Ein offenes Spiel, kleine Details als Zünglein an der Waage: Nach dem 2:2 zwischen ATUS Ferlach und KAC 1909 in der Kärntner Liga ordnete Darko Djukic die Partie so ein: „Das Spiel war sehr offen. Beide Teams waren klar auf drei Punkte ausgerichtet – am Ende entschieden Kleinigkeiten.“ Seine Elf lieferte aus seiner Sicht eine fußballerisch durchwachsene Vorstellung ab, hatte aber klare Möglichkeiten – dreimal ging es allein auf den Torhüter. Einsatz und Disziplin lobte er ausdrücklich in einer intensiven Begegnung zweier Teams im Abstiegskampf.

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Djukic brachte es auf den Punkt: „Wir haben nicht gut gespielt. Fußballerisch waren wir nicht gut, aber wir hatten drei Eins-gegen-eins-Chancen mit dem Torhüter, mit denen wir das Spiel in unsere Richtung hätten entscheiden können.“ Auch die Phasen nach Ballverlusten und bei zweiten Bällen ärgerten ihn: „Die Ballverluste und die zweiten Bälle waren heute nicht in Ordnung, aber trotzdem hätten wir mit unseren Möglichkeiten das Spiel gewinnen können.“ Dass Ferlach zweimal in Führung lag und KAC 1909 jeweils ausglich, unterstreicht das ständige Wechselspiel der Kontrolle.
In der Spielanlage sah Djukic ein Patt – mit Vorteilen für den Gegner im spielerischen Bereich: „Es war irgendwie ausgeglichen, aber fairerweise war der Gegner spielerisch die bessere Mannschaft. Mit unserem Kampf und unserer taktischen Disziplin waren wir dennoch in der Lage, sogar mit 3:1 oder 4:1 in Führung zu gehen.“ Das System selbst rückte in den Hintergrund: „Das Spielsystem war heute nicht so wichtig, weil unsere Spielidee nicht gut war und wir sie nicht konsequent verfolgt haben. Aber mit der individuellen Qualität von Lukas Jaklitsch und mit Dejan Kern in der Verteidigungslinie hatten wir in wichtigen Momenten Kontrolle und hätten das Spiel entscheiden können.“ Für Ferlach trafen Luka Susnjara und Lukas Jaklitsch, für KAC 1909 waren Milan Mosser und Edin Serdarevic erfolgreich – ein weiterer Beleg für die Vielzahl an Umschalt- und Abschlussmomenten.
Ruhende Bälle spielten laut Djukic kaum eine Rolle: „Bei den Standards gab es heute nicht viel zu sagen; sie waren kein entscheidender Moment im Spiel.“ Deutliches Lob ging an das Gespann: „Die Schiedsrichterleistung war heute auf Top-Niveau. In einem Spiel, in dem beide Mannschaften gegen den Abstieg spielen, blieb alles ruhig – das ist auch die Qualität der Unparteiischen.“ Für die kommenden Aufgaben kündigte er Kontinuität mit klaren Korrekturen an: „Wir bleiben auf unserem Trainingsweg und bei unserer Spielidee. Manche Dinge müssen wir verbessern und in bestimmten Situationen besser reagieren. Es hätte heute ergebnistechnisch in beide Richtungen gehen können – im nächsten Spiel müssen wir einfach Gas geben.“