Spielberichte

„Relativ wenig hat gut funktioniert“ – Sommerauer zieht klare Gurnitz-Bilanz nach dem Abstieg

ASKÖ Gurnitz

Nach dem letzten Platz in der Unterliga Ost zieht ASKÖ Gurnitz eine schonungslose Saisonbilanz. Trainer Karl Sommerauer macht nach dem Abstieg keinen Hehl daraus, dass über weite Strecken zu wenig funktioniert hat. Mit acht Punkten aus 26 Spielen war die Lage früh ernst, nun richtet sich der Blick auf den Neustart eine Klasse tiefer.

Blick durch das Tornetz auf den Torwart

Image by PlaygroundDraws from Pixabay

Abstieg stand über Wochen fest

Karl Sommerauer wählte im Rückblick klare Worte und ersparte sich jede Schönfärberei. „Relativ wenig hat gut funktioniert. Wir sind schon längere Zeit als Letzter in der Unterliga Ost festgestanden, und rückblickend waren wir auch ein verdienter Absteiger“, sagte der Gurnitz-Trainer. Genau das deckt sich auch mit dem Saisonverlauf. Nach den ersten beiden Runden lag die Mannschaft noch auf Rang zwölf, ab Runde vier stand sie am Tabellenende und gab diesen Platz bis zum Schluss nicht mehr ab. Die letzten Wochen brachten ebenfalls keine Wende mehr. Auf das 1:2 gegen SV Leonhard folgte zwar noch ein 1:0 gegen Rückersdorf/Klopeinersee, danach setzte es aber Niederlagen gegen SC Globasnitz, St. Michael/Lav. und zum Abschluss gegen SC Launsdorf. So blieb am Ende nur der letzte Platz mit acht Punkten.

Im Kader gibt es Bewegung, vor allem im Tor

Stillstand herrscht in Gurnitz trotz des Abstiegs nicht, auch wenn Sommerauer keine große Liste an Veränderungen präsentierte. Fix ist der Abgang von Torhüter Jakov Soldo, der laut Trainer den Verein gewechselt hat. Dazu kommt, dass Innenverteidiger Ambrozije Soldo verletzungsbedingt aufgehört hat. Außenbahnspieler Elias Mudrak zählt ebenfalls berufsbedingt nicht mehr zum Kader, zudem gibt es mit Andy Paheiner auf der rechten Außenbahn noch einen weiteren verletzungsbedingten Ausfall. Auf der Zugangsseite steht mit Patrick Michael Zach ein neuer Tormann bereit. Sommerauer nannte ihn als Neuzugang und ergänzte, dass er „von Velden und aus der WAC-Akademie“ kommt. Außerdem verstärkt Tobias Jernej den Verein. Mehr Personalien nannte der Trainer nicht, damit ist aber klar, dass sich vor allem rund um die Defensive und die Torhüterposition etwas getan hat.

Im Umfeld bleibt vieles gleich, der Blick geht in die Erste Klasse

Abseits des Kaders setzt Gurnitz auf Kontinuität. „Derzeit alles beim Alten. Vorstand und Trainerteam bleiben gleich“, erklärte Sommerauer. Auch im Vereinsumfeld soll es keine großen Umbrüche geben, das Sommerfest des Nachwuchses war wieder eingeplant und ein riesiger Erfolg. Dazu kommt ein Punkt, der für die Vorbereitung nicht unwichtig ist: „Derzeit haben wir keine verletzten Spieler für die neue Saison.“ Gerade nach einem Abstieg ist das zumindest eine gute Ausgangslage. Spannend ist auch, wie Sommerauer den Blick nach vorne formuliert. „In der ersten Klasse werden die Karten von jedem Verein neu gemischt“, sagte er. Einen einzelnen Spieler wollte er dabei nicht herausheben, vielmehr betonte er: „Bei uns steht das Kollektiv an vorderster Front.“ Nach einer Saison, in der wenig gelungen ist und der letzte Platz früh feststand, soll genau dieses Kollektiv nun die Basis für einen saubereren Neustart bilden.