In der 2. Klasse D mussten sich die SAK Amateure am Freitagabend gegen ASK Klagenfurt 1b mit 0:2 geschlagen geben. Das Ergebnis passte aus Sicht von Trainer Herwig Josef Hobisch aber nur bedingt zum Spiel, weil seine Mannschaft vor allem vor der Pause vieles richtig machte und sich nicht belohnte. „Der Knackpunkt war, dass wir unsere Tore nicht gemacht haben“, brachte es der SAK-Coach nach dem Schlusspfiff auf den Punkt.

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Der Ärger beim SAK war vor allem deshalb groß, weil die Partie nach Aussage von Hobisch ganz anders hätte anlaufen können. „Wir hätten nach 15, 20 Minuten 3:0 oder 4:0 führen müssen“, sagte der Trainer und verwies auf drei ganz große Möglichkeiten sowie auf Lattenschüsse in der Anfangsphase. Seine Mannschaft spielte sich also hinein, fand Lösungen nach vorne und war früh das aktivere Team. Belohnt wurde sie dafür aber nicht. Stattdessen nutzten die Gäste ihre Gelegenheit und gingen in der 15. Minute durch Semin Osmanovic mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause blieb es bei diesem Spielstand, obwohl Hobisch den Auftritt seiner Mannschaft bis dahin ausdrücklich als sehr gut einordnete.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb aus Sicht des Trainers nicht die Spielanlage das Problem, sondern der Ertrag daraus. Hobisch schilderte, dass die Gäste nun sehr tief standen und das Durchkommen „irrsinnig schwer“ wurde. Gleichzeitig hatte der SAK nach vorne nicht mehr denselben Zugriff wie noch in der ersten Hälfte, obwohl der Wille, das Spiel zu drehen, da war. Die Gastgeber mussten mehr riskieren, machten Druck und öffneten dadurch hinten Räume. Genau in dieser Phase fiel in der 80. Minute die Entscheidung: Nach einer Standardsituation traf Karlo Prpic per Kopf zum 0:2. Für Hobisch war damit klar, warum die Partie verloren ging: vorne blieb man ohne Tor, hinten wurde das höhere Risiko bestraft.
Deutlich zu hören war im Gespräch aber auch, dass Hobisch seiner Mannschaft trotz der Niederlage vieles nicht absprechen wollte. „Die Mannschaft hat erste Halbzeit sehr, sehr gut gespielt“, sagte er, und auch insgesamt sei sein Team „spielerisch und taktisch sehr, sehr gut“ gewesen. Besonders das Mittelfeld beschrieb er als aktiv, dazu habe seine Elf sowohl offensiv als auch defensiv gut agiert. Sogar technisch und spielerisch sah er seine Mannschaft im Vorteil. Umso mehr drehte sich seine Analyse immer wieder um denselben Punkt. „Der Knackpunkt war, dass wir unsere Tore nicht gemacht haben“, meinte der Trainer, und er formulierte es noch deutlicher: Wer dreimal allein vor dem Tor stehe und den Ball aus kurzer Distanz nicht unterbringe, müsse sich am Ende über eine solche Niederlage ärgern.
Immerhin gab es rund um die Partie keinerlei Nebenschauplätze. Hobisch sprach von einem sehr fairen Spiel ohne Gehässigkeiten und stellte auch dem Schiedsrichter ein gutes Zeugnis aus. Viel wichtiger war ihm aber der Blick auf die Entwicklung seiner Mannschaft. „Wir entwickeln uns immer weiter“, sagte der SAK-Coach, der trotz des 0:2 vor allem die spielerische Linie und die Fortschritte der jüngeren Spieler hervorhob. In der Tabelle bleibt der SAK nach sechs Runden damit bei sechs Punkten, genauso wie die Gäste. Das Ergebnis schmerzt, die Richtung will Hobisch trotzdem nicht infrage stellen, nur vor dem Tor muss sich der SAK endlich belohnen.