Spielberichte

"Viele junge Spieler sind schon in der Startelf" – DSG Sele Zell hält an seinem Weg fest

DSG Sele Zell

Mit Platz sechs in der Unterliga Mitte hat DSG Sele Zell eine Saison hinter sich, auf die Trainer Marijan Frank Smid mit guten Gründen zufrieden zurückblickt. Der Coach spricht von einem "sehr erfolgreichen" Jahr, weil nicht nur die 41 Punkte stimmen, sondern auch der Umbau der Mannschaft greift. Transfers oder personelle Veränderungen gibt es aktuell keine, der Blick geht klar in Richtung Kontinuität.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Vom Fehlstart in die obere Tabellenhälfte

Wer nur auf die Endtabelle schaut, sieht zunächst 41 Punkte und Rang sechs. Spannender wird das Bild aber, wenn man den Saisonverlauf dazunimmt. DSG Sele Zell stand nach fünf Runden nur auf Platz 15, arbeitete sich danach aber Schritt für Schritt nach vorne und fand sich ab der zwölften Runde dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte wieder. Ab Runde 23 pendelte die Mannschaft konstant zwischen Rang sechs und sieben, am Ende blieb der sechste Platz stehen. Auch die letzten Wochen passen gut zu diesem Bild einer stabilen Mannschaft: auf die 1:3-Niederlage gegen SV Maria Gail folgten ein 0:0 gegen DSG Ferlach, das 2:5 gegen SGA Sirnitz, ein 2:0 gegen DSG Ledenitzen und zum Abschluss ein 1:1 gegen SV Ludmannsdorf. Es war also keine Saison mit wilden Ausschlägen bis zum Schluss, sondern eine Saison, in der sich die Mannschaft nach schwieriger Anfangsphase sauber nach oben gearbeitet hat.

Smid setzt weiter auf den eingeschlagenen Weg

Für Marijan Frank Smid ist genau das der entscheidende Punkt in seiner Rückschau. "Die letzte Saison war sehr erfolgreich für uns, nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch im Aufbau der Mannschaft", sagt der Trainer. Er macht damit klar, dass er die Saison nicht allein über Ergebnisse bewertet. Viel wichtiger ist für ihn, dass sich innerhalb der Mannschaft etwas entwickelt hat, das über einzelne Wochen hinaus trägt. "Wir haben viele junge Spieler eingebaut, die bereits in der Startelf sind, und den Weg wollen wir weiter verfolgen", betont Smid. Gerade dieser Satz erklärt die Linie des Vereins ziemlich gut. DSG Sele Zell will nicht kurzfristig irgendetwas erzwingen, sondern die Mannschaft Schritt für Schritt weiterentwickeln. Auch deshalb gibt es bei den Kadernachrichten derzeit keine schnellen Meldungen. Zu möglichen Abgängen sagt Smid: "Die Transferzeit ist noch nicht beendet. Dazu kann ich noch keine Informationen geben." Bei Neuzugängen ist die Aussage noch klarer: "Nein, gibt es nicht."

Sirnitz als Beispiel, Toni Smrtnik als Fixpunkt

Dass Smid genau hinschaut, was in der Liga gut funktioniert, zeigt sein Blick auf den Meister. Besonders beeindruckt hat ihn SGA Sirnitz. "Vor allem Sirnitz hat mich beeindruckt, weil sie bewiesen haben, dass man mit heimischen Spielern und guter Arbeit viel erreichen kann", sagt der Trainer. Mehr noch: Er verbindet das gleich mit einer klaren Anerkennung. "Ich möchte Sirnitz an dieser Stelle noch einmal zu ihrer tollen Arbeit gratulieren und selbstverständlich auch zum Aufstieg in die Kärntner Liga." Gleichzeitig weiß Smid auch sehr genau, auf wen er sich im eigenen Kader verlassen kann. "Da möchte ich gern Toni Smrtnik erwähnen, der für uns ein Garant ist", sagt er über einen seiner wichtigsten Spieler. Und er führt das noch näher aus: "Er liefert nicht nur am Platz ab, sondern steht auch in der Kabine seinen Mann." Smid hebt zudem hervor, dass Toni Smrtnik der Mannschaft nicht nur mit Leistung hilft, sondern auch im Trainingsbetrieb wertvoll ist. "Mit seiner Expertise als Sportwissenschaftler hat er sich auch im Training sehr bewährt", so der Coach.

Ruhiger Sommer und klare Richtung

Auch abseits des Platzes bleibt es bei DSG Sele Zell ruhig. Im Trainerstab oder auf Funktionärsebene gibt es laut Smid keine Veränderungen, "alles beim Alten", wie er es knapp zusammenfasst. Dazu kommt, dass der Coach derzeit keine verletzten oder angeschlagenen Spieler melden muss. Das klingt auf den ersten Blick unspektakulär, ist für die Vorbereitung aber ein wichtiger Punkt. Wenn ein Verein personell ruhig bleibt, keine Baustellen im Umfeld hat und gleichzeitig auf eine Mannschaft bauen kann, die sich über Monate stabilisiert hat, dann ist das im Unterhaus eine gute Ausgangslage. Nach einer Saison, in der sich DSG Sele Zell vom Tabellenkeller in die obere Hälfte gearbeitet hat, ist die Richtung jedenfalls klar: Der eingeschlagene Weg mit den jungen Spielern soll fortgesetzt werden, ohne Hektik, aber mit einer klaren Idee dahinter.