Der 2. Klasse D-Zehnte Annabichler SV 1b blickt auf eine Saison des Lernens zurück. Ex-Trainer Wilhelm Sandner sieht klare Schritte nach vorne, mahnt aber Geduld ein: Den vielen jungen Spielern müsse Zeit gegeben werden. Auffällig: Mehrere Jungs stemmten Woche für Woche die Doppelbelastung zwischen 1b und U17. Sandner verabschiedet sich nach Saisonende, wünscht dem Verein alles Gute – und lobt seine Truppe für Haltung und Entwicklung.

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Wilhelm Sandner beschreibt eine Mannschaft, die über die Monate reifer geworden ist. „Unsere jungen Spieler haben sich besser an den Kampfmannschaftsfußball gewöhnt, sie haben körperlich dagegengehalten und fußballerisch noch einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt der Coach im Rückblick. Für ihn ist aber klar, dass Entwicklung Zeit braucht. „Wichtig ist, dass wir den jungen Spielern Zeit geben, sich zu entwickeln, und keinen unnötigen Druck machen.“ Besonders greifbar wird der Fortschritt am Beispiel von Daniel Stark. „Am Anfang der Saison hat er sich im Kampfmannschaftsfußball sehr schwer getan, zum Schluss war er schon eine sehr gute Stütze als Innenverteidiger in der 1b“, erklärt Sandner und verweist damit auf den Weg, den viele seiner Burschen eingeschlagen haben.
Die sportliche Zukunft plant der Annabichler SV 1b ohne Sandner. „Ich war bis Saisonende Trainer beim Annabichler SV 1b“, stellt er klar, einen Nachfolger kann er nicht nennen: „Das muss die sportliche Leitung beantworten.“ Auch bei strukturellen Themen hält er sich bewusst zurück und verweist ebenfalls an die Verantwortlichen. Aus seiner Sicht ist entscheidend, dass die Arbeit in Ruhe weitergeht. „Wichtig ist, den Jungs Zeit zu geben und keinen Druck aufzubauen“, betont er erneut. Positiv: Zum Saisonende hin gab es laut Sandner keine Ausfälle. „Meines Wissens nach waren zu Saisonende alle Spieler fit.“ Mit Blick auf die Tabelle – Rang zehn nach 24 Spielen – ordnet er die Lage nüchtern ein: Entwicklung ja, aber eben Schritt für Schritt.
Prägend für die Saison war die dünne Personaldecke. „Ich bin stolz auf jeden einzelnen Spieler, vor allem, dass sie meist doppelt gespielt haben“, sagt Sandner. Er wird konkret: „Acht Spieler waren meistens in der 1b am Samstag im Einsatz und in der U17 auch am Sonntag, da der Kader leider nicht so groß war, wie uns am Anfang der Saison vom Vorstand mitgeteilt wurde. Das haben die Jungs bravourös gemeistert.“ Neben dem Beispiel Stark nennt er weitere, die sich hervorgetan haben: „Tiziano Kircher, Elias Klaming, Dominik Flecker, Philipp Neumaier und Daniel Stark.“ Zum Abschied findet er leise Töne: „Ich wünsche dem Verein das Beste – und meinen Spielern mehr als das Beste.“ Für den Annabichler SV 1b heißt das: mit Ruhe, Vertrauen und harter Arbeit auf dem eingeschlagenen Weg bleiben.