In der 2. Klasse D lagen die SAK Amateure bei SG SV Reichenfels/SV Bad St. Leonhard 1b zur Pause noch vorne, gingen am Ende aber mit 1:4 vom Platz. Für Trainer Herwig Josef Hobisch kippte die Partie nicht im offenen Spiel, sondern in einer kurzen, folgenschweren Phase nach der Pause: Innerhalb von zwölf Minuten entschieden aus seiner Sicht Standards und körperliche Unterlegenheit die Begegnung.

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Aus Sicht der Klagenfurter begann die Partie genau so, wie man es sich auswärts wünscht. Schon in der achten Minute brachte Niklas Preinig die SAK Amateure mit 1:0 in Führung, und Hobisch hatte danach lange das Gefühl, dass seine Mannschaft die bessere war. "Spielerisch und technisch waren wir absolut die bessere Mannschaft", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff und legte besonderen Wert auf die erste Halbzeit: "Meine Mannschaft hat top gespielt. Wirklich top." Dazu kam kurz vor der Pause noch eine Szene, die Hobisch als ersten großen Knackpunkt des Nachmittags bezeichnete. Ein Treffer zum möglichen 2:0 wurde wegen Abseits aberkannt, obwohl der SAK-Coach überzeugt war: "Das war für mich definitiv kein Abseits." Weil es statt einer wohl komfortableren Führung beim 1:0 blieb, ging es für die Gäste mit einem ganz anderen Gefühl in die Kabine. "Wenn wir mit 2:0 in die Pause gehen, schaut das Spiel ganz anders aus", meinte Hobisch.
Was nach dem Seitenwechsel passierte, fasste der Trainer der SAK Amateure sehr deutlich zusammen. "Wir haben in zwölf Minuten aus vier Standards vier Tore bekommen", sagte Hobisch, und genau diese kurze Phase entschied das Spiel. Zunächst gelang Maximilian Plasonig in der 49. Minute der Ausgleich für Reichenfels. Danach legten die Gastgeber rasch nach: David Karner stellte in der 55. Minute auf 2:1, Mike Johann Penz erhöhte in der 60. Minute auf 3:1, und nur zwei Minuten später traf Karner noch einmal zum 4:1-Endstand. Hobisch sprach dabei von drei Eckbällen und einem Freistoß und sah darin den Hauptgrund für die Niederlage. "Da hat man den körperlichen Unterschied natürlich bemerkt", erklärte er. Gerade in diesen Situationen sei die Unterlegenheit seiner jungen Mannschaft sichtbar geworden. "Das Körperliche bei den Standardsituationen war das Entscheidende", sagte Hobisch, der zudem darauf verwies, dass ihm insgesamt fünf Spieler krankheits- oder verletzungsbedingt fehlten.
So klar das Ergebnis am Ende ausfiel, so wenig wollte Hobisch die Leistung seiner Mannschaft nur an den vier Gegentoren festmachen. Im Gegenteil: Der Trainer hob mehrfach hervor, wie gut seine junge Elf vor allem vor der Pause aufgetreten sei. "Hut ab vor meiner Mannschaft", sagte er und sprach sogar von einer "unglaublichen" ersten Halbzeit. Besonders wichtig war ihm dabei nicht nur das Spiel selbst, sondern die Entwicklung seiner Gruppe. "Die Mannschaft hat gezeigt, was sie kann", betonte Hobisch. "Die jungen Spieler kommen schön langsam im Männerfußball an." Gerade dieser Aspekt bleibt für ihn nach der Niederlage hängen, auch wenn die SAK Amateure nach fünf Runden weiter bei sechs Punkten stehen. Reichenfels bleibt mit dem 4:1 hingegen an der Spitze. Bei den Gästen überwog trotzdem nicht nur der Frust, sondern auch die Überzeugung, dass in dieser Mannschaft viel Potenzial steckt, wenn sie solche Phasen bei Standards künftig besser übersteht.