In der 2. Klasse C hat sich SV Union Gurk am Samstag mit 5:1 gegen die ASKÖ Poggersdorf Youngsters durchgesetzt. Nach dem 1:1 zur Pause zog die Mannschaft von Trainer Stefan Luschin in der zweiten Halbzeit klar davon und bestätigte damit genau jenen Eindruck, den der Coach nach dem Spiel schilderte: Gurk hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, blieb geduldig und belohnte sich am Ende doch noch deutlich.

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Der Trainer machte keinen Hehl daraus, wie er die ersten 45 Minuten gesehen hatte. „Es war eine turbulente erste Halbzeit. Eigentlich war es ein Spiel auf ein Tor, für uns“, sagte Stefan Luschin nach dem Schlusspfiff. Auf die Führung durch David Mitterer in der 23. Minute folgte aus seiner Sicht genau jener Moment, der den Gegner überhaupt in der Partie hielt: SV Union Gurk ließ einen Elfmeter ungenutzt und brachte sich damit um eine deutlich klarere Ausgangslage. „Wir haben den Gegner am Leben erhalten, weil wir den Elfmeter nicht gemacht haben“, sagte Luschin. Noch vor der Pause kam ASKÖ Poggersdorf Youngsters dann durch Marcel Delija zum 1:1. Der Spielstand war damit wieder offen, auch wenn der Gurk-Coach den ersten Durchgang klar auf seiner Seite gesehen hatte.
Nach dem Ausgleich verlor SV Union Gurk laut seinem Trainer aber nicht die Ruhe, sondern blieb seiner Linie treu. „In der zweiten Halbzeit haben wir wirklich nur auf ein Tor gespielt, super kombiniert und super Spielflüsse drinnen gehabt“, sagte Luschin. Zunächst fehlte seiner Mannschaft noch einmal die Belohnung, ehe Florian Novak in der 60. Minute das 2:1 erzielte. Gerade dieses Tor hob der Trainer später besonders hervor, weil es für ihn nicht nur sportlich wichtig war, sondern auch für den Spieler selbst. Beim Stand von 2:1 wurde es laut Luschin dann noch einmal brenzlig, weil fast das 2:2 gefallen wäre. Dass die Partie dennoch nicht mehr kippte, erklärte er mit dem Auftreten seiner Mannschaft. „In der zweiten Halbzeit haben wir schon gewusst, dass wir die Partie gewinnen werden“, sagte der Coach.
Die Entscheidung fiel dann nicht mit einem einzelnen Moment, sondern mit einer Schlussphase, in der die Heimischen ihre Überlegenheit endlich auch am Ergebnis ablesen konnten. David Mitterer stellte in der 80. Minute auf 3:1 und nahm den Gästen damit endgültig die Hoffnung auf etwas Zählbares. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Johannes Gebeneter erhöhte in der 85. Minute auf 4:1, ehe Mitterer in der 90. Minute mit seinem dritten Treffer des Abends den 5:1-Endstand herstellte. Gerade diese letzten Minuten passten genau zu jener Wahrnehmung, die Luschin vom ganzen Spiel hatte. Nach dem 3:1 sei seine Mannschaft „wirklich zu Top-Kombinationen gekommen“ und habe das Spiel „eigentlich überragend im Griff gehabt“. Aus einem zur Halbzeit noch offenen Abend wurde so doch noch ein klarer Heimsieg.
Besonders zufrieden war der Gurk-Trainer mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft trotz mancher verpasster Möglichkeit ruhig blieb. „Die größte Stärke lag in der Geduld und im Ruhepuls, den wir gehabt haben“, sagte Luschin. Vieles sei von hinten nach vorne sauber herausgespielt worden, auch wenn im letzten Drittel anfangs noch die letzte Ruhe gefehlt habe. Ein Sonderlob bekam Schlussmann Alexander Payer, der laut seinem Trainer einsprang und der Mannschaft viel Sicherheit gab. „Er macht wirklich eine super Partie und strahlt hinten einen richtigen Ruhepol aus“, sagte Luschin. Ebenso freute ihn das Tor von Florian Novak. „Besonders freut es mich, dass er sich heute mit dem Tor belohnen konnte“, meinte der Coach über einen Spieler, der „immer im Dienst der Mannschaft steht“. Auch für den Gegner fand er respektvolle Worte und sprach von einer „jungen, dynamischen Truppe“ mit einem „super talentierten Torwart“, der einige Chancen stark entschärfte. Mit sieben Punkten aus drei Spielen bleibt SV Union Gurk damit in der Spitzengruppe und nimmt aus diesem 5:1 reichlich Rückenwind mit.