Nach dem Vergleich mit SV Weitensfeld/Zweinitz in der 2. Klasse C ordnete der Trainer von Krumpendorf, Martin Johann Kaiser, die Partie sachlich, aber mit spürbarem Groll über einen frühen Knackpunkt ein. Er sprach von einem möglichen Torraub in der Anfangsphase, lobte die Kompaktheit des Gegners und nahm sein Team bei Standards in die Pflicht. Dazu kamen intensive Zweikämpfe, schwierige Platzverhältnisse und eine dünne Kulisse am Osterwochenende – Faktoren, die dem 1:3 aus Krumpendorfer Sicht den Rahmen gaben.

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Der erste Gesprächsfaden des Trainers führte zur zehnten Minute: „Für mich lag da Torraub vor. Selbst der Gegenspieler meinte, es sei ein Foul gewesen. Da hätte man auf Torraub entscheiden können – dann wäre Weitensfeld ab der zehnten Minute zu zehnt gewesen.“ Während Krumpendorf diesen Moment noch verdauen musste, setzten die Gastgeber den ersten Stich: In Minute 13 traf Martin Strebenitzer – 0:1 aus Krumpendorfer Sicht. Trotz intensiver Zweikämpfe und zahlreicher ruhender Bälle blieb es bis zur Pause beim 0:1, auch weil Weitensfeld in den Schlüsselmomenten abgeklärter agierte.
Nach Wiederbeginn erhöhte die Heimelf den Druck. Adrian Schindler nutzte in der 57. Minute die nächste Lücke – 0:2. Krumpendorf meldete sich zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt zurück: In Minute 73 verkürzte Marcel Kaiser mit einem energischen Abschluss auf 1:2, und die Gäste rochen am Ausgleich. „Nach dem 2:1 hatten wir eine hundertprozentige Chance zum 2:2, die wir leider nicht verwertet haben“, haderte Kaiser. Stattdessen folgte der nächste Nackenschlag: Thomas Golznig stellte in der 80. Minute auf 1:3 und kappte damit die aufkommende Hoffnung der Gäste.
Inhaltlich richtete Kaiser den Blick vor allem auf Verbesserungen bei ruhenden Bällen. „Wir hatten etliche Eckbälle, schon in der ersten Hälfte. Daraus müssen wir künftig mehr Kapital schlagen – an unseren Standards werden wir definitiv arbeiten.“ Parallel prägten äußere Faktoren das Gesamtbild: „Die Platzverhältnisse waren eher durchwachsen, und zu Ostern waren relativ wenig Zuschauer da. Da sollte sich der Verband überlegen, ob man an diesem Wochenende spielt.“ Sportlich zollte er dem Gegner Respekt: „Der Tabellenführer hatte auch das Glück des Tüchtigen und hat verdient gewonnen – mannschaftlich war Weitensfeld heute einen Tick kompakter.“