Mit einer 2:3-Niederlage gegen SV Glanegg ist für WSG Wietersdorf die Saison in der 1. Klasse Mitte zu Ende gegangen. Rang neun mit 39 Punkten ist das nackte Ergebnis einer Saison, die aus Sicht von Trainer Jakob Johann Rabensteiner viele bekannte Muster hatte. Der scheidende Coach spricht von ähnlichen Fehlern wie im Vorjahr, lobt aber die jungen Spieler und sieht die Mannschaftsleistung als zentrales Thema.

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Rabensteiner machte im Rückblick schnell klar, dass ihn an dieser Spielzeit vor allem eines beschäftigt hat: "Im Endeffekt haben sich die gleichen Sachen abgespielt wie schon in der Vorsaison. Ziemlich die gleichen Fehler, aber auch die gleichen Sachen gut gemacht." Genau dieses Auf und Ab lässt sich auch an der Tabelle ablesen. Wietersdorf stand zwischenzeitlich schon auf Rang drei, rutschte in einer schwierigeren Phase aber bis auf Platz zwölf zurück und beendete die Meisterschaft schließlich als Neunter. Dazu passt auch die Einschätzung des Trainers, dass seine Mannschaft zwar "ein paar mehr Tore gemacht" und "ein paar schwierige Spiele gewonnen" habe, sich dafür aber in Partien Punkte entgehen ließ, die auf dem Papier leichter wirkten. Gerade die Schlussphase der Saison war dafür ein passendes Bild: Aus den letzten fünf Spielen holte Wietersdorf nur einen Sieg, gewann mit 2:1 gegen den SC Reichenau, verlor davor und danach aber gegen SV Straßburg, Schiefling, ATUS Feistritz/R. und zum Abschluss gegen Glanegg.
Ein wichtiger Punkt in der Analyse des Trainers war die personelle Situation innerhalb der Mannschaft. Rabensteiner sagte offen, dass es "teilweise schwierig" gewesen sei, "mit der Jugend zu spielen". Gleichzeitig wollte er diesen Aspekt aber nicht als Ausrede verstanden wissen, sondern stellte seinen jungen Spielern ein ordentliches Zeugnis aus: "Die haben es aber recht brav gemacht." Das ist eine Aussage, die viel über die Saison der WSG erzählt. Wietersdorf musste immer wieder Lösungen innerhalb des Kaders finden und lebte weniger von einzelnen Namen als von der Gruppe. Auch deshalb wollte Rabensteiner auf die Frage nach herausragenden Spielern bewusst niemanden herausheben. "Bei uns ist wieder sehr viel über die Mannschaft gekommen. Ich möchte das auch so abschließen, weil sich kein Spieler besonders hervorhebt, sondern einfach das Kollektiv." Diese Sicht passt zu einer Mannschaft, die sich über Einsatz und Zusammenhalt immer wieder in Spiele hineingearbeitet hat, am Ende aber nicht konstant genug war, um sich weiter vorne festzusetzen.
Neben der sportlichen Bilanz brachte das Gespräch auch eine personelle Nachricht mit sich: Jakob Johann Rabensteiner ist nicht mehr Trainer der WSG Wietersdorf. Der scheidende Coach erklärte, dass dieser Schritt schon vor Saisonende feststand: "Ich habe schon vor Ende der Saison angekündigt, dass ich mit dem letzten Spiel am 07.06.2026, also mit dem Spiel gegen Glanegg, mein Traineramt niederlegen werde." Der Verein hat die Nachfolge bereits geregelt, ein neuer Trainer wurde laut Rabensteiner offiziell präsentiert. Auch die ersten Zugänge sind schon bekannt. Nach seinem Wissensstand kommen Toni Krian und Tormann Benjamin Kitz. Zu möglichen Abgängen oder zum aktuellen Stand bei verletzten Spielern wollte sich Rabensteiner nicht mehr äußern, weil er "nicht mehr in die Geschicke des Vereins involviert" sei. Zum Abschluss richtete er den Blick noch über den eigenen Verein hinaus. Für Wietersdorf beginnt damit nun ein Sommer des Umbruchs, in dem die bekannte Mischung aus guten Ansätzen und liegen gelassenen Chancen unter neuer Führung in stabilere Bahnen gebracht werden soll.