In der Unterliga Ost ordnet der SC Globasnitz seine Lage nach einer soliden Saison ein. Trainer Karl Franz Micheu blickt zufrieden auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen, spricht von einer abgeschlossenen Kaderplanung und einer spürbar guten Stimmung im Verein. Sportlich steht Globasnitz aktuell auf Rang acht, hat viele Eigenbauspieler im Kader und bekommt wichtige Rückkehrer fit. „Wir sind mit der Planung fertig“, sagt Micheu – und beschreibt, warum im kleinen Verein rundum Zuversicht herrscht.

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay
Bevor es um Neuzugänge und Trainingsstart geht, nimmt Karl Franz Micheu sich Zeit für einen Rückblick – und der fällt ehrlich, aber positiv aus. „Wir waren als vierter Aufsteiger, eigentlich der letzte von den vieren aus der 1. Klasse, und haben eine recht ordentliche Saison gespielt“, sagt der Coach. Er verschweigt nicht, dass seine Mannschaft in der Rückrunde mit Ausfällen zu kämpfen hatte. „Wir hatten Verletzungspech, aber so wie viele. Durch unseren breiten Kader konnten wir viel kompensieren.“ Genau diese Breite, gepaart mit regionaler Verwurzelung, ist für den Trainer ein Kernpunkt: „Wir haben sehr viele Einheimische aus unserer Region, auf die wir stolz sind.“ Die Tabelle unterstreicht den Eindruck eines stabilen Unterliga-Teams: Globasnitz bewegt sich über weite Strecken im Mittelfeld und steht aktuell auf Platz acht – für Micheu ein Beleg, dass der eingeschlagene Weg trägt. „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden mit den Jungs. Das hat so gepasst.“
Im Hier und Jetzt steht vor allem die Frage nach dem Sommerkader im Fokus – und die beantwortet Micheu klar. „Wir sind fertig mit der Planung“, betont er gleich mehrmals. Ein Baustein ist dabei eine Rückkehr, die intern gut ankommt: „Wir haben wieder einen Globasnitzer, der bei uns groß geworden ist und in Kärnten Erfahrungen gesammelt hat. Arnold Gross kommt von ASV zurück. Da sind wir stolz – wieder ein Einheimischer aus unserem kleinen Dorf.“ Dazu kommt frisches Blut über die Nachbarschaftsschiene: „Wir bekommen einen jungen Kooperationsspieler von Bleiburg“, sagt Micheu. Ganz ausgeschlossen ist eine weitere Ergänzung dennoch nicht: „Einen Verteidiger haben wir noch auf der Liste, der soll auch kommen. Dann ist der Kader voll.“ Der Zeitplan steht bereits: „Am Montag ist frei, weil Österreich gegen Argentinien spielt, am Dienstag starten wir ins Training – und die Kaderplanung ist zu Ende.“ Für den Trainer ist das Paket stimmig, auch weil das Umfeld mitzieht: „Die Stimmung im Verein ist perfekt.“
Gute Nachrichten gibt es auch von der medizinischen Front. „Derzeit sind von den Verletzten alle wieder fit“, sagt Micheu, und hebt einen Namen hervor: „Auch unser Langzeitverletzter mit Kreuzbandriss, Manuel Enze, ist zurück und hat schon wieder mit dem Training begonnen.“ Strukturelle Umbauten stehen nicht an, was der Trainer ausdrücklich begrüßt: „Es gibt keine Veränderungen im Verein. Wir sind sehr gut aufgestellt – mit Obmann, Vorstand und den vielen freiwilligen Helfern.“ Micheu selbst geht in Globasnitz in sein fünftes Jahr: „Mein Heimatverein hat mir viel gegeben. Ich hoffe, ich kann etwas zurückgeben. Wenn die Spieler sagen: ‚Bleibt der Trainer, bleiben wir auch‘, dann macht man einiges richtig.“ Dass die Bank attraktiv ist, zeigen die Anfragen: „Wir müssen Spielern auch absagen, weil der Kader voll ist.“ Sportlich bleibt der Blick geschärft – und respektvoll für starke Gegner. „Am meisten beeindruckt hat mich WAC/St. Andrä – eine junge Mannschaft unter Trainer Rainer. In der Hinrunde hatten sie viele Verletzte, in der Rückrunde war es dann schon besser“, sagt Micheu. Gleichzeitig pocht er auf die Globasnitzer Linie: regionale Spieler, Lernbereitschaft – und Geduld mit der Jugend. „Wir jammern oft über die Jungen. Aber wir Trainer müssen uns auch etwas verändern, die Jungen so nehmen, wie sie sind."