Nach Platz 13 in der Unterliga Ost zieht SK Maria Saal einen nüchternen Strich unter eine zähe Saisonhälfte. Sportlicher Leiter Christoph Thuller spricht von einem Frühjahr, das von Ausfällen geprägt war und kaum ruhige Arbeit zugelassen hat. Trotzdem habe die Mannschaft nie aufgehört, sich zu wehren. Jetzt soll ein personeller Umbau helfen, damit der Blick wieder weg vom Improvisieren und klar nach vorne geht.

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Thuller beschreibt die vergangenen Monate sehr offen und ohne Beschönigung. „Letztes Halbjahr haben wir mit sehr vielen Verletzungen zu kämpfen gehabt. Das hat eine konstante Arbeit sehr schwer gemacht“, sagt der sportliche Leiter. Noch deutlicher wird er, wenn er den personellen Engpass einordnet: „Zeitweise haben uns bis zu zehn Spieler gefehlt." Dass Maria Saal am Ende mit 23 Punkten auf Rang 13 landete und aus den letzten fünf Spielen nur ein Remis holte, passt zu dieser Einschätzung. Für Thuller ist aber ebenso wichtig, was trotz aller Probleme funktioniert hat. „Was gut funktioniert hat, ist, dass die Mannschaften, die wir aufs Feld gebracht haben, zumindest immer gefetzt und gefightet haben“, betont er und hebt damit genau jenen Einsatz hervor, auf den man im Verein weiter bauen will.
Die Aufarbeitung der schwierigen Monate endet in Maria Saal nicht bei der Analyse, sie führt direkt in die Personalplanung. Verlassen haben den Verein Jakob Juvan, Nenad Popovic, Marco Mischkounig und Fabian Ogris. Gleichzeitig wurden mit Maximilian Blaschitz vom KAC, David Reinisch vom KAC, Mario Kröpfl von Velden, David Gappmaier von Velden, Semjon Pipan von St.Veit und Stefano Holzer von Glanegg bereits mehrere neue Spieler geholt. Thuller ordnet diesen Sommer daher auch als Phase der Veränderung ein. „Nachdem wir doch ein bisschen einen Umbruch haben in der Mannschaft, eine Veränderung anstreben, wieder eine Mannschaft haben wollen mit Typen, die bereit sind, ihr letztes Hemd zu geben, müssen wir schauen, wie sich das in der Vorbereitung entwickelt und wer sich empfiehlt, dann zu Saisonbeginn in der Startelf zu stehen.“ Viel klarer lässt sich die Richtung kaum formulieren: Maria Saal sucht nicht nur Verstärkung, sondern auch ein neues Gesicht.
Nicht nur der Kader, auch die Verantwortung an der Seitenlinie verändert sich. Thuller berichtet, dass Patrick Striednig den Verein bereits mit Ende der vergangenen Saison verlassen hat. Im Trainerstab bleibt es darüber hinaus ruhig, Fabian Miesenböck übernimmt als Spielertrainer, weitere größere Umbauten sind aber nicht geplant. Parallel dazu beschäftigt den Verein weiter die personelle Situation aus dem Frühjahr. Emre Yalcin, Audi DaSilva und Jakob Orgonyi zählen zu jenen Spielern, die noch an ihren Comebacks arbeiten. Thuller klingt dabei vorsichtig optimistisch: „Die Spieler befinden sich alle in der Reha im Aufbau, müssten aber pünktlich zu Saisonstart beziehungsweise in der Vorbereitung fit sein und wieder in den Trainingsbetrieb beziehungsweise Spielbetrieb einsteigen können.“ Auch abseits des Rasens soll etwas weitergehen, denn im Vereinsumfeld werde laut Thuller daran gearbeitet, die Infrastruktur „etwas auf Vordermann zu bringen“.
So sehr die abgelaufene Saisonhälfte nachwirkt, genauso deutlich richtet Maria Saal den Blick schon auf das, was kommt. Thuller sagt klar: „Der Blick ist ganz klar nach vorne gerichtet.“ Besonders reizvoll ist für ihn dabei, dass in der kommenden Saison alte Bekanntschaften warten. „Besonders interessant ist für uns, wieder die Derbys zu haben gegen Wölfnitz, ASV, Moosburg und Oberglan, gegen die wir uns in unserer Aufstiegssaison aus der ersten Klasse in die Unterliga eine Schlacht, bis zum letzten Spieltag, um den Meistertitel geliefert haben“, sagt er. Gleichzeitig verweist er auf jene Spieler, die im schwierigen Frühjahr unerwartet viel Einsatzzeit bekommen haben. „Die haben sich alle sehr wacker und tapfer geschlagen und man hat gesehen, dass der eine oder andere vielleicht doch Potenzial für mehr hat.“