In der 2. Klasse C hat SV Union Gurk beim 3:3 gegen SV Naturstein Kogler St. Urban einen Sieg aus der Hand gegeben. Die Gurktaler führten nach einer starken Anfangsphase schon 2:0, lagen später sogar 3:1 vorne und standen am Ende doch nur mit einem Punkt da. Trainer Stefan Luschin machte nach dem Schlusspfiff vor allem zwei Dinge aus: die vielen vergebenen Chancen und die fehlende Konsequenz, um die Partie sauber zu Ende zu spielen.

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Der Beginn gehörte klar den Gastgebern. Gurk war nach den Worten von Stefan Luschin „in den ersten 20 Minuten spielbestimmend“ und setzte das auch rasch in Zählbares um. Johannes Gebeneter brachte die Heimelf in der 12. Minute mit 1:0 in Front, David Mitterer erhöhte in der 26. Minute auf 2:0. Damit war die Partie aus Sicht der Gurktaler ideal angelaufen, doch genau in dieser starken Phase verpassten sie es, den Gegner entscheidend zu treffen. „Wir haben die Chancen auf das 3:0 und 4:0 kläglich liegen lassen“, sagte Luschin. Für den Trainer lag darin schon der erste große Punkt dieses Nachmittags. Gurk hatte das Spiel zunächst im Griff, belohnte sich aber nicht ausreichend und ließ St. Urban dadurch in einer Partie, die aus Sicht der Hausherren deutlich früher klarer hätte stehen können.
Kurz vor dem Seitenwechsel bekam die Begegnung dann eine andere Richtung. Philipp Kandut verkürzte in der 44. Minute auf 2:1. Luschin sah darin jenen Abschnitt, in dem die Gäste besser hineinfanden. „Dann hat St. Urban angefangen, Fußball zu spielen“, sagte der Trainer, der danach auch einige Möglichkeiten des Gegners sah. Dennoch schien Gurk die Sache in der Schlussphase wieder auf seine Seite zu ziehen. Luschin hob ausdrücklich die Einwechslung von Florian Kronlechner hervor, der „noch einige gute Akzente in der Offensive“ gesetzt habe. Kronlechner war es dann auch, der in der 81. Minute das 3:1 erzielte. Viel sprach in diesem Moment für drei Punkte, doch die Gastgeber brachten den Vorsprung nicht ins Ziel. Jovan Mudrinic traf in der 87. Minute zum 3:2, ehe Rene Presinell in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 3:3 erzielte. „Was uns gefehlt hat, war die Abgebrühtheit, die Zuordnung und auch die Führung, um das Spiel nach Hause zu spielen“, brachte es Luschin auf den Punkt.
Besonders bitter war für Gurk, dass nach dem späten Ausgleich sogar noch eine letzte Möglichkeit auf den doch noch möglichen Sieg da war. Luschin berichtete davon, dass seine Mannschaft nach dem 3:3 nur noch einen Angriff gehabt habe und Johannes Gebeneter dabei „wirklich sehr platziert“ auf das lange Kreuzeck gezielt habe. Der Torhüter der Gäste konnte aber stark parieren, damit blieb es beim Remis. Für den Trainer war die Einordnung danach eindeutig: „Für St. Urban ist es ein gewonnener Punkt, für uns leider zwei verlorene Punkte.“ Zugleich fand er auch respektvolle Worte für den Gegner, der „sehr fair“ gewesen sei und „nie aufgehört hat zu kämpfen“. In Gurk wird die Aufarbeitung nach diesem 3:3 nun klar ausfallen. „Wir werden die Chancen ansprechen und daran arbeiten“, kündigte Luschin an. Nach einem Spiel mit sechs Toren und zahlreichen Möglichkeiten bleibt bei den Gastgebern vor allem das Gefühl, einen Heimsieg aus einer sehr guten Ausgangslage noch hergeschenkt zu haben.