Spielberichte

„Die Offensive muss noch effektiver werden“: Mayerhofer ordnet Frantschachs Lage ein

FC Frantschach

In der 2. Klasse D steht FC Mondi Frantschach nach einer wechselhaften Phase auf Rang neun. Nach dem 1:7 gegen Annabichler SV 1b zog Trainer Martin Mayerhofer eine nüchterne Bilanz. Die Einstellung der Mannschaft habe gepasst, sagt er, gleichzeitig fordert er mehr Konzentration in der Umsetzung, ein schnelleres Umschalten und mehr Effektivität im Abschluss. Denn die letzten Wochen zeigten sehr deutlich, wie weit die Ausschläge noch auseinandergehen können.

Pinker Fußball neben Torstange

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Zwischen klaren Siegen und deutlichen Rückschlägen

Die letzten fünf Ergebnisse fassen die Lage in Frantschach ziemlich treffend zusammen. Dem 4:3 gegen St. Stefan NextGen folgte ein 2:6 gegen ASK Klagenfurt. Danach kamen wieder ein 3:1 gegen SC Diex und ein deutliches 6:0 gegen SV Rasenschach Tainach, ehe zuletzt das 1:7 gegen Annabichler SV 1b den positiven Eindruck wieder klar dämpfte. Gerade diese Serie zeigt, dass in der Mannschaft einiges steckt, dass die Leistungen aber noch zu stark schwanken. Mayerhofer will die guten Ansätze deshalb nicht kleinreden. „Die Einstellung der Mannschaft hat gut gepasst“, sagt der Trainer. Dazu kommt seine zweite Beobachtung, die trotz des letzten klaren Rückschlags wichtig bleibt: „Wir haben in den letzten Spielen Fortschritte gemacht.“ In der Tabelle steht Frantschach damit auf Rang neun, und genau zwischen diesen beiden Polen bewegt sich derzeit auch die Bewertung des Trainers: ordentliche Ansätze auf der einen Seite, fehlende Konstanz auf der anderen.

Mayerhofer will die Mannschaftsleistung klarer sehen

Besonders interessant war im Gespräch, dass Mayerhofer nicht einfach nur auf Ergebnisse verwies, sondern sehr bewusst die eigene Mannschaftsleistung ansprach. „Verbesserungspotenzial ist auf jeden Fall, die Mannschaftsleistung genauer zu definieren“, sagt er. Gemeint ist damit nicht ein einzelner Bereich, sondern das gesamte Auftreten als Team. Der Trainer führte diesen Punkt noch genauer aus und machte klar, dass für ihn die Umsetzung noch sauberer werden muss. „Die Mannschaftsleistung muss noch konzentrierter umgesetzt werden, vor allem in unserer spielerischen Leistung und in der Taktik“, lautet seine Einschätzung. Das passt auch zum bisherigen Saisonbild. Frantschach hat immer wieder gezeigt, dass Punkte möglich sind und dass die Mannschaft Spiele auch klar für sich entscheiden kann. Gleichzeitig waren die Unterschiede von Spiel zu Spiel zu groß, um sich in der Tabelle weiter nach vorne zu schieben. Für Mayerhofer liegt der Kern also weniger im grundsätzlichen Wollen, sondern vielmehr darin, die vorhandenen Ansätze als Mannschaft regelmäßiger und klarer auf den Platz zu bringen.

Die größten Hebel liegen im Umschalten und im Abschluss

Noch deutlicher wurde der Trainer bei den Punkten, an denen nun konkret gearbeitet werden soll. „Die Defensive muss schneller in die Offensive umschalten und die Offensive muss noch effektiver werden im Abschluss“, sagt Mayerhofer. Genau in diesen beiden Bereichen sieht er also die größten Hebel für die nächste Phase. Auch ohne einzelne Spielszenen herauszugreifen, lässt sich das mit den jüngsten Resultaten gut verbinden. Frantschach hat in den vergangenen Wochen Tore erzielt und mit dem 6:0 gegen Tainach auch gezeigt, dass vorne vieles funktionieren kann. Gleichzeitig machen Niederlagen wie das 2:6 gegen ASK Klagenfurt oder das 1:7 gegen Annabichler SV 1b klar, dass die Balance noch nicht stabil genug ist. Wenn der Weg nach vorne schneller und sauberer wird, kann sich das Spiel der Mannschaft insgesamt festigen. Und wenn die Offensive ihre Möglichkeiten konsequenter nutzt, kann Frantschach aus ordentlichen Auftritten auch öfter Zählbares mitnehmen. Mayerhofers Analyse bleibt damit einfach, aber sehr konkret: hinten schneller denken, vorne besser abschließen.

Kaum Abgänge, Kontinuität als Grundlage für die nächste Phase

Auch personell ist die Lage beim Tabellenneunten vergleichsweise ruhig. Abgänge gibt es laut Mayerhofer keine, größere Unruhe im Kader ist also nicht vorhanden. Das ist in dieser Situation ein wichtiger Punkt, weil die Mannschaft nicht bei null beginnen muss, sondern auf einer bestehenden Basis weiterarbeiten kann. Als Neuzugang nannte der Trainer einen neuen Tormann, weitere Details dazu blieben im Gespräch aber noch offen. Insgesamt deutet damit vieles eher auf Feinarbeit als auf einen großen Umbau hin. Der Ausblick ist aus Sicht des Trainers ohnehin klar umrissen. Die gute Einstellung soll bleiben, die sichtbaren Fortschritte sollen abgesichert werden, und vor allem die Abläufe zwischen Defensive und Offensive müssen klarer werden. Wenn Frantschach genau dort ansetzt, wo Mayerhofer die Baustellen sieht, dann kann aus einer bislang wechselhaften Phase noch eine stabilere werden. Die Richtung hat der Trainer jedenfalls deutlich vorgegeben.