In der 2. Klasse B hat sich Rothenthurn 1b von SV Draschitz mit einem 0:0 getrennt. Trainer Robert Suprun sah bei großer Hitze lange eine zähe Partie mit wenig Tempo, meinte aber auch, dass für seine Elf in der Schlussphase mehr drinnen gewesen wäre. Vor allem nach der Pause wurde Rothenthurn stabiler, ließ kaum noch etwas zu und kam am Ende noch zu den besten Möglichkeiten des Nachmittags.

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Es war kein Spiel, das von Beginn an Fahrt aufgenommen hat. Suprun beschrieb die Bedingungen als wesentlichen Faktor und sagte klar: „Es war ein schwieriges Spiel. Es war sehr heiß, für September ungewöhnlich heiß, und das hat man beiden Mannschaften angemerkt.“ Genau das spiegelte sich auch auf dem Platz wider. Beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken, weil die Abwehrreihen gut standen und im Spiel nach vorne zu wenig Bewegung war. Rothenthurn tat sich zunächst vor allem im Mittelfeld schwer, Draschitz bekam dort phasenweise zu viel Raum. Trotzdem blieb es vor dem Tor lange ruhig. Die einzige echte brenzlige Szene der ersten Hälfte sah Suprun schon früh: „Der Gegner hat in der fünften Minute eine gute Chance gehabt, weil wir einen unnötigen Ballverlust gehabt haben.“ Viel mehr passierte bis zum 0:0 zur Pause dann aber nicht. Der Trainer brachte den ersten Durchgang deshalb treffend auf den Punkt: „Das war eigentlich von den Torchancen in der ersten Halbzeit so ziemlich alles.“
Nach dem Seitenwechsel gefiel dem Rothenthurn-Coach vor allem, dass seine Mannschaft mehr Ordnung ins Spiel bekam. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit besser gelöst, waren solider, haben besser und sicherer gestanden“, erklärte Suprun. Vor allem gegen die langen Bälle der Gäste wirkte seine Mannschaft nun deutlich griffiger. Draschitz hatte laut Suprun genau das geliefert, was erwartet worden war: viele hohe Zuspiele nach vorne, die Rothenthurn vor allem nach der Pause aber „sehr gut im Griff gehabt“ habe. Dadurch kippte das Spiel in der letzten Viertelstunde ein wenig in Richtung der Gastgeber. Suprun hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft körperlich noch mehr Reserven hatte als der Gegner, und genau daraus entstanden dann auch die besten Szenen. Christian Oppeneiger traf mit einem Lattenschuss das Aluminium, dazu kam ein scharfer Stanglpass, der nur knapp verpasst wurde. Außerdem hatte Rothenthurn noch zwei weitere gute Einschussgelegenheiten, bei denen der Abschluss am Ende nicht ins Tor fand. „Wir hätten zum Schluss schon noch den Sieg holen können“, sagte der Trainer deshalb ohne Umschweife.
Die Analyse von Suprun fiel nach dem Schlusspfiff recht klar aus. Er sah keinen großen Mangel an Einsatz, sondern eher das Problem, dass Rothenthurn erst spät wirklich Zugriff auf die entscheidenden Zonen bekam. „Wir haben es eigentlich erst in den letzten fünfzehn, zwanzig Minuten wirklich gut gemacht, dass wir auch Bälle im Mittelfeld erkämpft haben und dadurch zu Chancen gekommen sind. Das hätten wir eigentlich schon früher machen müssen“, sagte der Trainer. Dazu kam die fehlende Konsequenz vor dem Tor. Auch hier wurde Suprun deutlich: „Man muss aus diesen drei, vier Möglichkeiten in der letzten Viertelstunde einfach ein Tor machen.“ Dass defensiv nach der Pause kaum mehr etwas anbrannte, wertete er dagegen positiv. „Wir waren hinten eigentlich sehr stabil. Ich habe nie mehr die Angst gehabt, dass wir noch ein Gegentor bekommen.“ Unterm Strich bleibt für Rothenthurn also ein torloses Heimremis, mit dem man leben kann, das sich wegen der starken Schlussphase aber trotzdem eher nach liegengelassenen zwei Punkten anfühlen dürfte. Immerhin: Die Basis mit der besseren Stabilität war da, darauf wird man in den kommenden Spielen aufbauen wollen.