommer komplett neu zusammengesetzt zu werden.
Diese Entscheidungen sind für Kerhe nicht nur praktische Kaderarbeit, sondern Teil einer größeren Idee. Der Trainer spricht bewusst nicht nur über Qualität, sondern auch über Herkunft, Identifikation und den Stellenwert eigener Spieler. Vereine wie Maria Gail oder Faakersee beobachtet er dabei mit Interesse, weil dort viele junge und vereinseigene Kräfte zum Zug kommen. „Das ist einfach der Weg, den wir in Kärnten brauchen“, sagt Kerhe. Feldkirchen wolle denselben Gedanken konsequent leben: „Wir wollen sehr viele Feldkirchener in der Mannschaft haben oder Spieler, die aus dem Bezirk oder aus der Umgebung sind.“ Für ihn ist das kein Nebenthema, sondern ein wichtiger Baustein der sportlichen Ausrichtung. Gerade im Unterhaus, wo Bindung an den Verein oft viel ausmacht, soll daraus auf Dauer eine stabile Basis entstehen. Kerhe macht damit klar, dass es ihm nicht nur um die nächste Tabelle geht, sondern um einen Weg, der auch in den kommenden Jahren tragen soll.
Bei der Frage nach einzelnen Spielern bleibt Kerhe seiner Linie treu. „Ich bin ein Trainer, der sehr gerne immer auf die Mannschaftsleistung schaut“, sagt er. Genau darin sieht er auch die Stärke seiner Gruppe: Es brauche vorne Spieler, die Tore machen, hinten verlässliche Leute und dazu junge Kräfte, die Energie hineinbringen. „Die Mischung muss passen, damit wir Erfolg haben können“, so der Trainer. In der Vorbereitung wird er dabei noch etwas Geduld brauchen, denn mit Tim Oman gibt es einen Langzeitverletzten, der wohl noch einen Teil des Herbstes benötigen wird. Andere kleinere Beschwerden sollen nach drei bis vier freien Wochen ausheilen, ehe am 29. wieder trainiert wird. Dann richtet sich der Blick nicht nur auf die nächsten Aufgaben, sondern auch auf das Drumherum. Kerhe freut sich schon jetzt auf die Derbys und auf „sehr spannende Spiele mit vielen Zuschauern“.