In der Kärntner Liga blickt Mathias Tschofen, Sportlicher Leiter von ASKÖ Köttmannsdorf, auf eine bislang bemerkenswerte Saison zurück. Nach einem schwierigen Sommerstart, in dem der Verein mancherorts als Abstiegsanwärter galt, hat sich die Mannschaft mit Leidenschaft, Einsatz und ausgeprägtem Teamgeist in die obere Tabellenhälfte gearbeitet. Mit 23 Punkten aus 16 Spielen rangiert Köttmannsdorf derzeit auf Platz acht und überzeugte zuletzt mit starken Auftritten gegen SVG Bleiburg und FC-WR Nußdorf. Besonders die Integration zahlreicher Talente aus der eigenen Nachwuchsabteilung prägt das Bild des Teams und weckt Zuversicht für das Frühjahr.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Tschofen hebt vor allem den außergewöhnlichen mannschaftlichen Zusammenhalt hervor: „Im Herbst war der gesamte Zusammenhalt am Platz und außerhalb davon großartig – das war sicher der Schlüssel zu unserem Erfolg.“ Acht Nachwuchsspieler stießen im Sommer in den Kader der Kampfmannschaft und formten gemeinsam mit den Routiniers eine dynamische Einheit.
Die Stimmung im Verein beschreibt er als „extrem gut“ – getragen von hoher Trainingsbeteiligung und einer geschlossenen, positiven Haltung im Klubumfeld. Nach einer Serie ausgeglichener Resultate zum Jahresende – Remis gegen TSV Grafenstein und SV Spittal/Drau, Niederlage gegen SV Donau Klagenfurt, aber auch Siege gegen SVG Bleiburg und FC-WR Nußdorf – geht das Team gestärkt in die Winterpause.
Trotz der positiven Entwicklung blieben Veränderungen nicht aus. Mit dem Abgang des bisherigen Nachwuchstrainers, der nun als Chefcoach in der Unterliga Osten tätig wird, verliert der Verein eine prägende Persönlichkeit. Auch der junge slowenische Angreifer Alex Ristic verlässt Köttmannsdorf und wechselt in die Regionalliga nach Oberösterreich. Tschofen bewertet beide Schritte positiv: „Beide haben ASKÖ Köttmannsdorf als Sprungbrett genutzt – das bestätigt unser Konzept als Ausbildungsverein.“
Für die Offensive kündigt der Sportliche Leiter zwei Neuzugänge an, die zur Rückrunde zusätzliche Qualität bringen sollen, auch wenn deren Namen noch nicht offiziell sind. Die sportliche Basis bleibt trotz der Umbrüche stabil. Der Cheftrainer arbeitet gemeinsam mit der Vereinsführung daran, das Betreuerteam gezielt zu ergänzen, nachdem die Nachfolge im Nachwuchsbereich organisiert werden muss.
Nach deutlichen Fortschritten im Herbst will die Mannschaft besonders im Offensivspiel den nächsten Schritt machen. „Verbesserungspotenzial sehe ich in der Offensive, besonders über das Flügelspiel und in der Kompaktheit“, erklärt Tschofen.
Die Wintervorbereitung soll den jungen Spielern helfen, diesen Entwicklungsschritt zu gehen. Der Sportliche Leiter zeigt sich optimistisch: „Wenn der Zusammenhalt und die Trainingsbeteiligung so bleiben wie im Herbst, bin ich absolut positiv gestimmt, dass wir auch im Frühjahr gute Ergebnisse erzielen.“ Mit dieser stabilen Haltung und einem klaren Konzept wirkt Köttmannsdorf gut gerüstet für den zweiten Teil der Saison, in dem nicht nur der Klassenerhalt, sondern auch die nachhaltige Weiterentwicklung im Vordergrund steht.