Spielberichte

Drautal in der Krise: 2:3 gegen Landskron

Jedem Fan des SG Drautal war klar. Gegen Schlusslicht SC Landskron musste in der 24. Runde der Kärntner Liga unter allen Umständen ein Dreier her. Geworden ist es aber ein "Nuller", denn völlig überraschend gewannen die Gäste aus Villach mit 3:2. Damit bleiben die Drautaler auf Platz 14 einzementiert.


Landskron war ersatzgeschwächt

Ein Blick auf die Aufstellungen der beiden Mannschaften zeigte: Die Drautaler sind eigentlich die Favoriten. Die Oberkärntner mussten im Vergleich zur Woche an zwei Positionen umstellen: Sandro Stenkoski ersetzt im Tor den gesperrten Alexander Zagler und Mario Lesacher spielt statt Josef Hudelist.

Die Gäste aus Landskron haben hingegen gleich vier Ausfälle: Alexander Stroj, Mario Kleinbichler und Patrick Fina sind gesperrt, Edvin Zolic ist verletzt. Stattdessen stehen in der Startaufstellung Gernot Gypser, Mario Lassnigg, Lukas Mayer und Luca de Roja.

Dennoch waren es die Gäste, die die ersten Akzente setzten und mehr fürs Spiel machten. So vergab Markus Mikl nach 20 Minuten mit einem Schuss über das Tor. Vier Minuten später gingen aber die Hausherren in Führung. Goalgetter Daniel Trupp traf zum 1:0.

Danach neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld, Tormöglichkeiten blieben Mangelware - ehe Markus Mikl kurz vor der Pause den Ausgleich erzielte. Der Sturmtank nutzte dabei einen Fehler in der Drautaler Defensive eiskalt aus – 1:1. So ging es auch in die Pause.

Die Drautaler wirkten und spielten total verunsichert, Landskron witterte seine Chance auf den zweiten Auswärtssieg im Frühjahr. Nach einer Traumflanke von Andreas Gabriel nickte Mikl per Kopf ein: 1:2 (82.).

Die Hausherren kamen noch einmal zurück und durch einen Foulelfmeter von David Bunderla zum 2:2. Doch es blieb nicht beim Remis. In der Nachspielzeit wehrte Drautal-Keeper Stenkoski einen Cavkic-Schuss an die Latte und Mikl war zum dritten Mal an diesem Abend zur Stelle: 3:2 für Landskron!

Stimmen zum Spiel

Markus Stranner, Trainer Drautal: Es war ein Spiel Not gegen Elend, wobei „Not“ diesmal gewonnen hat. Beide Mannschaften waren absolut nicht liga- sondern maximal unterligatauglich.

Dieter Berger, sportlicher Leiter Landskron:  Wir haben uns mehr Chancen herausgearbeitet, haben uns taktisch sehr gut entwickelt. Es war letztendlich ein verdienter Sieg.