In der 2. Klasse C lieferte der SV Himmelberg dem Tabellenführer SV Weitensfeld/Zweinitz ein torreiches Duell, das die Gäste mit 6:4 für sich entschieden. Trainer Martin Sinz sprach von klar verteilten Rollen, lobte aber Einsatz und Moral seiner Elf. Weitensfeld agierte abgezockt, Himmelberg blieb dran und traf viermal. „Wir haben defensiv gut gearbeitet und sind zu Chancen gekommen“, sagte Sinz – am Ende setzten sich die routinierten Gäste durch, während Himmelberg den Kopf oben behielt und für ein sehenswertes Spiel sorgte.

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Der Start gehörte dem Leader: Früh stellte Thomas Golznig die Weichen, traf nach sechs Minuten zum 0:1 und legte nach 26 Minuten das 0:2 nach. Himmelberg fand sofort eine Antwort: Alexander Töfferl verkürzte in Minute 28 auf 1:2 und brachte Leben in die Partie. Doch Weitensfeld blieb eiskalt – Golznig schlug erneut zu (30.) und machte vor der Pause sogar seinen vierten Treffer (42.) zum 1:4. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hielt Ferdinand Senk die Hausherren mit dem 2:4 (44.) im Spiel. „Weitensfeld war von Anfang an die dominierende Mannschaft. Tabellenführer gegen Vorletzten, die Rollen waren klar verteilt“, ordnete Martin Sinz ein. Gleichzeitig wollte er die eigene Leistung nicht kleinreden: „Wir haben defensiv gut gearbeitet, gut verschoben, sind zu unseren Möglichkeiten gekommen. Weitensfeld war die cleverere und bessere Mannschaft.“ Zur großen Wende reichte es vorerst nicht, aber der Glaube war da, wie das späte Lebenszeichen vor der Pause zeigte.
Aus der Kabine kam Himmelberg mutig: Raphael Sinz stellte in Minute 49 auf 3:4, der Anschluss war da – und das Heimteam hatte wieder Oberwasser. Doch der Tabellenführer antwortete prompt und effizient: Philipp Prodinger traf zum 3:5 (57.), ehe Florian Prodinger nachlegte und das 3:6 (65.) markierte. Himmelberg gab sich nicht geschlagen und blieb bis zum Schluss dran, belohnte sich in Minute 88 mit dem 4:6 durch Mhd Rashad Al Akkad. „Wir haben den Kopf immer oben gehabt. Wir wollten nicht nur mitspielen, sondern aggressiv und fair gegen den Ball arbeiten – das hat funktioniert. Weitensfeld hat verdient gewonnen. Wir haben Moral bewiesen und brav gespielt“, sagte Sinz. Er meinte sogar: „Die zweite Halbzeit haben wir für uns entschieden.“ Auf dem Papier endete Abschnitt zwei 2:2 – gefühlt gewann seine Elf jedoch an Stabilität und Glauben, weil sie sich trotz der Rückschläge nie hängen ließ.
Im Fazit überwog beim Himmelberg-Trainer der Stolz auf das Kollektiv. „Vom Kollektiv her bin ich sehr zufrieden. Sie haben brav miteinander gearbeitet, sich gegenseitig unterstützt. Für die Startelf und die Ergänzungsspieler gibt es nur Lob – tipptopp“, betonte Martin Sinz. Dass am Ende der Unterschied zugunsten des Spitzenreiters ausfiel, erklärte er nüchtern: „Wir sind für Kleinigkeiten bestraft worden, das ist der Klassenunterschied zwischen Aufsteiger und Vorletzter.“ Zum Gegner fand er klare Worte: „Selbstvertrauen, Dominanz, miteinander reden, Zug nach vorn – man sieht, dass das ein würdiger Aufsteiger ist.“ Auch der Rahmen passte: „Top Schiedsrichterleistung, in jeder Situation Herr der Lage – ein attraktives, bissiges, faires Spiel“, lobte Sinz den Schiedsrichter. In der Tabelle marschiert Weitensfeld mit 57 Punkten weiter vorneweg, Himmelberg steht mit neun Zählern auf Rang 13 – doch die vier eigenen Treffer, die Moral und ein starker Auftritt nach der Pause liefern Ansatzpunkte, auf denen sich in den kommenden Wochen aufbauen lässt.