In der 2. Klasse D blieb das Duell zwischen SV Maria Rojach und St. Stefan 1b am Samstag ohne Sieger. Für Trainer Milazim Rexhaj war bei den Gästen aber deutlich mehr drinnen, weil seine Mannschaft nach seiner Einschätzung viel Ballbesitz hatte, mehrere gute Chancen liegen ließ und sich vor dem Tor wieder nicht belohnte. Deshalb fiel seine Einordnung nach dem 0:0 auch klar aus.

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Rexhaj sprach nach dem Abpfiff von einem "komischen Spiel", und aus seiner Sicht meinte er damit vor allem den Widerspruch zwischen Aufwand und Ertrag. St. Stefan 1b hatte nach seiner Darstellung über weite Strecken viel Ballbesitz und kam vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder ordentlich in die gefährlichen Räume. Allein vor der Pause zählte der Trainer "drei oder vier sehr gute Chancen". Genau dort, wo Spiele entschieden werden, fehlte seinem Team aber die letzte Genauigkeit. "Der letzte Pass geht entweder direkt zum Torwart oder wir schießen vorbei", sagte Rexhaj. Deshalb stand es zur Pause 0:0, obwohl für die Gäste nach Meinung ihres Trainers "mindestens ein oder zwei Tore" möglich gewesen wären.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Sicht von St. Stefan 1b nicht grundlegend. Rexhaj sah seine Mannschaft weiter als das aktivere Team, gleichzeitig blieb das alte Problem bestehen. "Wir lassen den Ball sehr gut laufen, aber bis zum Sechzehner, dann ist irgendwie aus", erklärte er. Gerade der entscheidende Pass und der Abschluss seien erneut nicht sauber genug gewesen. Der Trainer wollte dabei aber auch den Gegner nicht kleinreden. Zwar habe SV Maria Rojach einige Ausfälle gehabt und auf ihn nicht besonders stark gewirkt, defensiv habe die Heimmannschaft ihre Sache aber gut gemacht. "Die haben sehr gut defensiv gespielt und waren ein- oder zweimal im Konter gefährlich", sagte Rexhaj. In der Schlussphase kam aus Sicht der Gäste noch dazu, dass ein Freistoß des SV Maria Rojach an die Stange ging. Auf der anderen Seite sprach der Trainer von einer weiteren guten Chance und sogar von einem vergebenen Abschluss aufs leere Tor in der letzten Sekunde. So blieb es beim torlosen Remis.
Ganz los ließ Rexhaj nach dem Schlusspfiff aber noch eine Aktion aus der Nachspielzeit. Den Schiedsrichter beurteilte er insgesamt positiv und stellte ausdrücklich klar: "Sonst hat er eine gute Leistung gehabt." Bei einer Szene in der ersten Minute der Nachspielzeit hätte sich der Trainer von St. Stefan 1b allerdings einen Pfiff gewünscht. "Das war für mich ein klarer Elfmeter", sagte er über eine Strafraumszene, die der Unparteiische anders bewertete. Trotzdem schob Rexhaj das 0:0 nicht nur auf diesen Moment. Immer wieder kam er auf das Grundproblem seines Teams zurück: viele gute Ansätze, viel Ballbesitz, aber zu wenig Tore. "Wenn du die Tore nicht schießt, dann musst du mit einem Punkt zufrieden sein", fasste er den Nachmittag zusammen. Nach vier Runden halten damit sowohl SV Maria Rojach als auch St. Stefan 1b bei sieben Punkten. Für Rexhaj ist die Richtung bis zum nächsten Spiel trotzdem klar: "Wir müssen in diese Richtung weiterarbeiten und ich hoffe, dass wir es in Zukunft besser machen."