In der Kärntner Liga erkämpfte sich ATUS Ferlach beim Tabellenführer ASCO ATSV Wolfsberg ein 3:3 – ein intensiver Abend, geprägt vom hohen Pressing der Hausherren, großer Widerstandskraft der Gäste und einem späten Aufbäumen. Trainer Darko Djukic stellte Fairness, Intensität und die Wirkung des Last-Minute-Punktes in den Mittelpunkt. Die lautstarke Kulisse und ein später Standard schärften die Dramaturgie – nun rückt der Fokus auf die nächsten Wochen.

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Für Darko Djukic war der Abend widersprüchlich: „Wir kassierten die Gegentore in den schwierigsten Momenten – ganz früh, kurz vor der Pause und spät –, und holen am Ende trotzdem, was wir uns vorgenommen haben.” Der Spielverlauf passte dazu: Bereits in der 3. Minute traf Hezekiah Okirikpo zum 0:1. Ferlachs Kapitän Lukas Jaklitsch glich in der 36. Minute zum 1:1 aus. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff stellte Berat Alegöz in der 45. Minute auf 1:2. Nach Wiederbeginn sorgte Amir Dervisevic in der 55. Minute für das 2:2. In der 85. Minute brachte Marcel Stoni Wolfsberg erneut mit 2:3 in Front, ehe Martin Posratschnig in der 93. Minute nach einer Ecke den 3:3-Endstand fixierte. Djukic hob diese Standardszene als Schlüsselmoment hervor.
„Wolfsberg ist eine interessante Mannschaft mit einem speziellen System. Wir standen phasenweise unter starkem Druck, aber meine Jungs haben sehr gut reagiert“, sagte Djukic. Speziell in der Schlussphase gewannen Standards an Bedeutung: Der Ausgleich fiel nach einer Eckballsituation; ansonsten lebte die Partie von Wolfsbergs Volldruck, langen Bällen und Ferlachs konsequenter Arbeit gegen den Ball mit schnellen Umschaltmomenten. Gleichzeitig hob er die Führungsrolle seines Kapitäns hervor – nicht nur wegen des Tores, sondern auch wegen Präsenz und Energie.
„Der Schiedsrichter hat eine super Leistung gebracht“ – Djukic lobte die souveräne Leitung in einem Duell Abstiegskampf gegen Meisterschaftsanwärter. Auch Rahmenbedingungen und Stimmung blieben haften: „Der Platz war sehr gut, die jungen Wolfsberger Fans waren extrem laut – inklusive Feuerwehrkulisse. Und am Ende waren auch unsere Anhänger deutlich zu hören – genau in den Phasen, in denen wir sie gebraucht haben.“ Für die kommenden Wochen formulierte Djukic ein klares Ziel: „Wir haben jetzt zwei Heimspiele gegen Matrei und Spittal. Unsere Leistung und unsere Moral müssen wir in diese beiden Partien mitnehmen und für sechs Punkte arbeiten.”