In der 2. Klasse D hat SV Viktoria Viktring das Duell Erster gegen Zweiter mit SG SV Reichenfels/SV Bad St. Leonhard 1b klar mit 8:0 gewonnen. Trainer Christian Sablatnig sprach danach von einem Spiel, das „von Anfang an in eine Richtung“ gelaufen sei. Für ihn lag der Schlüssel wieder einmal früh auf der Hand: „Das Wichtigste ist immer, das 1:0 zu schießen.“ Dazu kam für den Viktring-Coach ein zweiter Punkt, den er fast genauso hoch einordnete: „Vor allem haben wir hinten wieder einmal zu null gespielt.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Dass Viktring rasch in die Spur fand, zeigte sich schon in der 9. Minute, als Raphael Kassler das 1:0 erzielte. Für Sablatnig war genau das jener Moment, auf den er immer wieder verweist. „Das Wichtigste ist immer, das 1:0 zu schießen“, sagte der Trainer, und seine Mannschaft setzte diesen Gedanken früh um. Danach blieb Viktring dran und baute den Vorsprung noch vor der Pause Schritt für Schritt aus. Tobias Alexander Schaflechner erhöhte in der 23. Minute auf 2:0, Jonas Christoph Draxl stellte in Minute 32 auf 3:0, und kurz vor dem Seitenwechsel sorgte Yevhen Sutkovyi mit dem 4:0 für einen Halbzeitstand, der die Kräfteverhältnisse bereits sehr deutlich zeigte. Sablatnig hob dabei nicht nur die Tore hervor, sondern auch den Umgang mit den Möglichkeiten: „Vor allem in der ersten Halbzeit hat die Chancenverwertung gepasst. Wir hatten sechs Torchancen und haben vier Tore gemacht. Daran haben wir gearbeitet, und das hat gut funktioniert.“
Wer nach dem 4:0 eine ruhigere zweite Hälfte erwartet hatte, bekam keine Veränderung im Spielbild zu sehen. Viktring blieb das aktivere Team und zog den klaren Vorsprung weiter in die Höhe. Yevhen Sutkovyi traf in der 58. Minute ein zweites Mal und stellte auf 5:0. Danach erhöhten Vadym Ukrainets in der 68. Minute, Paolo Gero Mario Ferrari-Brunnenfeld in der 81. Minute und Rene Lorin in der 84. Minute auf 8:0. Gerade dieser durchgehende Zug nach vorne gefiel dem Trainer, weil seine Mannschaft den Vorsprung nicht nur verwaltete, sondern den Auftritt konsequent fertigspielte. „Wir haben früh das 1:0 gemacht, haben das konsequent durchgezogen, und das war eine richtig gute Leistung meiner Mannschaft“, sagte Sablatnig. Damit blieb es beim deutlichen 8:0 und dem Zu-null-Spiel.
Sablatnig sprach nach dem Schlusspfiff auffallend umfassend über die Leistung seiner Mannschaft, weil für ihn nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Art und Weise zählte. „Unsere Tore waren zum Großteil, bis auf einen Freistoß, wirklich super ausgespielt oder super herausgespielt“, sagte er und machte damit klar, dass ihm die spielerische Linie besonders gefallen hat. Gleichzeitig beschränkte sich sein Lob nicht auf den Ballbesitz oder die Offensive. „Ich war heute sehr zufrieden mit der spielerischen Leistung, mit der kämpferischen Leistung und dann mit der Defensivarbeit meiner Mannschaft“, meinte der Trainer. Auch den Gegner ordnete er fair ein. Die Gäste hätten versucht, Viktring anzulaufen, „das haben wir spielerisch sehr gut gelöst“. Dazu sagte Sablatnig ausdrücklich: „Sie haben nicht schlecht gespielt, aber wir waren an dem Tag die bessere Mannschaft.“ Dass es daneben aus seiner Sicht keinen großen Diskussionsstoff gab, passte ins Gesamtbild eines für ihn sauberen Nachmittags. Auch die Leistung des Schiedsrichters bezeichnete er als „sehr in Ordnung“.
So blieb unter dem Strich nicht einfach nur ein hoher Sieg stehen, sondern ein Auftritt, der im direkten Vergleich mit dem ersten Verfolger deutlich ausfiel. Nach sechs Runden hält Viktring damit bei 18 Punkten, die SG Reichenfels/Leonhard 1b folgt mit 15 Zählern. Für Sablatnig war aber vor allem entscheidend, dass mehrere Dinge zusammengepasst haben: die frühe Führung, die starke Chancenverwertung vor der Pause, die spielerischen Lösungen gegen das Anlaufen des Gegners und am Ende auch die Null in der Defensive. Genau deshalb wirkte seine Einordnung nach dem 8:0 nicht wie bloße Freude über die Höhe des Resultats, sondern wie die Bestätigung eines klaren Plans. „Es war von Anfang an ein Spiel in eine Richtung“, sagte der Trainer. In diesem Satz steckt die Geschichte dieses Nachmittags ziemlich genau drin.