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„Die Stimmung ist sehr positiv“ – Maria Rain stellt sich nach dem Trainerwechsel neu auf

Maria Rain

In der 2. Klasse D richtet der SV Maria Rain den Blick bereits klar nach vorne. Nach Rang sieben mit 29 Punkten und einem 2:1 zum Saisonabschluss gegen SC Diex spricht Co-Trainer Esmir Brkic von einer guten Grundstimmung im Verein. Der Sommer steht in Maria Rain ganz im Zeichen des Neuaufbaus, des Trainerwechsels und der Frage, wie man auf dem vorhandenen Fundament weiterarbeiten kann.

Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash

Brkic übernimmt mehr Verantwortung und blickt bewusst nach vorne

Wenn Brkic auf die vergangene Saison angesprochen wird, bleibt er zunächst bewusst zurückhaltend. Einen großen sportlichen Rückblick will er gar nicht liefern, weil er in dieser Rolle damals noch nicht verantwortlich war. „Die letzte Saison habe ich nicht als Trainer begleitet. Deswegen kann ich dazu nicht viel sagen“, sagt er offen. Gerade deshalb legt er den Schwerpunkt nicht auf lange Analysen, sondern auf das, was jetzt ansteht. Klar ist allerdings, dass sich im Trainerbereich etwas getan hat. „Der Haupttrainer ist nicht mehr dabei. Ich habe übernommen“, erklärt Brkic. Das ist in Maria Rain die auffälligste personelle Veränderung dieser Wochen. Nach einer Spielzeit, die auf Platz sieben endete und in den letzten fünf Runden zwei Siege sowie drei Niederlagen brachte, will der Verein nun den nächsten Schritt in einer neuen Konstellation setzen. Brkic spricht nicht von einem kompletten Umbruch, aber sehr wohl von einer Phase, in der vieles noch in Bewegung ist.

Positive Stimmung trotz offener Fragen im Kader

Gerade deshalb ist für Brkic wichtig, dass rund um die Mannschaft eine gute Grundhaltung da ist. „Die Stimmung ist sehr positiv. Die Mannschaft ist motiviert. Die Vereinsverantwortlichen und ich als Trainer sind auch motiviert, freuen uns auf die neue Saison und arbeiten schon hart daran“, sagt er. Diese Aussage zieht sich im Moment wie ein roter Faden durch Maria Rain. Der Kader ist aus seiner Sicht nicht in einer Lage, in der Panik notwendig wäre. „Der Kader steht schon ziemlich gut“, hält Brkic fest. Gleichzeitig verschweigt er nicht, dass noch gearbeitet wird und dass der Vorstand weiter in Gesprächen ist. Maria Rain setzt dabei nicht nur auf mögliche Ergänzungen, sondern vor allem auf jene Spieler, die schon da sind. „Wir haben junge, motivierte Spieler schon in der Vorsaison gehabt. Mit denen wollen wir natürlich weiter unseren Weg gehen“, so Brkic. Auffällig ist auch, dass er keinen einzelnen Spieler heraushebt. Für ihn steht das Kollektiv im Mittelpunkt. „Die ganze Mannschaft hat sich sehr gut entwickelt. Sie ist zusammengewachsen“, sagt er. Und er ergänzt: „Jeder einzelne Spieler hat eine positive Entwicklung gemacht, spielerisch wie auch menschlich.“

Verletzte arbeiten sich zurück, die Vorbereitung soll das Fundament festigen

Neben der Kaderplanung spielt auch die personelle Situation in der Vorbereitung eine Rolle. Brkic berichtet von einigen Ausfällen, zeichnet dabei aber kein düsteres Bild. „Ein, zwei Spieler sind verletzt, sind aber schon wieder im Training oder im Aufbau. Sie fühlen sich schon ziemlich gut“, erklärt er. Gleichzeitig gibt es auch längere Ausfälle, die man im Verein natürlich im Blick hat. „Ein, zwei Spieler fallen leider länger aus, aber wir hoffen das Beste und natürlich, dass es keine weiteren Verletzungen gibt“, sagt der Maria-Rain-Co-Trainer. Genau deshalb soll der Start in die Vorbereitung nun sauber aufgebaut werden. Große Schlagworte oder besondere Experimente kündigt Brkic nicht an. Er setzt eher auf einen klaren, bodenständigen Zugang. „Wir haben keine speziellen Schwerpunkte. Wir wollen bald mit dem Training anfangen, damit wir für den Saisonbeginn vorbereitet sind“, sagt er. Dahinter steckt keine Ausweichantwort, sondern eine klare Linie: zuerst Stabilität, dann Entwicklung. Für Brkic geht es darum, die Mannschaft enger zusammenzuführen und das bereits Vorhandene weiter auszubauen.

Kein großes Reden über Gegner, dafür ein klarer Fokus auf den eigenen Weg

Auch im Blick auf die kommende Saison bleibt Brkic bei dieser Linie. Einen besonderen Rivalen oder ein Team, das ihn zuletzt besonders beeindruckt hätte, nennt er nicht. „Es gibt keinen speziellen Gegner, der uns besonders beeindruckt hat. Jeder Gegner hat seine individuellen Stärken“, sagt er. Für Maria Rain heißt das in der Praxis, den Fokus weniger auf andere und stärker auf die eigene Entwicklung zu legen. Brkic weiß, dass in der Liga jeder aufrüsten und vorne mitspielen will, gerade deshalb will er die eigene Arbeit nicht von außen abhängig machen. „Wir wollen als Mannschaft zusammenwachsen und auf dem Fundament, das schon da ist, weiter aufbauen“, betont er. Das klingt nicht nach großen Versprechen, aber sehr wohl nach einer klaren Richtung. Maria Rain geht mit einem neuen Verantwortlichen an der Seitenlinie, mit einer laut Brkic motivierten Gruppe und mit einem Kader, mit dem man grundsätzlich zufrieden ist, in die nächsten Wochen. Bis zum Saisonstart soll genau daraus mehr werden als nur eine ordentliche Ausgangslage.