In der Kärntner Liga blickt Stefan Friessnegger, Trainer der SK Austria Klagenfurt Amateure, auf eine intensive erste Saisonhälfte zurück. Nach Siegen, Unentschieden und knappen Niederlagen – zuletzt ein 0:0 gegen KAC 1909, ein 0:0 gegen ATUS Ferlach, ein Sieg gegen Sportunion Matrei sowie Niederlagen gegen ATSV Wolfsberg und VST Völkermarkt – rangieren die Klagenfurter Amateure aktuell im Mittelfeld der Tabelle. Im Gespräch schildert Friessnegger die Entwicklung seines jungen Teams, betont die sichtbaren Fortschritte und skizziert die größten Herausforderungen für das Frühjahr. Trotz schwankender Ergebnisse ist die Tendenz positiv, wie der Coach mehrfach unterstreicht.

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Friessnegger beschreibt die erste Saisonhälfte als Phase des Lernens: „Die Entwicklung der jungen Spieler war positiv. Viele haben zum ersten Mal in der Kampfmannschaft gespielt und erstmals erwachsenen Fußball kennengelernt.“ Besonders die wachsende Geschlossenheit innerhalb des Teams hebt er hervor.
Auch während der Winterpause wurde nahezu durchtrainiert: „Wir haben im Dezember durchtrainiert, nur zu Weihnachten frei gehabt und am 12. Jänner wieder begonnen.“ Diese Kontinuität soll nun Früchte tragen, nachdem in der Hinrunde Führungen zu oft nicht in Siege umgemünzt wurden. „Wir haben zu wenig Punkte für unsere Leistungen geholt, das müssen wir im Frühjahr verbessern“, stellt Friessnegger klar.
Das klare Ziel bleibt, junge Spieler für höhere Aufgaben vorzubereiten. Der Austria-Trainer betont die Durchlässigkeit zwischen Amateuren und Profis: „Schon zwei Spieler sind jetzt bei den Profis – das motiviert die anderen“, sagt er mit Blick auf die jüngsten Aufrücker, unter ihnen Matthias Dollinger.
Als fixen Abgang nennt Friessnegger Jeremy Eblamo. Ergänzt wird der Kader durch Talente aus der Akademie; größere externe Transfers sind nicht geplant, der Fokus liegt auf Eigenentwicklungen. Zudem leisten derzeit zwei Akteure ihren Bundesheer-Dienst und sollen in den nächsten Wochen zurückkehren. „Wir füllen das mit eigenen Spielern auf – das ist unser Weg“, betont er. Diese personelle Stabilität soll die Basis bilden, um im Frühjahr konstanter zu punkten.
Aktuell laborieren mit Tobias Stingl und Jakob Oberguggenberger zwei Spieler an längerfristigen Verletzungen. „Beim Tobias rechne ich bald mit einer Rückkehr, beim Jakob muss man schauen – eine Schambeinentzündung ist langwierig.“ Ansonsten ist der Kader fit, was Friessnegger auch dem Betreuerstab zuschreibt: „Unser Physio- und Athletiktrainer überwachen Belastung und Trainingssteuerung – und das funktioniert sehr gut.“ Strukturell gab es ebenfalls Bewegung: Friessnegger unterstützt seit Kurzem zusätzlich das Profiteam; bis ein neuer Trainer gefunden ist, coacht er die Amateure weiter mit.
Der enge Austausch und die unveränderte Unterstützung im Staff sichern Kontinuität. Herausragende Einzelspieler will der Trainer bewusst nicht herausheben – die Stärke der Austria-Amateure liege im Kollektiv. „Wir sind eine eingeschweißte Truppe, die sich schon seit der Akademie kennt“, beschreibt er das Mannschaftsgefüge. Nun soll das Frühjahr zeigen, ob aus den Lernphasen auch mehr Punkte resultieren: „Wichtig ist, Schritt für Schritt weiterzugehen – unser Ziel ist es, Spieler zu entwickeln, die den Sprung zu den Profis schaffen.“