In der 2. Klasse B hat der SV Draschitz mit einem 3:1 gegen SC Landskron 1b einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Die Partie war lange enger, als es das Ergebnis am Ende sagt, doch Ahmet Pekel sah den Unterschied klar: "Routine hat gewonnen." Nach einer stabilen ersten Hälfte, einem kurzen Wackler nach der Pause und dem späten 3:1 durfte Draschitz am Ende über drei dringend gebrauchte Punkte jubeln.

Foto von My Profit Tutor auf Unsplash
Schon vor dem Anpfiff musste der SV Draschitz umstellen, weil vier Kräfte ausfielen, die sonst regelmäßig von Beginn an dabei sind. Trainer Ahmet Pekel erklärte das offen und ohne große Umschweife: "Wir haben auf vier Spieler verzichten müssen, die sonst in der Startelf stehen. Zwei war verletzt, zwei waren auf Urlaub. Dafür haben wir zwei junge Spieler von Beginn an gebracht." Auf dem Platz zeigte sich das zunächst in einer vorsichtigen Anfangsphase. "In der ersten halben Stunde war es ein ausgeglichenes Spiel im Mittelfeld", sagte der Trainer, und genau so entwickelte sich die Partie auch. Draschitz fand erst nach und nach besser in die Vorwärtsbewegung, kam dann aber zum wichtigen 1:0. Raphael Martinz traf in der 30. Minute, und dieser Treffer gab dem Heimteam die Führung, die es bis zur Pause über die Zeit brachte. Dass Draschitz mit einem 1:0 in die Kabine ging, passte zur Einschätzung des Trainers, der seine Mannschaft bis dahin als ordentlich organisiert und stabil sah.
Nach dem Seitenwechsel blieb Draschitz zunächst auf Linie. Pekel sprach davon, dass seine Mannschaft "wieder taktisch stabiler" gestanden sei, und diese Phase brachte auch das zweite Tor. Christoph Marko erhöhte in der 66. Minute auf 2:0, aus Sicht des Trainers erneut ein Ertrag der Standardsarbeit. "Die drei Tore waren Standards. Das erste Tor war ein Elfmeter, das zweite und das dritte waren Standards. Das haben wir die ganze Woche trainiert", sagte Pekel, der mit diesem Teil des Auftritts entsprechend zufrieden war. Ganz durch war die Partie damit aber noch nicht. "Nach dem 2:0 haben wir gedacht, wir haben das Spiel gewonnen. Dann ist die Konzentration runtergegangen", meinte der Draschitz-Coach. Die Folge kam schnell: Emanuel Michael Egger verkürzte in der 70. Minute auf 2:1. Damit war plötzlich wieder Spannung da, und Pekel räumte ein, dass seine Mannschaft in dieser Phase auch das nötige Glück hatte: "Landskron hat danach zwei Chancen gehabt. Das Spiel hätte auch 2:2 stehen können." Erst als Patrick Nischlwitzer in der 88. Minute das 3:1 nachlegte, war die Entscheidung endgültig gefallen.
Dass Draschitz den Vorsprung am Ende doch über die Linie brachte, führte Pekel nicht auf einen einzelnen Spieler zurück, sondern auf die Art, wie seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. "Wir waren heute taktisch disziplinierter, haben ballorientiert gut verschoben", sagte er. Gerade weil wichtige Stammspieler fehlten, war das für ihn ein wesentlicher Punkt. Im Umschaltspiel sah er zwar noch Luft nach oben, insgesamt gefiel ihm aber vor allem die Arbeit gegen den Ball: "Defensiv und kämpferisch waren wir besser. Im Zweikampf waren wir besser." Dazu kam für den Trainer ein spezieller Hintergrund, denn das Duell mit SC Landskron 1b war für ihn mehr als ein gewöhnliches Meisterschaftsspiel. "Für mich war das eine besondere Partie, weil ich dreieinhalb Jahre bei Landskron als Trainer tätig war", erzählte Pekel. Viele Spieler der Gäste kenne er noch aus dem Vorjahr, damals seien es U17-Spieler gewesen. Deshalb fiel sein Urteil über den Gegner auch respektvoll aus. Er beschrieb Landskron als junge, läuferisch starke und technisch gute Mannschaft und ergänzte: "Die werden sich noch besser machen." Der entscheidende Unterschied lag für ihn dennoch klar auf der Hand: "Wir waren die routiniertere Mannschaft. Das war entscheidend."
Für die Tabelle und das eigene Ziel war dieser Sieg aus Sicht des SV Draschitz besonders wichtig. Nach vier Runden hält die Mannschaft nun bei vier Punkten und will sich Schritt für Schritt aus dem unteren Bereich herausarbeiten. Pekel formulierte das nach dem Schlusspfiff deutlich: "Wir wollen unbedingt weg von unten. Deswegen waren diese drei Punkte sehr wichtig." Genau deshalb bekam der Heimsieg für ihn noch mehr Gewicht als ein gewöhnlicher Erfolg an einem frühen Meisterschaftswochenende. Der Trainer machte zugleich klar, dass der Weg damit nicht beendet ist. "Wir werden hart weiterarbeiten, damit wir einen Mittelfeldplatz erreichen", sagte er. Zum Gesamtbild des Nachmittags passte für ihn auch, dass die Partie trotz harter Zweikämpfe fair blieb. Der Schiedsrichter habe "keine großen Fehler gemacht", insgesamt sei es ein faires Spiel gewesen. Zum Schluss richtete Pekel den Blick noch auf das Umfeld und bedankte sich ausdrücklich bei den eigenen Anhängern: "Ich muss auch unseren Fans danken." So blieb unter dem Strich ein 3:1, das Draschitz nicht nur Punkte brachte, sondern auch ein Stück Sicherheit für die nächsten Wochen.