Spielberichte

Stefan Luschin (Trainer SV Union Gurk): "Teamspirit ist ein Wahnsinn"

WSG Brückl
SV Union Gurk

In der 20. Runde der 2. Klasse C setzte sich der SV Union Gurk bei brütender Hitze mit 4:0 bei der WSG Brückl durch. Nach einem 1:0 zur Pause legten die Gäste nach dem Seitenwechsel deutlich zu und machten den Auswärtssieg klar. Trainer Stefan Luschin sprach von einer reifen Leistung und hob den Zusammenhalt hervor: "Der Teamspirit ist ein Wahnsinn." Die Torschützen hießen Johannes Gebeneter, Florian Kronlechner und zweimal David Mitterer.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

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Gurk kontrolliert bei Hitze, Brückl bleibt mutig

Die Anfangsphase war geprägt von 28 Grad auf dem Platz und zwei Mannschaften, die rasch ihren Rhythmus finden wollten. Gurk hatte viel vom Spiel, wirkte im eigenen Aufbau aber noch zu ungeduldig. Stefan Luschin brachte es auf den Punkt: "Wir hatten das Spiel unter Kontrolle, waren aber im eigenen Ballbesitz zu hektisch." Dadurch kam Brückl trotz weniger Ballbesitz zu zwei, drei ordentlichen Möglichkeiten, die Gurk-Keeper Mario Pilgram souverän entschärfte. Als die Gäste das Tempo besser dosierten, folgte der Lohn: In Minute 27 traf Johannes Gebeneter aus der Distanz zum 0:1 – ein Abschluss, der genau in Gurks Plan passte. Mit der Führung im Rücken beruhigte sich das Spiel der Gäste sichtbar, die bis zur Pause weiter kontrollierten, ohne zu viel zu riskieren. Brückl blieb zwar mutig, doch echte Ausgleichschancen ließ Gurk nun kaum noch zu. Zur Halbzeit stand ein verdientes 0:1 auf der Tafel.

Nach der Pause zieht Gurk an: Kronlechner per Kopf, Mitterer schnürt den Doppelpack

Aus der Kabine kam Gurk mit klaren Ansagen. "In der Pause haben wir deutlich angesprochen, was nicht passt. Danach haben wir uns Chancen im Minutentakt erarbeitet", erklärte Luschin. Der erste Stich saß früh: Nach einem Einwurf stieg Florian Kronlechner am Fünfer am höchsten und köpfelte in der 50. Minute zum 0:2 ein. Bitter für ihn: Später musste er verletzt raus. Das System blieb dennoch stabil – Johannes Gebeneter rückte gezwungenermaßen auf die Außenbahn und setzte immer wieder tiefe Läufe. Aus der Innenverteidigung kam ein langer Ball, Gebeneter nahm Tempo auf und leitete weiter – David Mitterer zog durch und netzte in der 70. Minute zum 0:3. Luschin schwärmte: "Ein Traumtor, das man selten sieht." Gurk blieb am Drücker, spielte die Angriffe geduldig zu Ende und wurde erneut belohnt: In der 83. Minute machte Mitterer mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf – 0:4 und ein klares Statement der Gäste.

Teamspirit trotz Ausfällen, Lob für den Referee – und der Blick aufs nächste Heimspiel

Dass der Sieg in Brückl so deutlich ausfiel, wertete Luschin vor allem als Ergebnis echter Geschlossenheit. "Ab der ersten Minute war für mich klar, dass wir das Spiel gewinnen werden", sagte er – und das trotz einiger Rückschläge. Früh musste Linksfuß Simon Bacher runter, später erwischte es Torschütze Kronlechner. Schon vor Anpfiff fehlte Spielgestalter Johannes Arnold, ein Knipser stand angeschlagen nur auf der Bank. "Der Teamspirit ist ein Wahnsinn, die Burschen halten zusammen und setzen den Plan um", betonte der Coach. Besonders freute ihn der Mut im Aufbau: "Es wurde kein Ball von hinten abgeschlagen, wir wollten konsequent aufbauen." Auch für den Gegner fand er Worte: Brückl sei zu Beginn "sehr mutig" gewesen. Und es gab seltenes Schiedsrichter-Lob: "So einen Schiedsrichter wünscht man sich jede Woche." Mit dem Auswärtssieg festigt Gurk seine Position im Vorderfeld und richtet den Fokus auf das nächste Heimspiel: "Das nehmen wir mit und wollen zu Hause zeigen, wer das Sagen hat."

2. Klasse C: WSG Brückl : SV Gurk - 0:4 (0:1)

  • 83
    David Mitterer 0:4
  • 70
    David Mitterer 0:3
  • 50
    Florian Kronlechner 0:2
  • 27
    Johannes Gebeneter 0:1