Im Duell der 2. Klasse C hielt SV Himmelberg beim HSV lange gut mit, stand am Ende aber mit einem klaren 0:5 da. Trainer Martin Sinz sah trotzdem mehr als nur das Resultat. Seine Mannschaft begann stark, verlor die Partie aus seiner Sicht aber nach der Pause, weil Zuordnung, Abstände und später auch Konzentration nicht mehr passten. So wurde aus einer ordentlichen ersten Hälfte noch eine deutliche Niederlage.

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Wer nur auf das Ergebnis schaut, übersieht zunächst, dass Himmelberg ordentlich in die Partie kam. Sinz schilderte den Beginn so: "Die ersten 20, 25 Minuten waren wir fast spielbestimmend." Dazu passte auch seine weitere Einordnung, dass seine Mannschaft in dieser Phase "taktisch alles umgesetzt, aggressiv und bissig" gewesen sei. Erst danach wurde das Spiel laut dem Trainer ausgeglichener. Kurz vor der Pause bekam die Begegnung dann aber doch eine klare Richtung. In der 42. Minute brachte Simon Mayrhofer den HSV mit 1:0 in Führung. Sinz sprach dabei von einem Treffer, der aus seiner Sicht etwas glücklich zustande kam, weil die Gastgeber durch einen Freistoß zum Tor kamen. Mit dem 0:1 zur Pause war die starke erste Hälfte der Gäste plötzlich nur noch wenig wert.
Entscheidend wurde dann der Wiederbeginn. Genau dort setzte auch die Analyse des Himmelberger Trainers an. "In der zweiten Halbzeit haben wir leider die Zuordnung nicht gefunden", sagte Sinz, und damit war aus seiner Sicht der Punkt benannt, an dem die Partie wegkippte. Der HSV nutzte diese Phase schnell aus und erhöhte in der 54. Minute durch Matthias Puchner auf 2:0. Danach bekam Himmelberg die Ordnung nicht mehr so hin wie vor der Pause. Sinz verwies außerdem darauf, dass die Kondition nachließ und damit auch die Konzentration. Die Gastgeber kamen dadurch "zu guten Chancen, die sie nach und nach genutzt haben". Puchner legte in der 77. und 82. Minute noch zwei weitere Treffer nach, ehe Philip Müller in der 89. Minute den 5:0-Endstand herstellte.
Auf die Frage nach dem Knackpunkt brauchte Sinz gar nicht lange zu überlegen. "Wir waren zu weit auseinander", sagte der Himmelberger Trainer sehr klar. Für ihn hing daran fast alles, was nach der Pause nicht mehr funktionierte. Was in der ersten Halbzeit noch gut aussah, ging in der zweiten verloren. "Das, was in der ersten Halbzeit super funktioniert hat, hat in der zweiten Halbzeit nicht funktioniert", fasste er es zusammen. Dazu kam aus seiner Sicht ein weiterer entscheidender Faktor beim Gegner. Sinz machte vor allem den Spielmacher des HSV als Schlüsselfigur aus: "Den haben wir nicht unter Kontrolle gehabt. Er hatte ein gutes Auge und hat die Bälle verteilt." Dass der HSV nach der Pause immer besser ins Rollen kam, passte genau zu dieser Beobachtung.
Auch wenn das 0:5 am Ende deutlich ausfiel, wollte Sinz die erste Hälfte nicht unter den Tisch fallen lassen. "Die ganze erste Halbzeit hat gepasst", sagte er, und diese Aussage zeigt, woran sich Himmelberg nach dieser Niederlage eher festhalten will als am nackten Endstand. Für den Trainer war es keine Partie, in der Nebenschauplätze eine Rolle spielten. Über mögliche strittige Szenen oder Diskussionen rund um den Unparteiischen wollte er gar nicht reden und antwortete darauf knapp mit "Nein". Der Blick ging bei ihm ganz klar auf die eigene Leistung. Wenn Himmelberg die Kompaktheit, Aggressivität und Ordnung aus den ersten 45 Minuten länger auf den Platz bringt, dürfte sich das Bild in den nächsten Spielen eher an dieser Phase als an der klar verlorenen zweiten Halbzeit orientieren.