Spielberichte

„In der ersten Halbzeit hätten wir die Partie entscheiden müssen“ – ASKÖ Bodensdorf hadert wieder mit vergebenen Chancen

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Wernberg 1b
ASKÖ Bodensdorf

Im Kärntner 2. Klasse B-Duell zwischen Wernberg 1b und ASKÖ Bodensdorf ist am Samstag ein 3:3 gestanden, das den Gästen aus Sicht von Trainer Mario Ladinig trotzdem zu wenig war. ASKÖ Bodensdorf holte nach Rückständen zwar immer wieder auf und lag in der zweiten Halbzeit sogar vorne, haderte danach aber vor allem mit der eigenen ersten Hälfte und einer Chancenverwertung, die den Spielverlauf früh in eine andere Richtung hätte lenken müssen.

Ein Hund steht hinter der Eckfahne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Bodensdorf lässt vor der Pause zu viel liegen

Mario Ladinig sprach nach dem Schlusspfiff zunächst von einem insgesamt ausgeglichenen Spiel, machte aber schnell klar, wo für ihn der Knackpunkt lag. Vor allem vor der Pause sei ASKÖ Bodensdorf die Mannschaft mit den klareren Möglichkeiten gewesen. Trotzdem stand es zur Halbzeit 1:0 für Wernberg 1b, weil Finley Silli schon in der 6. Minute mit einem Weitschuss zur Führung getroffen hatte. Ladinig formulierte es deutlich: „In der ersten Halbzeit hätten wir die Partie entscheiden müssen.“ Der Trainer ärgerte sich vor allem darüber, dass mehrere ganz große Chancen ungenutzt blieben. „Wir haben wieder vier bis fünf hundertprozentige Torchancen vergeben, mit Alleingängen, und haben den Tormann angeschossen“, sagte er. Als Beispiele nannte er unter anderem Gottfried Gallob, Werth E. und David Basta. Während ASKÖ Bodensdorf laut Ladinig viele Möglichkeiten liegen ließ, habe Wernberg 1b in dieser Phase aus wenig viel gemacht.

Nach dem 0:1 entwickelt sich ein offener Schlagabtausch

Direkt nach dem Seitenwechsel schaffte ASKÖ Bodensdorf dann den Ausgleich, als David Basta in der 48. Minute das 1:1 erzielte. Lange hielt dieser Zwischenstand aber nicht, weil Valentino Fernando Corti in der 52. Minute Wernberg 1b erneut in Führung brachte. Wiederum nur drei Minuten später antwortete ASKÖ Bodensdorf sofort: Nico Pirker traf zum 2:2 und brachte die Gäste zurück. Als David Basta in der 68. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 2:3 stellte, schien das Spiel aus Sicht von ASKÖ Bodensdorf endgültig gedreht. Doch in der 80. Minute stellte Luca Mattia Striednigg per Elfer auf 3:3. Ladinig beschrieb die zweite Halbzeit als „relativ ausgeglichen“ und sagte auch, dass ASKÖ Bodensdorf am Ende den Punkt nehmen und das Spiel abhacken muss. Genau das zeigt, wie zwiespältig dieses Remis aus Sicht der Gäste war: erst die große Chance auf mehr, dann doch noch die Punkteteilung.

„Laufbereitschaft, Kampf, Energie“ haben gefehlt

Besonders interessant war, dass Mario Ladinig trotz der vielen vergebenen Chancen nicht nur den Abschluss kritisierte, sondern die eigene Leistung insgesamt ungewöhnlich offen beurteilte. „Heute war es eigentlich von unseren vier Spielen die schlechteste Partie“, sagte der Trainer von ASKÖ Bodensdorf. Seine Mannschaft habe zwar sehr gute Möglichkeiten herausgespielt, sei aber in vielen Bereichen nicht an das herangekommen, was er sehen wollte. „Laufbereitschaft, Kampf, Energie und ein geschlossenes Mannschaftsauftreten haben gefehlt“, so Ladinig. Gegen eine junge und kampfkräftige Mannschaft von Wernberg 1b sei ASKÖ Bodensdorf zu spät in die Zweikämpfe gekommen und habe zu lange gewartet. Gleichzeitig wollte er die Leistung des Gegners ausdrücklich nicht kleinreden. „Wernberg 1b hat eine gute Partie gemacht und einen verdienten Punkt“, sagte er. Vor allem die junge Truppe habe bissig agiert, viel über die Außen versucht und mit hohem Einsatz gespielt. Finley Silli sowie Gallo Nevio hob Ladinig dabei ebenso hervor.

Viel Arbeit, aber weiter ungeschlagen

Ganz ohne Positives wollte Mario Ladinig den Nachmittag dennoch nicht stehen lassen. „Das einzige Positive ist, dass wir noch immer ungeschlagen sind“, sagte er mit Blick auf die ersten vier Runden. Gleichzeitig machte er klar, wo ASKÖ Bodensdorf ansetzen muss. Die Mannschaft bekomme genügend Torchancen, müsse diese aber endlich konsequenter nützen und zudem defensiv als Kollektiv stabiler werden. „Defensiv war das heute von der ganzen Mannschaft leider nicht gut“, sagte Ladinig. Ein Extra-Lob gab es dafür noch für den Unparteiischen. „Der Schiedsrichter war der beste Mann am Platz heute“, meinte der Trainer und legte nach: „Er hat ein Superspiel geleitet.“ Für ASKÖ Bodensdorf geht es nun mit viel Arbeit in die nächste Trainingswoche, ehe laut Ladinig das nächste Spiel gegen Magdalen 1b wartet.

2. Klasse B: Wernberg 1b : Bodensdorf - 3:3 (1:0)

  • 80
    Luca Mattia Striednigg 3:3
  • 68
    David Basta 2:3
  • 55
    Nico Pirker 2:2
  • 52
    Valentino Fernando Corti 2:1
  • 48
    David Basta 1:1
  • 6
    Finley Silli 1:0