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„Der Zusammenhalt ist enorm“ – Obmann Otto Wegscheider über ASCO ATSV Wolfsbergs Herbst an der Spitze

ATSV Wolfsberg

Nach einer überragenden Herbstsaison in der Kärntner Liga zieht Otto Wegscheider, Obmann von ASCO ATSV Wolfsberg, ein äußerst positives Zwischenfazit. Mit 35 Punkten aus 16 Spielen führt die Mannschaft die Tabelle an und geht mit breiter Brust in die Rückrunde. Zuletzt gab es klare Siege gegen SC St. Veit, die Austria Klagenfurt Amateure, den FC Lendorf und KAC 1909 sowie ein Remis gegen den SAK Klagenfurt. Wegscheider blickt mit Stolz, aber auch Realismus auf das Erreichte: Trotz zahlreicher Verletzungen und Ausfälle punktete Wolfsberg konstant und setzte sich an der Spitze fest.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

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Stabile Herbstmeisterschaft trotz Ausfällen

Die Herbstserie verlief für ASCO ATSV Wolfsberg weitgehend nach Wunsch. „Die Herbstsaison war sehr zufriedenstellend – mit fünfunddreißig Punkten haben wir sehr gut abgeschnitten“, betont Wegscheider. Umso bemerkenswerter ist diese Bilanz angesichts der langen Verletztenliste. Bastian Rupp fiel mit einem Kreuzbandriss aus, befindet sich inzwischen aber wieder im Aufbautraining. Auch Ziga Rozej verpasste nach einem Eingriff einige Partien, kehrt jedoch voll einsatzfähig zurück. Weniger erfreulich ist die Situation bei Lorik Zeneli: Nach Komplikationen im Anschluss an einen Kreuzband-Eingriff steht eine weitere Operation an. Trotz dieser Rückschläge habe die Mannschaft „immer gekämpft, und jeder ist für jeden gelaufen“ – ein zentraler Baustein des Wolfsberger Erfolgsrezepts.

Kaderbewegungen und Zukunftsziele

Auf dem Transfermarkt blieb Wolfsberg im Winter besonnen. Neu dazugestoßen ist von den WAC Amateuren Lukas Puff, vielleicht gibt es noch eine weitere Verstärkung. Gleichzeitig verließ Timotej Karapandza den Verein, nachdem er in der Kärntner Liga nicht wie erhofft Fuß fassen konnte. Insgesamt setzt der Klub auf Kontinuität: Das Trainerteam bleibt unverändert, strukturelle Änderungen im Umfeld gab es keine. Die sportliche Zielsetzung ist ambitioniert, aber geerdet: „Natürlich ist klar, die Zielsetzung ist schon diese, dass wir in der kommenden Saison, sprich 2026/27, in dieser neuen Regionalliga mitspielen könnten. Das wäre für uns eine tolle Geschichte.“ Druck soll dabei keiner entstehen – der Fokus liegt auf konzentrierter Arbeit und geschlossener Teamleistung, so Wegscheider.

Teamgeist als Erfolgsfaktor

Wegscheider hebt immer wieder das Kollektiv hervor: „Fußball ist ein Mannschaftssport, und jeder Spieler hat im Rahmen seiner Möglichkeiten seine Leistung abgerufen.“ Das spiegelt sich in den Ergebnissen wider: In den letzten fünf Spielen blieb Wolfsberg ungeschlagen, die Mischung aus jungen und erfahrenen Kräften funktioniert. In der ausgeglichenen Kärntner Liga gibt es kaum Selbstläufer: „Man muss sich alles erarbeiten – die Spiele sind großteils auf Augenhöhe“, so der Obmann, der Konkurrent VST Völkermarkt als spielstarkes, engagiertes Team lobt. Zum Abschluss richtet Wegscheider den Blick nach vorn: „Ich kann dem gesamten Team nur danken. Wenn wir den engen Zusammenhalt weiter pflegen, werden wir auch erfolgreich bleiben.“ Mit dieser Geschlossenheit geht Wolfsberg optimistisch in die Rückrunde – und hält das Regionalliga-Ziel fest im Blick.