In der Unterliga Ost hat sich SC Launsdorf mit einem starken Frühjahr den Meistertitel geholt und geht nun mit viel Rückenwind in die erste Landesliga-Saison der Vereinsgeschichte. Trainer Harald Proprentner spricht von „Euphorie hoch drei“, verweist auf eine über Monate stabile Entwicklung und macht gleichzeitig klar, dass der nächste Schritt ein harter wird: Launsdorf will sich nach dem Aufstieg vor allem den Klassenerhalt erarbeiten.

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Dass Proprentner die vergangene Saison so positiv einordnet, hat gute Gründe. Launsdorf stand nach drei Runden noch auf Rang acht, arbeitete sich dann aber Schritt für Schritt nach vorne, war ab Runde sieben Tabellenführer und gab diese Position bis zum Schluss nicht mehr ab. Am Ende standen 56 Punkte aus 26 Spielen und damit zwei Zähler Vorsprung auf St. Michael/Lav. Der Trainer bringt seinen Rückblick deshalb knapp, aber sehr klar auf den Punkt: „Bei SC Launsdorf hat eigentlich alles funktioniert, weil wir Meister waren.“ Gerade die letzten Wochen unterstrichen diese Linie noch einmal. Auf ein 2:2 gegen SC Globasnitz folgten ein 2:1 bei St. Michael/Bl., ein 1:1 gegen St. Michael/Lav., dazu ein 6:0 beim SC St. Stefan und ein 8:0 gegen ASKÖ Gurnitz. Für Proprentner ist deshalb auch klar, dass der Titel nicht zufällig zustande kam. Er verweist darauf, dass seine Mannschaft gegen starke Konkurrenten gute direkte Duelle hatte und sagt: „Aus dem Grund haben wir uns das Ganze dann auch mehr als verdient.“
Passend zum Titelgewinn beschreibt Proprentner auch das Innenleben der Mannschaft sehr deutlich. „Euphorie hoch drei“, sagt der Trainer über die aktuelle Stimmung und verweist darauf, dass der Verein nun erstmals in der Geschichte in der Landesliga spielt. Dahinter steckt für ihn aber nicht nur der sportliche Erfolg, sondern vor allem eine funktionierende Gruppe. „Launsdorf hat wahrscheinlich die geilste Truppe, die ich je trainiert habe. Da ist eine Kameradschaft da, egal ob Sieg oder Niederlage, das ist brutal“, sagt er. Viele Spieler kommen direkt aus der Region, aus Launsdorf oder dem nahen Umfeld, und genau das sieht Proprentner als wichtigen Teil des Erfolgs. Im Sommer gibt es trotzdem Bewegung. Mit Lukas Höberl endet eine Karriere, dazu kommt ein weiterer Abgang, zwei Zugänge sind fix, außerdem wurde ein neuer Tormanntrainer installiert. Auf einer anderen wichtigen Position bleibt dagegen Kontinuität erhalten, denn im Trainerteam ändert sich sonst nichts. Auch personell auf dem Platz ist die Lage derzeit ruhig: Verletzte oder angeschlagene Spieler gibt es laut Proprentner aktuell nicht.
Trotz Meistertitel geht der Trainer die nächste Aufgabe ohne große Sprüche an. „Das wird natürlich schwierig in der Landesliga, muss man auch ganz ehrlich sagen“, betont Proprentner und nennt das Ziel offen: „Wir wollen versuchen, den Klassenerhalt zu schaffen.“ Dass Launsdorf nach so einer Saison nicht nur euphorisch, sondern auch nüchtern auf die neue Liga schaut, passt zum Ton des Trainers. Er traut seiner Mannschaft zu, dass sie mithalten kann, aber eben nicht gegen jeden Gegner und nicht automatisch. Als grobe Richtung nennt er „Platz zehn bis dreizehn“, alles in dieser Zone wäre für ihn und den Verein „schon ein schöner Erfolg“. Genau darin liegt auch die Linie für den Sommer: Die Aufstiegseuphorie ist da, der Stolz auf den Meistertitel ebenso, doch Launsdorf will den nächsten Schritt sauber angehen. Nach einer Saison, in der die Mannschaft monatelang an der Spitze stand, beginnt nun ein neues Kapitel, und Proprentner weiß sehr genau, dass in der Landesliga jede Runde noch einmal ein Stück härter wird.