Ein intensiver Nachmittag in der Kärntner Liga: Im Duell zwischen SVG Bleiburg und TSV Grafenstein sprach Trainer Alexander Stroj von einem harten Ringen auf schwierigem Untergrund. Seine Kernbotschaft: wenige klare Chancen, dafür enorme Intensität in den Zweikämpfen und ein diszipliniert umgesetzter Plan unter widrigen Bedingungen. „Ein sehr kampfbetontes Spiel auf sehr schwierigem Untergrund“, fasste er zusammen. Stroj hob die konsequente Arbeit gegen Bleiburgs Standardstärke hervor, verwies auf eine strittige Szene vor dem 1:0 und blickte bereits nach vorne – mit dem Wunsch, im nächsten Match wieder die gewohnte spielerische Linie zu zeigen und nicht in eine Kick-and-Rush-Schlacht gezogen zu werden.

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Die Partie bot nach Strojs Eindruck nur wenige Hochkaräter. „Es gab für beide Mannschaften relativ wenige Chancen über die gesamten 90 Minuten; die Chancenverwertung war nicht das große Thema.“ Zwar hatte sein Team längere Phasen mit Ballkontrolle, aber eher in der eigenen Staffelung: „Wir hatten mehr den Ball in unseren hinteren Bereichen, haben daraus jedoch nicht wirklich Kapital schlagen können.“ Dass es dennoch funktionierte, lag aus seiner Sicht an Disziplin und Klarheit in der Umsetzung: „Die Mannschaft hat die Vorgaben sehr gut umgesetzt, hat akzeptiert, dass an diesem Tag spielerisch nicht viel mehr möglich ist, und war sehr konzentriert, konsequent und hat eine gute Leistung im Rahmen der Möglichkeiten gebracht.“
Ein prägendes Element kam aus Standards und weiten Einwürfen der Bleiburger. Stroj: „Bleiburg definiert sich stark über lange Einwürfe, lange Bälle und Ecken. Da mussten wir sehr viel wegverteidigen.“ Entsprechend waren Geduld und Robustheit in den Duellen rund um den eigenen Strafraum gefragt. Das zahlte sich aus, denn im offenen Spiel ließ Grafenstein nur wenig zu. Die Balance zwischen Risiko und Sicherheit blieb bewusst konservativ, zumal der schwierige Untergrund feinere Kombinationen erschwerte und das Risiko von Ballverlusten in heiklen Zonen erhöhte.
Die entscheidende Phase war von einer strittigen Szene geprägt: „Über die Situation vor dem 1:0 kann man diskutieren – das ist eine 50:50-Entscheidung. Der Schiedsrichter hat es laufen lassen.“ Kurz darauf erzielte Lukas Rabitsch in der 69. Minute das 1:0 für Grafenstein. Spät wurde die Aufgabe für die Hausherren noch schwerer: In der 86. Minute sah ein Bleiburger, Jürgen Maier, die Gelb-Rote Karte, sodass die Gastgeber in Unterzahl zu Ende spielen mussten. Trotz des knappen Resultats blieb der Tenor beim Ausblick klar: „Ich hoffe, wir können im nächsten Spiel wieder unsere gewohnte Spielanlage zeigen und technisch wie taktisch hochwertigen Fußball bieten und nicht erneut in so eine Kick-and-Rush-Partie geraten, wie es diese gegen Bleiburg war.“