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St. Stefan 1b gibt 3:1 aus der Hand: „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur reagiert“

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St. Stefan 1b
ASK Klagenfurt 1b

In der 2. Klasse D hat St. Stefan 1b gegen ASK Klagenfurt 1b nach einer starken ersten Hälfte nur 3:3 gespielt. Zur Pause lagen die Gastgeber nach Toren von Samuel Dohr und einem Doppelpack von Alexander Flaggl noch 3:1 vorne, ehe die Partie nach dem Seitenwechsel kippte. Trainer Milazim Rexhaj brachte den Bruch klar auf den Punkt: „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur reagiert, nicht mehr agiert.“

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Bis zur Pause lief fast alles

Wer zur Pause nur auf die Anzeigetafel schaute, durfte aus Sicht der Gastgeber von einem beinahe idealen ersten Durchgang sprechen. Bereits in der 11. Minute brachte Samuel Dohr St. Stefan in Führung. Zwar glich Abulfazl Barbari für die Gäste in der 28. Minute zum 1:1 aus, doch Rexhaj betonte, dass seine Mannschaft auch danach „alles unter Kontrolle“ gehabt habe. Kurz vor der Pause folgte dann die Phase, die den Trainer im Rückblick besonders ärgerte, weil sie am Ende nicht zum Sieg reichte. Erst traf Alexander Flaggl in der 40. Minute zum 2:1, nachdem Michael Karnouschek laut Rexhaj nach einem Tiefenpass quergelegt hatte, drei Minuten später legte Flaggl das 3:1 nach. Der Trainer sprach von „wunderschönen Aktionen“ und sagte auch: „Wir hätten in der ersten Halbzeit alles klar machen können.“ Auch zwei, drei gute Möglichkeiten seien davor noch da gewesen, „aber leider hat der letzte Pass nicht gereicht“.

Zwanzig Minuten, in denen das Spiel kippte

Der Trainer machte nach dem 3:3 allerdings keinen Hehl daraus, wo für ihn der Bruch lag. „Die zweite Halbzeit haben wir ganz schlecht angefangen“, sagte Rexhaj, und genau dieser Start habe das Spiel gedreht. Schon zwei Minuten nach Wiederbeginn verkürzte Dominik Killar auf 3:2, in der 53. Minute stellte Barbari auf 3:3. Dazwischen sei seine Mannschaft, wie es der Trainer schilderte, rund zwanzig Minuten „überhaupt nicht da“ gewesen. Dazu passte auch seine grundsätzliche Analyse der beiden so unterschiedlichen Spielhälften. „In der ersten Halbzeit waren wir kompakt. Wir haben viele Zweikämpfe gewonnen, waren aggressiv und haben Fußball gespielt.“ Nach der Pause sei davon zu wenig übrig geblieben. „Wir haben ein bisschen weggewartet, dann nur noch reagiert und nicht mehr agiert“, sagte Rexhaj, und damit beschrieb er den Abend seiner Mannschaft ziemlich treffend.

Der Elfmeter bleibt das Gesprächsthema

Besonders eine Szene gleich nach der Pause blieb dem Trainer hängen. „Der einzige Diskussionspunkt war dieser Elfmeter gleich in der zweiten Halbzeit. Für mich war das nicht hundertprozentig einer, aber wenn der Schiedsrichter ihn gibt, müssen wir das akzeptieren“, sagte Rexhaj. Für ihn war die Kombination aus dem frühen Anschlusstreffer und dieser Situation der Knackpunkt, weil St. Stefan danach unter Druck geriet. Er sprach von Unsicherheit, von Fehlern im Spielaufbau und davon, dass seine Mannschaft erst nach rund zwanzig Minuten wieder in die Partie fand. Danach sei es wieder ausgeglichener geworden und offen hin und her gegangen. Dass kein weiteres Tor mehr fiel, passte zu dieser Phase, in der beide Seiten wieder auf Augenhöhe waren und das Spiel nicht mehr so klar in eine Richtung lief wie noch vor der Pause.

Ein Punkt, der sich nicht wie einer anfühlt

Gerade deshalb fühlte sich dieses 3:3 für die Gastgeber nicht wie ein gewonnener Punkt an. Rexhaj sagte, er habe seine Spieler in der Pause noch gewarnt: „Jungs, es steht erst 3:1. Wir dürfen nicht an das Ergebnis denken.“ Genau dieses geschlossene und sichere Auftreten aus der ersten Hälfte habe nach dem Seitenwechsel gefehlt. Gleichzeitig fand der Trainer auch anerkennende Worte für den Gegner. Klagenfurt habe „sehr aggressiv“ und „sehr kompakt“ gespielt, dazu sprach Rexhaj von einer „sehr guten jungen Mannschaft“ mit Perspektive. Für St. Stefan bleibt damit vor allem die Lehre aus diesem Abend: In der ersten Halbzeit war vieles richtig, doch der schwache Beginn nach der Pause kostete am Ende zwei Punkte, die nach einem 3:1 zur Halbzeit schon in Reichweite gewesen waren.

2. Klasse D: St. Stefan 1b : ASK Klagenfurt 1b - 3:3 (3:1)

  • 53
    Abulfazl Barbari 3:3
  • 47
    Dominik Killar 3:2
  • 43
    Alexander Flaggl 3:1
  • 40
    Alexander Flaggl 2:1
  • 28
    Abulfazl Barbari 1:1
  • 11
    Samuel Dohr 1:0