Spielberichte

Martin Töfferl (VST Völkermarkt): „Blitzstart, Zitterphase – am Ende das 3:1!“

VST Völkermarkt
FC Lendorf

Ein intensiver Abend, der Nerven kostete und am Ende Zuversicht schenkte: Martin Töfferl ordnet den Auftritt des VST Völkermarkt in der Kärntner Liga gegen FC CT-Cartrade Lendorf klar ein. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, waren nach 6 Minuten 2:0 vorne und haben es dann verabsäumt das Spiel zu kontrollieren und vorzeitig zu entscheiden. Lendorf erzielte zu Beginn der 2. Halbzeit nicht unverdient den Anschlusstreffer. Von da an war nur noch die Frage offen ob das 2:2 oder das 3:1 fällt. Zum Glück ist das 3:1 für uns gefallen.“ Der Spielverlauf passte zu dieser Einschätzung: ein Blitzstart, dann ein Bruch und schließlich die späte Entscheidung. In seiner Analyse spricht Töfferl von ausgeglichenen Großchancen und einem Ballbesitz, der sich über wechselnde Phasen insgesamt die Waage hielt. Körperlich wurde das Duell hart geführt, es gab auf beiden Seiten strittige Szenen. Anpassungen zur Pause nahm er nicht vor. Für die kommende Aufgabe erwartet der Coach Rückenwind aus dem 3:1 und will wieder mehr Spielkultur sehen.

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

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Früher Doppelschlag, späte Erlösung

Der Start gehörte Völkermarkt: Schon in der 2. Minute traf Mario Kuester zum 1:0, in der 7. Minute legte Oliver Kuester das 2:0 nach – zur Pause stand es 2:0. Nach dem Seitenwechsel kam Lendorf zurück: Sandro Morgenstern verkürzte in der 54. Minute auf 2:1. Die endgültige Erlösung für die Gastgeber brachte die 87. Minute, als Mario Gugganig das 3:1 erzielte. Genau dieses Spannungsfeld beschreibt Töfferl mit seinem Fazit vom starken Beginn, der Phase des Nachlassens und der offenen Frage, ob der Ausgleich oder die Entscheidung fallen würde – am Ende fiel die Entscheidung.

Chancen, Ballbesitz und Standards im Fokus

Zur Gefährlichkeit vor den Toren stellte der Trainer klar: „Wir hätten kurz vor der Pause aus einer 3v2 Kontersituation das 3:0 erzielen müssen und hatten in der 2. Halbzeit eine Hundertprozentige, Lendorf kommt aber auch auf 2 Chancen dieser Größenordnung, demnach sehe ich das Chancenverhältnis wirklich großer Torchancen in Summe recht ausgeglichen.“ Auch beim Spiel mit dem Ball sah er keinen klaren Überhang: „Spielkultur war kaum zu sehen. In erster Linie regierte der Kampf. Da es kaum Struktur und längere Ballbesitzphasen gab ist es schwierig das Ballbesitzverhältnis einzuschätzen wird aber auch eher Richtung Fifty - Fifty gehen." Standards waren auf beiden Seiten ein gern gezogenes Mittel um Gefahr zu kreieren.

Hartes Duell, strittige Szenen – und der Blick nach vorn

Über die Gangart gab es für Töfferl keine zwei Meinungen: „Körperlich sehr hart von beiden Seiten.“ Zudem berichtet er: „Es gab einige strittige Szenen auf beiden Seiten.“ Eingriffe an der Taktik oder Aufstellung zur Halbzeit nahm er nicht vor. Den positiven Schub aus dem Abend formuliert er deutlich: „Ich erhoffe mir, dass der Sieg uns Selbstvertrauen gibt, sodass wir im nächsten Spiel auch wieder ein bisschen Spielkultur auf den Platz bringen, das Spiel dominieren und den Zufall nicht die Regie führen lassen!" Damit ist die aktuelle Lage klar umrissen: ein Sieg, der nach Dramatik und vielen Zweikämpfen Selbstvertrauen geben soll – mit der klaren Erwartung, im nächsten Auftritt wieder mehr spielerische Linie zu zeigen.

Kärntner Liga: Völkermarkt : Lendorf - 3:1 (2:0)

  • 87
    Mario Daniel Gugganig 3:1
  • 54
    Sandro Christoph Morgenstern 2:1
  • 7
    Oliver Kuester 2:0
  • 2
    Mario Michael Kuester 1:0