Spielberichte

„Vor allem in der Defensive sind wir recht gut gestanden“ – Leikam zieht bei den Treibach Juniors Bilanz

Treibach Juniors

In der Unterliga Ost haben die SK Treibach Juniors ihre erste Saison auf diesem Niveau auf Rang acht mit 36 Punkten abgeschlossen. Trainer Stefan Rupert Leikam zieht dennoch eine überwiegend positive Bilanz, weil sich der Kader sichtbar verjüngt hat und defensiv vieles gepasst hat. Dass am Ende noch mehr drin gewesen wäre, spricht er aber ebenso offen an: Vor allem im Abschluss sieht der Coach den klarsten Punkt, an dem seine Mannschaft zulegen muss.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwischen starkem Zwischenhoch und schwierigem Finish

Wer nur auf den Endstand schaut, sieht bei den Juniors einen achten Platz. Der Verlauf der Saison war allerdings deutlich lebhafter, als es diese nackte Zahl ausdrückt. Nach Rang 13 zum Auftakt arbeitete sich die Mannschaft bis zur elften Runde sogar auf Platz drei nach vorne, hielt sich danach lange in einem ordentlichen Mittelfeldbereich und fiel erst im Finish wieder etwas zurück. Auch die letzten fünf Spiele zeigen dieses Bild recht gut: Auf die Remis gegen SC St. Stefan und SK Maria Saal folgten das 1:4 gegen SV Hirter Kraig, ein 0:0 gegen SV Leonhard und zuletzt das 0:5 gegen Rückersdorf/Klopeinersee. Leikam ordnet diese erste Spielzeit trotzdem ohne große Ausschläge ein und sagt: „Für uns war es die erste Unterligasaison, da kann man durchaus zufrieden sein. Den einen oder anderen Punkt haben wir natürlich umsonst liegen lassen, aber grundsätzlich war es okay.“

Die Verjüngung war für den Trainer der eigentliche Gewinn

Dass der Trainer die Saison insgesamt positiv sieht, hängt für ihn weniger an der Tabellenplatzierung als an der Entwicklung innerhalb des Kaders. „Die Weiterentwicklung der Spieler war sehr gut“, sagt Leikam und verweist dabei vor allem auf die Monate rund um die Winterpause. Dort wurden fünf Spieler aus dem Juniorsteam in die Kampfmannschaft hochgezogen, im Frühjahr kamen dann weitere junge Kräfte aus der U17 und der U15 dazu. Für die Treibach Juniors war das kein Nebenthema, sondern ein klarer Teil des Weges. Die Mannschaft wurde verjüngt, ohne dass der Coach dabei seine Linie ändern musste. Gerade deshalb will Leikam auch keinen Einzelnen in den Vordergrund stellen. „Ich will keinen einzelnen Spieler hervorheben, sondern ein Pauschallob an die ganze Mannschaft geben“, sagt er und betont damit, dass er die Entwicklung als Gemeinschaftsleistung sieht.

Hinten stabil, vorne noch mit Luft nach oben

Wenn Leikam über die sportliche Seite spricht, wird schnell deutlich, wo er seine Mannschaft schon weit sieht und wo noch Arbeit wartet. „Vor allem in der Defensive sind wir recht gut gestanden“, sagt er, und genau diese Stabilität war für ihn die Basis, auf der die erste Unterligasaison aufgebaut wurde. Gleichzeitig spart er einen Punkt nicht aus, der ihm im Rückblick wichtig ist. „Verbesserungspotenzial haben wir beim Toreschießen, also vorm Tor“, hält der Trainer fest. Auch personell bleibt der Umbruch überschaubar. Mit Felix Niederdorfer verlor der Verein einen Verteidiger an den Ligakonkurrenten SV Hirter Kraig, weitere Abgänge gab es laut Leikam nicht. Neu dazu kommen mit Sebastian Rudorfer von Austria Klagenfurt und Rückkehrer Tobias Schwaiger vom Friesacher AC zwei Offensivspieler. Dazu wird der Kader wieder mit jungen Eigenbauspielern aus der U15 und U17 ergänzt.

Im Verein bleibt vieles beim Alten, der Blick geht klar nach vorne

Abseits des reinen Tabellenbildes will der Verein den eingeschlagenen Weg weitergehen. Vor zwei Wochen wurde am Sportplatz das 80-Jahre-Jubiläum mit einem großen Sportlerfest gefeiert. Für Leikam war das „eine recht coole Geschichte für den ganzen Verein“, weil Nachwuchs und beide Kampfmannschaften zusammenkamen und damit auch der Zusammenhalt weiter gestärkt wurde. Im Trainerstab gibt es keine Änderungen, Leikam bleibt bei den Juniors an der Linie. Dazu soll es in Zukunft eine Trainingsgemeinschaft mit der U17 geben. „Wir trainieren zeitgleich, um noch mehr Spieler zu integrieren“, erklärt der Coach. Ein Wermutstropfen bleibt die Verletzung von Lukas Kaufmann, der sich im letzten Saisonspiel eine Patellaluxation zugezogen hat und sicher bis zum Winter ausfallen wird. Die Hoffnung ist, dass er nach der Operation in der Wintervorbereitung wieder ins Training einsteigen kann. Dass in dieser Liga jeder Schritt erarbeitet werden muss, zeigt für Leikam auch der Blick auf andere Teams. Besonders gefallen hat ihm SV Leonhard, „weil es eine kompakte Mannschaft ist und weil ich finde, dass sie einen guten Zusammenhalt hat.“