In der 2. Klasse C hat sich SV Union Gurk bei der WSG Brückl mit 1:0 durchgesetzt und damit im zweiten Saisonspiel auf vier Punkte gestellt. Nach einem torlosen ersten Abschnitt entschied David Mitterer die Partie kurz nach Wiederbeginn. Trainer Stefan Luschin sah den Unterschied vor allem in der Geduld seiner Mannschaft.

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Lange brauchte diese Partie, um eine klare Richtung zu bekommen. Zur Halbzeit stand es 0:0, und genau dieses Zwischenresultat passte auch zu dem Bild, das Stefan Luschin von den ersten 45 Minuten zeichnete. Im Spielaufbau sei bei seiner Mannschaft noch nicht alles rund gelaufen, dazu habe WSG Brückl ein-, zweimal für Gefahr gesorgt. Der Trainer machte daraus kein Geheimnis, sondern ordnete den Beginn nüchtern ein. Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Spiel aus seiner Sicht aber deutlich. Schon in der 48. Minute brachte David Mitterer den SV Union Gurk mit 1:0 in Führung, und dieser Treffer gab den Gästen genau jenen Schub, der davor noch gefehlt hatte.
Gerade nach dem Führungstor sah Luschin seine Mannschaft klar im Vorteil. „Die zweite Halbzeit haben wir wirklich dominiert“, sagte der Trainer, und er verband diese Einschätzung gleich mit einem Punkt, der ihn trotz des Sieges weiter beschäftigt. Denn aus seiner Sicht ließ der SV Union Gurk nach dem 1:0 viele gute Möglichkeiten liegen, vor allem nach der Pause. „Wir haben wahnsinnig viele Chancen liegen lassen“, sagte Luschin, der darin auch erklärt sah, warum das Spiel bis zum Ende offen blieb. Gleichzeitig gefiel ihm, dass seine Mannschaft gegen den Ball kaum mehr etwas zuließ. „Wir haben dann eigentlich nichts mehr zugelassen“, meinte er, und gerade diese Mischung aus Kontrolle und mangelnder Effizienz zog sich durch den zweiten Durchgang.
Dass am Ende trotzdem ein Auswärtssieg ohne Gegentor herausschaute, wertete der Trainer besonders hoch, weil der SV Union Gurk personell einiges auffangen musste. Luschin sprach von Ausfällen bei Johannes Gebeneter, Thorsten Krassnitzer, Maximilian Lattacher und auch von Stammtorhüter Mario Pilgram, der laut Trainer fehlte. Dadurch musste Gurk nicht nur in der Viererkette umbauen, sondern auch mit einem neuen Torhüter antreten. Luschin betonte, dass dieser Ersatz kein geringerer als Alexander Payer ist mit Erfahrung in der Regionalliga und Kärntnerliga der Mannschaft „super zur Seite gestanden ist“ und viel Positives eingebracht habe. Im Zusammenspiel mit der neu formierten Abwehr habe das vor allem nach der Pause gut funktioniert, weil Gurk viele zweite Bälle gewann und in der Defensive deutlich stabiler wirkte als noch vor dem Seitenwechsel.
Neben dem Spielverlauf stellte Luschin vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit in den Mittelpunkt. „Jeder hat für jeden gekämpft“, sagte der Trainer, und ebenso wichtig war ihm ein anderer Punkt: „Keiner hat mit dem anderen herumgemeckert.“ Für ihn war genau das eine der Grundlagen dafür, dass seine Mannschaft auch in einer zähen Partie ruhig blieb. „Wir haben Geduld bewiesen und uns nicht verrückt machen lassen“, so Luschin. Den Gegner erlebte er dabei tief und unangenehm, was aus seiner Sicht auch mit den Erwartungen an Gurk zu tun hat. „Natürlich wissen alle, dass wir aufsteigen wollen“, sagte er. Umso wichtiger sei es gewesen, die drei Punkte mitzunehmen. Gleichzeitig blieb seine Warnung deutlich: Weil die Chancenverwertung wieder nicht optimal war, blieb eine 1:0-Führung bis zum Schluss heikel. Genau daran wird der SV Union Gurk trotz des erfolgreichen Abends weiter arbeiten müssen.