In der 2. Klasse D musste St. Stefan NextGen gegen den Eberndorfer AC eine 0:4-Heimniederlage hinnehmen (0:1). Trainer Milazim Rexhaj sprach nach dem Spiel von einer „ganz schweren Situation“ mit Verletzungen und Doppelbelastungen – und von fehlender Effizienz vor dem Tor. Während seine junge Elf Chancen liegen ließ, trafen die Gäste in den entscheidenden Momenten eiskalt. Vor allem Jakob Rems wurde mit zwei Treffern zum Mann des Spiels.
Der Auftakt gehörte keineswegs nur den Gästen. St. Stefan arbeitete sich oft sauber bis an den Sechzehner, ohne den letzten Pass zu finden. „Wir sind im Moment in einer ganz schweren Situation“, erklärte Milazim Rexhaj, „trotzdem haben wir in der ersten Halbzeit eine sehr gute Partie geliefert. Für mich waren wir sogar stärker und hatten mehr Möglichkeiten bis zum Sechzehner.“ Dann kostete ein eigener Einwurf die gute Ausgangslage: „Einwurf für uns, dann der unnötige Ballverlust – und zwanzig Sekunden später war der Ball im Netz“, so Rexhaj. Jakob Rems jagte den Ball in Minute 41 unhaltbar zum 0:1 ins Tor. „Das war für mich ein wunderschöner Schuss aus rund 25 Metern. Ein einziger Fehlpass, und wir werden gleich bestraft.“ Mit dem knappen Rückstand ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie endgültig. „Unser Stürmer Nico Skriner war angeschlagen, er konnte nicht weitermachen“, schilderte Rexhaj. „Ich musste einen jungen Burschen bringen, der wegen der Berufsschule kaum trainiert. Unser Kader ist im Moment zu klein, viele haben eine Doppelbelastung mit der U17 oder der Zweier.“ Eberndorf roch den Braten und legte schnell nach: In der 57. Minute stellte Daniel Faak auf 0:2. „Drei von uns gehen gleichzeitig zum Ball, einer köpft ihn dem Gegner auf die rechte Seite – und der steht allein vor dem Tormann“, ärgerte sich der Coach. Beim 0:3 (63.) traf erneut Rems – diesmal nach Ecke. „Ein unnötiger Eckball, unser Tormann war unbedrängt. Standards sind im Moment unser Problem. Dann nimmt er den Ball volley vom Sechzehner, wieder unhaltbar.“ Trotz des klaren Rückstands gab sich St. Stefan nicht auf. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit drei, vier gute Chancen – drei davon hundertprozentig. Aber wir können nichts gewinnen, wenn wir keine Tore schießen. Uns fehlt der entscheidende Pass.“
In der Schlussphase sorgte Josef Hrowath in Minute 82 mit dem 0:4 für den Endstand. Strittige Szenen? Fehlanzeige. „Der Schiedsrichter war in Ordnung, er hat normal gepfiffen“, sagte Rexhaj. Den Unterschied machte für ihn einzig die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor: „Die Gegner waren effizient. Die Tore – das fehlt bei uns. Wir probieren viel und trainieren Abschlüsse, aber im Match geht es momentan nicht.“ Während Eberndorf als Vierter weiter vorne mitmischt, steckt St. Stefan als Zwölfter im hinteren Drittel. Rexhaj blickt dennoch nach vorn: „Ich hoffe, dass bald ein paar Spieler zurückkommen. Dann werden wir offensiv wieder stärker und können unsere Chancen verwerten. Wir arbeiten weiter.“