Zwischen WSG Brückl und SV Oberes Metnitztal in der 2. Klasse C dominierte die Vorsicht: Stefan Kitz stellte seine Elf bewusst tief, sprach von einem taktisch geprägten Duell und verwies auf vier bis fünf Ausfälle. Trotz früher Führung bestimmten aus seiner Sicht Eigenfehler die Wendepunkte. Einige Akteure hob er ausdrücklich hervor, zugleich richtet er den Blick bereits auf Purkersdorf – mit dem Vorsatz, die Abwehr noch einmal zu verstärken. Am Ende unterlag Brückl mit 1:4.

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„Wir haben uns bewusst mehr in die Defensive zurückgezogen und zunächst sehr diszipliniert verteidigt“, erklärte Kitz. Der Plan ging auf: In der 10. Minute stellte Philipp Wernig auf 1:0. Bis weit in die erste Halbzeit sah der Trainer seine Elf stabil: „Wir haben bis zur 35., bis zur 40. Minute 1:0 geführt.“ Kompaktes Verschieben, viele Zweikämpfe und Geduld vor der eigenen Abwehr prägten diese Phase.
Nach dem guten Start kippte die Partie: Fabian Drobesch glich in der 28. Minute zum 1:1 aus, ehe Samuel Leiter in der 35. Minute das 1:2 besorgte – Halbzeitstand. Direkt nach der Pause erhöhte Simon Schrittesser in der 48. Minute auf 1:3, in der 67. Minute legte er zum 1:4 nach. Kitz ordnete die Gegentore eigenen Unachtsamkeiten zu: „Wir haben uns mit Fehlern selbst geschadet.“ Während Brückl Standards insgesamt solide verteidigt sah, fehlte vorne das Quäntchen Glück: Zwei Aluminiumtreffer blieben ohne Ertrag – sinnbildlich für einen Nachmittag, an dem Kleinigkeiten den Unterschied machten.
Im Laufe der Partie übernahm Metnitztal zunehmend die Initiative. „Wir waren in der Defensive nicht so schlecht, aber Metnitztal hat nach und nach mehr vom Spiel gehabt“, resümierte Kitz. Seine Mannschaft verteidigte viel, auch weil die Substanz angesichts mehrerer Ausfälle fehlte. Positiv hob er einzelne Spieler hervor: Fabian Riegler, Philipp Wernig und Georg Rebernig überzeugten mit robusten Zweikämpfen und wichtigen Wegen nach vorne. Gleichzeitig müsse Brückl einfache Fehler abstellen und die Standardverteidigung noch stringenter organisieren. Der Blick geht nach vorn: „Gegen Purkersdorf wollen wir die Verteidigung noch einmal verstärken. Das ist kein leichter Gegner – wir müssen es einfach besser machen.“ Mit diesem Fokus auf Stabilität und gezielter Entlastung soll die Balance zwischen mutigem Anlaufen und kompakter Restverteidigung wieder besser greifen.