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„Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht“ – Seeboden rettet in Magdalen ein 4:3

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Magdalen 1b
Seeboden Juniors 1b

In der 2. Klasse B hat Magdalen 1b am Samstag gegen Seeboden Juniors 1b ein turbulentes 3:4 hinnehmen müssen. Die Gäste lagen mehrmals vorne, brachten die Partie aber trotzdem immer wieder selbst ins Wanken. Genau das sprach Trainer Mario Pirker nach dem Schlusspfiff offen an: Seeboden nahm die drei Punkte mit, musste nach dem 3:3 fünf Minuten vor Schluss aber noch einmal alles nach vorne werfen.

Bällesack

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Seeboden hat viel Ballbesitz, aber nicht den gewohnten Zug

Mario Pirker machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass ihn der Auftritt seiner Mannschaft trotz des Sieges nur teilweise zufriedenstellte. „Wir haben uns das Leben heute selber schwer gemacht, weil wir über neunzig Minuten nicht die gewohnte Leistung gebracht haben“, sagte der Trainer. Vor allem in der Anfangsphase sei Seeboden zwar spielbestimmend gewesen, im Aufbau aber zu langsam geblieben. Genau dort habe seiner Mannschaft die sonst übliche schnelle Spielweise gefehlt. Dazu kam, dass Magdalen laut Pirker gut dagegenhielt und über die gesamte Partie versuchte, mitzuspielen. Der Coach sprach den Gastgebern dafür ausdrücklich ein Kompliment aus. Trotzdem hatte Seeboden in der ersten Hälfte die Möglichkeiten, früher für klarere Verhältnisse zu sorgen. Weil einige Chancen ungenutzt blieben, dauerte es bis zur 30. Minute, ehe Michael Pölzl das 0:1 erzielte. Mit dieser knappen Führung ging es dann auch in die Pause.

Nach dem 0:2 wird die Partie offen, obwohl Seeboden schon wegzuziehen scheint

Direkt nach dem Seitenwechsel schien Seeboden zunächst auf Kurs zu sein. In der 55. Minute erhöhte Jakob Unterlerchner auf 0:2, und Pirker gab offen zu, dass seine Mannschaft in diesem Moment glaubte, nun würde das Spiel in die gewünschte Richtung laufen. Genau das passierte aber nicht. Nur zwei Minuten später kam Magdalen durch Michael Stephan Käfinger auf 1:2 heran. Pirker sprach dabei von einem „Geschenk“ an die Gastgeber, das die Partie sofort wieder spannend machte. Zwar stellte Michael Pölzl in der 66. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 1:3, doch auch dieser Vorsprung brachte nicht die erhoffte Ruhe. „Ausschlaggebend war das 3:1, wo wir jedoch den Sack nicht zugemacht haben“, sagte Pirker. Statt die Führung konsequent zu verwalten oder nachzulegen, ließ Seeboden die Gastgeber wieder herankommen. In der 75. Minute verkürzte Poyraz Cetin auf 2:3, und spätestens da war wieder spürbar, dass dieses Spiel noch lange nicht entschieden war.

Cetin gleicht aus, Spahic trifft spät zum Sieg

Die Schlussphase passte dann genau zu diesem wechselhaften Nachmittag aus Sicht der Gäste. Magdalen gab nicht auf und kam in der 85. Minute durch den zweiten Treffer von Poyraz Cetin tatsächlich noch zum 3:3. Pirker ärgerte vor allem, dass seine Mannschaft das Spiel in dieser Phase zu locker nahm. „Das 3:2 und das 3:3 waren aus unserer Sicht vermeidbar“, sagte er. Zugleich betonte der Trainer aber auch, dass seine Mannschaft nach dem Ausgleich noch einmal die richtige Reaktion zeigte. „Beim 3:3 haben wir gesagt: So, jetzt machen wir doch noch den Siegestreffer“, erzählte Pirker. Genau das setzte Seeboden wenig später um. In der 88. Minute traf Ammar Spahic zum 3:4 und sicherte den Auswärtssieg. Pirker sprach davon, dass seine Mannschaft dann noch einmal alles nach vorne geworfen und Charakter gezeigt habe. Gleichzeitig blieb er fair in der Einordnung, denn auch Magdalen habe sich den Punkt mit seiner Hartnäckigkeit beinahe verdient.

Viel Selbstkritik trotz drei Punkten

Gerade weil Seeboden das Spiel am Ende doch noch gewann, fiel die Analyse des Trainers umso deutlicher aus. Pirker sieht den wichtigsten Punkt nicht im Ergebnis, sondern in der Art und Weise. „Was wir vor dem Spiel besprechen, sollte dann auch im Spiel umgesetzt werden und nicht in Einzelaktionen enden“, sagte er. Vor allem bei Dribblings und bei der Umsetzung des Matchplans habe ihm die nötige Disziplin gefehlt. Dazu kam aus seiner Sicht ein Konzentrationsproblem über die vollen neunzig Minuten. „Es kann nicht sein, dass wir eine Torchance nach der anderen vergeben und dann über neunzig Minuten um den Sieg kämpfen müssen“, so Pirker. Den Gegner lobte er noch einmal für dessen Einsatz und dafür, nie aufgegeben zu haben. Auch mit der Spielleitung war er einverstanden: „Die Schiedsrichterleistung war ausgezeichnet. Strittige Szenen gab es keine.“ Der Blick geht nun schon weiter zum Derby gegen SV Obermillstatt. Dort, so machte Pirker klar, werde Seeboden mit einer Leistung wie in Magdalen nicht auskommen.

2. Klasse B: Magdalen 1b : Seeboden Juniors 1b - 3:4 (0:1)

  • 88
    Ammar Spahic 3:4
  • 85
    Poyraz Cetin 3:3
  • 75
    Poyraz Cetin 2:3
  • 66
    Michael Pölzl 1:3
  • 57
    Michael Stephan Käfinger 1:2
  • 55
    Jakob Unterlerchner 0:2
  • 30
    Michael Pölzl 0:1