Spielberichte

"Das 3:0 hat wehgetan" – Poggersdorf zeigt bei Wölfnitz/Oberglan nach der Pause Moral

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SG Wölfnitz/Oberglan Juniors
ASKÖ Poggersdorf Youngsters

In der 2. Klasse C mussten sich die ASKÖ Poggersdorf Youngsters bei der SG ASKÖ Wölfnitz/SV Oberglan Juniors mit 1:3 geschlagen geben. Trainer Franz Krall sah den entscheidenden Moment noch vor der Pause, als seine junge Mannschaft das 0:3 kassierte. Gleichzeitig hob er hervor, dass seine Elf nach dem Seitenwechsel deutlich besser ins Spiel fand, mehr Druck machte und bis zum Schluss Moral zeigte.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Früher Rückstand bringt Poggersdorf aus dem Rhythmus

Aus Poggersdorfer Sicht begann die Partie denkbar ungünstig. Schon in der 4. Minute brachte Christopher Buttazoni die Gastgeber in Führung, und genau dieses frühe Gegentor störte Krall besonders. "Das 1:0 ist einfach zu leicht passiert über den Seitenangriff", sagte der Trainer nach dem Spiel. Seine Mannschaft sei in dieser Szene nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen, dazu sei der Querpass vor dem Abschluss nicht verhindert worden. Danach hätten sich seine Spieler aber besser in die Partie hineingearbeitet und ordentlich dagegengehalten. Krall räumte dennoch ein, dass Wölfnitz/Oberglan vor der Pause mehr vom Spiel hatte. Er sprach von mehr Ballbesitz beim Gegner und erinnerte auch an zwei Stangenschüsse. Mit dem 2:0 durch Timo Schneider in der 27. Minute und dem 3:0 durch Matthias Sgonz in der 35. Minute war die Ausgangslage zur Pause klar gegen seine Mannschaft gekippt.

Beim 3:0 lag für Krall der Knackpunkt

Gerade das dritte Gegentor blieb Krall besonders hängen, weil aus seiner Sicht unmittelbar davor ein Handspiel im Aufbau nicht geahndet wurde. Er blieb in seiner Einordnung aber bewusst sachlich und machte daraus kein großes Thema. "Der Schiedsrichter trifft Entscheidungen, die sind zu akzeptieren. Die Leistung vom Schiedsrichter war in Ordnung", stellte er klar. Viel mehr störte ihn die Reaktion seiner eigenen Mannschaft in dieser Szene. Statt sofort weiterzuspielen, hätten einige seiner jungen Spieler reklamiert und dadurch den Fokus verloren. "Der Knackpunkt war halt das 3:0", meinte Krall deshalb deutlich. Beim Stand von 0:2 wäre aus seiner Sicht noch etwas möglich gewesen, gerade mit einem Anschlusstor vor oder nach der Pause. Das 0:3 noch vor dem Seitenwechsel "hat wehgetan", weil die Aufgabe damit noch einmal deutlich schwieriger wurde.

Starke zweite Halbzeit macht dem Trainer Mut

Umso mehr gefiel dem Poggersdorfer Coach, wie seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel reagierte. Krall stellte um, nahm Wechsel vor und sah danach genau das, was er in der Kabine eingefordert hatte. "In der zweiten Halbzeit haben sie das perfekt umgesetzt", sagte er. Poggersdorf machte die Mitte besser zu, attackierte konsequenter und kam selbst über die Seiten besser ins Spiel. Wölfnitz/Oberglan, das vor der Pause noch das aktivere Team gewesen war, fand laut Krall offensiv kaum mehr Lösungen. "Der Gegner hat keine Chance mehr gehabt", sagte der Trainer über diese Phase. Dass die Gäste in der 85. Minute durch Johannes Stippich noch zum 1:3 kamen, passte für ihn ins Bild einer deutlich verbesserten zweiten Hälfte. Der Treffer sei schön herausgespielt gewesen, und insgesamt habe seine Elf gezeigt, dass sie auch nach einem klaren Rückstand nicht aufgibt.

Verdiente Niederlage, aber kein schlechtes Gefühl

Deshalb fiel Kralls Fazit trotz der Niederlage nicht nur kritisch aus. Er sprach mehrfach von Moral, Charakter und von einer Mannschaft, die noch in einer Lernphase steckt. "Die Jungs haben Charakter und Moral bewiesen", sagte er, und genau das war für ihn die wichtigste Erkenntnis des Abends. Wölfnitz/Oberglan sei mit seiner jungen Mannschaft in manchen Situationen einfach schon einen Schritt weiter gewesen, das müsse man auch anerkennen. Gleichzeitig sah Krall bestätigt, dass sein Kader ausgeglichen besetzt ist, weil die Wechsel keinen Bruch ins Spiel gebracht hätten. Unterm Strich ordnete er den Heimsieg der Gastgeber als verdient ein, vor allem wegen der ersten Hälfte. Für Poggersdorf nahm er aber mit, dass seine Elf nach dem 0:3 nicht auseinanderfiel, sondern bis zum Ende weiterarbeitete und sich das späte Tor redlich verdiente.

2. Klasse C: SG Wölfnitz/Oberglan Juniors : ASKÖ Poggersdorf Youngsters - 3:1 (3:0)

  • 85
    Johannes Stippich 3:1
  • 35
    Matthias Sgonz 3:0
  • 27
    Timo Schneider 2:0
  • 4
    Christopher Buttazoni 1:0