Spielberichte

"Die Stimmung war trotzdem sehr, sehr gut" – Griffen zieht nach Rang sieben eine positive Saisonbilanz

SV Griffen

Mit Rang sieben und 37 Punkten hat der SV Raika Griffen die Saison in der Unterliga Ost ordentlich abgeschlossen. Dietmar Strasser zieht deshalb ein insgesamt positives Fazit, obwohl nicht alles glatt lief. Eine gute Heimbilanz, die gelungene Anpassung an die Liga und eine stabile Kabine trotz vieler Ausfälle bleiben hängen. Verbesserungsbedarf sieht der Obmann-Stellvertreter vor allem bei Standards und in einzelnen Defensivaktionen.

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Ordentlich angekommen, aber nicht ohne Baustellen

Strasser blickt auf die vergangenen Monate mit einem klaren Grundton zurück: unterm Strich zufrieden, aber nicht blind für die Schwächen. "Wir haben uns gut auf die Unterliga einstellen können und auch mit den arrivierten Mannschaften mitspielen können", sagt er. Gerade das war für ihn ein wichtiger Punkt, weil Griffen in dieser Spielklasse nicht nur mithielt, sondern sich über weite Strecken auch ordentlich behauptete. Dass die Mannschaft am Ende auf Rang sieben landete, passt zu dieser Einschätzung. Besonders die Heimbilanz hebt Strasser ausdrücklich hervor. Gleichzeitig spart er die Dinge, die nicht gepasst haben, nicht aus. Bei Standards sei man "ein bissl naiv" gewesen, dazu hätten sich in manchen Defensivaktionen Fehler eingeschlichen, die in dieser Liga sofort bestraft werden. 

Neun Stammspieler weg – und trotzdem blieb die Kabine intakt

Der vielleicht wichtigste Teil der Griffner Saison war für Strasser aber gar nicht nur die Tabelle, sondern der Umgang mit den schwierigen Wochen dazwischen. "Auch in der Phase, in der wir viele Verletzte gehabt haben, war die Stimmung sehr, sehr gut", betont er. Das sei keine Selbstverständlichkeit gewesen, denn zeitweise habe der Verein auf neun Stammspieler verzichten müssen. "So einen großen Kader haben wir nicht", sagt Strasser offen. Umso höher bewertet er, dass die Mannschaft in dieser Phase zusammenblieb. Auch die Ergebnisse in der Schlussphase zeigen, dass Griffen stabil blieb: Auf das 3:3 gegen SC St. Stefan folgten ein 3:1 gegen SK Maria Saal und ein 5:1 beim SV Hirter Kraig, ehe es gegen SV Leonhard ein 1:4 setzte und zum Abschluss ein 2:2 gegen Rückersdorf / Klopeinersee gab. Für Strasser ist deshalb klar, dass die Gruppe auch in schwierigen Momenten funktioniert hat. Bei der Personalsituation gibt es inzwischen Entspannung. Bis auf die beiden Kreuzbandverletzten Gabriel Ehrlich und Manuel Konegger ist der Kader gesund in die Sommerpause gegangen. Bei Ehrlich hofft man auf einen Einstieg im Wintertraining, bei Konegger lässt sich der weitere Verlauf laut Strasser noch nicht seriös abschätzen.

Wintertransfers halfen, der Kapitän bleibt die Stütze

Ein Grund dafür, dass Griffen die Saison stabil zu Ende spielen konnte, waren für Strasser auch die Nachbesserungen im Winter. "In der Rückrunde haben uns die Transfers ein bissl verstärkt", sagt er. Viel mehr will er daraus gar nicht machen, aber die Aussage zeigt, dass diese Ergänzungen dem Kader geholfen haben. Ebenso klar ist für ihn, wer innerhalb der Mannschaft ein ganz wichtiger Anker bleibt: der Kapitän. Strasser hebt ihn als Stütze hervor und macht kein Geheimnis daraus, wie wertvoll er für das Spiel des SV Griffen ist. Wenn er fehlt, merke man sofort, dass er "für uns nicht ersetzbar" sei. Gleichzeitig richtet Strasser den Blick schon nach vorne, weil er auch hinter den Routiniers Entwicklung sieht. Die jungen Spieler auf der Bank beschreibt er als geduldig und verlässlich. "Sie sind da, sie gehen zum Training und sie haben sich sehr stark entwickelt", sagt er. Besonders wichtig ist ihm dabei ein Satz, der viel über den internen Eindruck verrät: "Wenn wir sie einsetzen, merkt man, dass wir nicht schlechter werden." Genau deshalb rechnet er damit, dass in der kommenden Saison noch mehr junge Spieler zu ihren Einsätzen kommen.

Leonhard imponiert – Griffen will den nächsten Schritt machen

Gefragt nach dem stärksten Gegner der Saison, nennt Strasser ohne langes Überlegen den SV Leonhard. Seine Begründung fällt deutlich aus und sagt auch etwas darüber aus, worauf er selbst bei einer Mannschaft achtet. "Leonhard ist eine sehr kompakte Mannschaft, spielerisch wie taktisch gut", sagt er. Dazu komme, dass dort viele junge und viele einheimische Spieler zusammengewachsen seien. "Man merkt einfach, die sind eine Mannschaft, die sind ein Team." Diese Geschlossenheit hat ihn am meisten beeindruckt. Für Griffen ist das ein interessanter Maßstab, denn die eigene Saison verlief zwar ordentlich, aber nicht völlig geradlinig. In der Tabelle ging es im Laufe des Jahres zwischen Platz 13 und Platz 5 hin und her, am Ende stand Rang sieben. Strasser verbindet seine positive Grundstimmung deshalb mit einem nüchternen Ausblick. Das Betreuerteam soll im Kern zusammenbleiben, lediglich im Trainerbereich wird über eine Ergänzung als Co-Trainer nachgedacht. Dazu kommen kleinere Transfers, die laut Strasser gut zur Mannschaft passen. Die Richtung für den Sommer ist damit klar: die Defensive stabilisieren, die Jungen weiter heranführen und die gute Stimmung aus einer schwierigen Saison in die nächste mitnehmen.