In der 2. Klasse C setzte sich Krumpendorf gegen SV Feldkirchen 1b mit 1:0 durch. Es war ein zähes Stück Arbeit, das erst in der Nachspielzeit belohnt wurde. „Wir waren das ganze Spiel spielbestimmend“, sagte Trainer Martin Johann Kaiser nach dem Schlusspfiff – und doch fiel der Goldtreffer erst ganz spät. Zur Pause hatte es 0:0 gestanden, ehe in Minute 93 Pascal Kaiser den entscheidenden Stich setzte und den Heimsieg fixierte.

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Krumpendorf trat von Beginn an als aktiveres Team auf, suchte den Ball und die Kontrolle, fand gegen disziplinierte Gäste aber lange nicht die klare Lücke. Schon die Pausenanzeige von 0:0 spiegelte das Bild: mehr vom Spiel beim Heimteam, aber ohne zählbaren Ertrag. Auch danach blieb es ein Geduldspiel, in dem die Hausherren dranblieben und sich nicht aus der Ruhe bringen ließen. Der späte Lohn folgte in Minute 93 – und der fiel, wie Martin Johann Kaiser schilderte, nach einem Standard: „Freistoß am Sechzehner-Eck, die Flanke wird abgewehrt, und im Nachschuss drückt Pascal Kaiser den Ball im Fünfer unter die Latte.“ Genau diese Konsequenz im entscheidenden Moment machte am Ende den Unterschied. Dass der Treffer so spät fiel, passte zum Verlauf: Krumpendorf hatte lange mehr Ballbesitz, belohnte sich aber erst ganz am Ende für die viele Arbeit.
Der Trainer hob nach dem Abpfiff vor allem die Haltung seiner Mannschaft hervor. „Wir haben nicht aufgehört zu spielen, wir waren immer hochkonzentriert. Das war heute das Tüpfelchen auf dem i“, betonte Kaiser. Aus seiner Sicht war das Heimteam über weite Strecken klar tonangebend: „Ballbesitz, glaube ich, siebzig zu dreißig für uns.“ Genau daraus leitete er auch den verdienten Erfolg ab, selbst wenn das 1:0 erst in der Nachspielzeit fiel. Gleichzeitig blieb der Blick ehrlich: „Verbesserungsmöglichkeiten gibt es definitiv beim letzten Ball ins letzte Drittel“, sagte Kaiser, und ergänzte im selben Atemzug das Lob für die Ordnung: „Die Kompaktheit war heute über weite Strecken top.“ Dieses Paket – Kontrolle, Geduld und Stabilität – trug Krumpendorf durch die Partie. Was noch fehlte, waren früherer Punch und mehr Genauigkeit im letzten Zuspiel.
Bei allem eigenen Selbstvertrauen hatte Kaiser auch anerkennende Worte für die Gäste parat. „Feldkirchen hat schon Chancen gehabt“, hielt er fest, und verwies speziell auf deren Offensivspitze: „Sie haben einen ganz guten Stürmer, die Nummer zehn. Der hat eh schon in der Unterliga aufgespielt und mir gut gefallen.“ Insgesamt sah er eine „junge, gute, ambitionierte Truppe“, die ihren Weg machen werde. Positiv fiel zudem die Leitung der Partie auf: „Der Schiedsrichter hat, was in seinen Möglichkeiten war, alles souverän geleitet“, so Kaiser. In der Tabelle stehen die Krumpendorfer nach 20 Runden bei 24 Punkten auf Rang zehn, Feldkirchen 1b hält bei 18 Zählern auf Platz elf – Zahlen, die das enge Ringen am Wörthersee an diesem Nachmittag gut einordnen.
Der Last-Minute-Dreier gibt Rückenwind, doch in Krumpendorf bleibt der Plan nüchtern: die Kompaktheit konservieren und vorne den nächsten Schritt machen. Kaiser hat das Arbeitsprogramm klar umrissen. „Verbesserungsmöglichkeiten gibt es definitiv beim letzten Ball ins letzte Drittel“, erklärte er, nachdem seine Elf schon über weite Strecken das Tempo und den Ball bestimmt hatte. Die Marschroute ist damit gesetzt: weiter konzentriert auftreten, den Ball laufen lassen und im entscheidenden Moment noch zielstrebiger werden. Der Sieg gegen Feldkirchen 1b taugt als Bestätigung für die Richtung – und als Erinnerung daran, dass sich Geduld auszahlt, wenn man, wie Kaiser sagt, „nicht aufhört zu spielen“ und bis zum Schluss fokussiert bleibt.