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„Ohne Druck spielen die Jungen besseren Fußball“ – St. Stefan zieht aus dem Abstiegskampf viel mit

SC St. Stefan

In der Unterliga Ost hat SC jobcreativ St. Stefan eine schwierige Saison am Ende noch auf Rang zwölf und mit 27 Punkten abgeschlossen. Sportlicher Leiter Gerd Sieghart Haberl nennt den Sieg gegen den direkten Konkurrenten ASKÖ Gurnitz als wichtigen Moment im Frühjahr. Danach sei bei der jungen Mannschaft der Druck spürbar abgefallen, und genau das habe den Weg aus dem Tabellenkeller erleichtert.

Schiedsrichter macht eine Notiz, hinter ihm liegt der Spielball

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Der Sieg in Gurnitz änderte die Lage

Ein Blick auf den Saisonverlauf zeigt, warum Haberl von einer schwierigen Hälfte spricht. St. Stefan rutschte nach einem passablen Start immer tiefer hinein, lag ab Runde 17 sogar sieben Spieltage in Folge auf Platz 13 und steckte damit voll im Abstiegskampf. Erst im Finish gelang noch der Sprung auf Rang zwölf. Für Haberl hatte dabei ein Spiel besondere Bedeutung. „Wie wir in Gurnitz gegen einen direkten Abstiegskandidaten gewonnen haben, ist bei unseren jungen Spielern wirklich eine Last abgefallen“, sagt er. Dass in den letzten fünf Runden noch ein 3:2 gegen St. Michael/Bl., ein 3:3 gegen SV Griffen und ein Auswärtssieg beim SK Maria Saal dazukamen, passt zu dieser Entwicklung. Dass daneben auch klare Niederlagen gegen SV Eberstein und SC Launsdorf standen, zeigt aber ebenso, wie wechselhaft diese Saison für St. Stefan verlaufen ist.

Junge Mannschaft fand ohne Druck besser ins Spiel

Haberl macht aus seiner Sicht vor allem einen Punkt aus: Seine Mannschaft ist sehr jung und musste erst lernen, mit dem Druck im Tabellenkeller umzugehen. „Wir haben eine sehr junge, aber sehr talentierte Mannschaft“, sagt der sportliche Leiter und verbindet damit auch die Erklärung für die schwankende Saison. Unter Druck sei es den Jungen schwergefallen, frei zu spielen. Nach dem Erfolgserlebnis sei das anders gewesen. „Man hat einfach gemerkt, dass die Jungen ohne Druck besseren, schöneren Fußball spielen“, so Haberl. Für ihn ist das mehr als nur eine Momentaufnahme, weil die zweite Saisonhälfte am Ende auch den eingeschlagenen Kurs bestätigt hat. „Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen, nämlich den Weg der jungen Spieler“, betont er. Dass sich diese Gruppe im Saisonendspurt beweisen konnte, ist deshalb einer der wichtigsten Punkte in seiner Bilanz.

Kabine, Kader und Planung geben Hoffnung

Zur positiven Gesamteinschätzung gehört für Haberl nicht nur das, was am Platz zu sehen war. Er hebt das Innenleben der Mannschaft ausdrücklich hervor und spart dabei keinen Spieler aus. „Menschlich muss man alle Spieler hervorheben, weil wir ein gutes Mannschaftsklima haben“, sagt er. Dazu kommt für ihn, dass das Miteinander nicht bei Trainings- und Spieltagen endet. „Am Platz und auch abseits des Platzes verstehen sich die Spieler, und die Stimmung in der Kabine ist top.“ Diese Basis soll nun direkt in die Vorbereitung auf die neue Saison mitgenommen werden. Die Planung läuft bereits, größere personelle Unruhe gibt es derzeit nicht, und der Kern des Kaders steht. Entsprechend klar fällt auch der Blick nach vorne aus. „Die Stimmung ist sehr positiv. Der Stamm steht, und die Jungs brennen darauf, in der nächsten Saison zu zeigen, was in ihnen steckt“, sagt Haberl.

Brunner vor Rückkehr, SV Leonhard als Maßstab in der Liga

Auch rund um die Mannschaft sieht St. Stefan die nächsten Wochen geordnet an. Im Betreuerteam habe es laut Haberl „eigentlich keine Veränderungen“ gegeben, mögliche strukturelle Schritte würden sich erst bis zum Saisonstart zeigen. Dazu kommt, dass mit Lukas Brunner ein verletzter Spieler im Sommer wieder ins Training einsteigen soll. „Er wird uns dann auf seiner gewohnten Position wieder helfen und verstärken“, sagt Haberl über den Rückkehrer. Einen Blick über den eigenen Verein hinaus wirft der sportliche Leiter ebenfalls. Am meisten beeindruckt hat ihn in dieser Saison der Nachbar SV Leonhard. Haberl glaubt, dass dort vor allem die Eingespieltheit den Unterschied gemacht hat. Die Mannschaft spiele schon länger zusammen, und „man hat da einfach gemerkt, dass jeder für jeden da ist“. Genau diese Geschlossenheit soll nun auch St. Stefan weitertragen, damit die nächste Saison nicht wieder zuerst über den Abstiegskampf definiert wird.