Beim Unterliga Ost-Zweiten FC St. Michael/Lav. steht die aktuelle Lage klar im Zeichen personeller Entscheidungen. Benjamin Krappinger hielt sich bei der sportlichen Einordnung zwar bewusst kurz, lieferte dafür aber konkrete Informationen zu Abgängen, Neuzugängen und Veränderungen im Trainerstab. Besonders auffällig: Der Tabellenzweite reagiert nicht nur im Kader, sondern auch an der Seitenlinie und geht damit mit einigen neuen Gesichtern in die nächste Phase.

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Dass FC St. Michael/Lav. die Saison mit 54 Punkten aus 26 Spielen auf Rang zwei abgeschlossen hat und damit in Schlagdistanz zur Spitze geblieben ist, unterstreicht die starke Ausgangslage des Vereins. Im Gespräch wollte Benjamin Krappinger die abgelaufene Saison beziehungsweise die sportliche Entwicklung aber nicht ausführlich bewerten. Gerade das macht die Aussagen zur aktuellen Situation interessant, weil der Schwerpunkt klar auf den Veränderungen im Kader lag. Statt großer Rückschau gab es also vor allem klare Antworten dazu, wie sich der Verein personell aufstellt. Das zeigt auch, worauf der Blick intern derzeit gerichtet ist: weniger auf allgemeine Worte, mehr auf konkrete Maßnahmen.
Im Aufgebot hat sich bei FC St. Michael/Lav. bereits einiges getan. Krappinger machte früh deutlich, dass die zunächst genannte Veränderung nicht die einzige geblieben ist und sagte: "Es gibt noch weitere Abgänge." Konkret wurden mit Maximilian Gollner ein Innenverteidiger, Christopher Waich (Stürmer) sowie die beiden Torhüter Mirac Alegöz und Meris Srabovic genannt. Auf der Zugangsseite setzte der Verein zunächst im Tor an. Mit Bernhard Nössler vom SV Feldkirchen und Fabrice Teuermann vom SC St. Stefan kamen zwei neue Tormänner dazu. Dazu verstärkte sich FC St. Michael/Lav. auch in der Offensive mit Maximilian Rothleitner von St. Andrä und Luca Schüssler aus Bad Sankt Leonhard. In Summe ergibt das ein recht klares Bild: Im Tor wurde nachgeschärft, vorne kam zusätzlich neues Personal dazu.
Nicht nur die Mannschaft, auch der Betreuerstab wurde verändert. Krappinger formulierte das knapp, aber eindeutig: "Der Trainerstab wurde verändert." Im nächsten Satz lieferte er die Namen gleich nach und erklärte: "Es wurde ein neuer Trainer geholt mit Eneo Christoph und ein neuer Co-Trainer mit Alexander Kirisits." Damit ist klar, dass FC St. Michael/Lav. die nächste Phase nicht nur mit neuen Spielern, sondern auch mit einer neuen Konstellation an der Seitenlinie angeht. Ein weiterer Punkt, der für Ruhe spricht: "Nein, es gibt keine verletzten Spieler", sagte Krappinger zur personellen Lage. Gerade bei einem Team, das in der Tabelle ganz vorne mitmischt, ist das ein nicht unwichtiger Faktor.
Auch wenn Benjamin Krappinger bei der großen sportlichen Bewertung bewusst zurückhaltend blieb, lässt sich aus den vorliegenden Aussagen trotzdem einiges herauslesen. FC St. Michael/Lav. setzt auf frische Impulse, und zwar an mehreren Stellen gleichzeitig. Mehrere Abgänge wurden aufgefangen, im Tor wurde doppelt nachgelegt, in der Offensive kamen zwei neue Optionen dazu, und auch im Trainerteam wurde neu aufgestellt. Das wirkt nicht wie bloße Verwaltung des Erreichten, sondern wie ein Verein, der seine gute Position absichern und weiterentwickeln will. Tabellenrang zwei liefert dafür die sportliche Grundlage, die personellen Entscheidungen zeigen die Richtung.