Im Duell des FC-WR Nußdorf/Debant mit dem SC St. Veit in der Kärntner Liga setzte sich vor allem eine Botschaft durch: SC-St.-Veit-Trainer Arno Paul Kozelsky sah sein Team klar am Drücker und freute sich besonders über die Stabilität ohne Gegentor. „Wir waren von Beginn an dominant, haben verdient drei Tore geschossen und was mich extrem freut: Wir haben zu null gespielt“, sagte der Coach nach dem 3:0-Auswärtssieg. Zwischen frühem Druck, vielen gefährlichen Eckbällen und einer reifen zweiten Halbzeit beschreibt er eine Begegnung, in der seine Mannschaft konsequent ihre spielerische Linie hielt und nun mit breiter Brust auf die nächste Aufgabe blickt.

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Kozelskys Bewertung der Kräfteverhältnisse fiel eindeutig aus: „Das 3:0 spiegelt die Kräfteverhältnisse wider.“ Grundlage dafür war aus seiner Sicht ein deutliches Chancenplus und permanenter Druck bei ruhenden Bällen: „Wir hatten gleich zu Beginn sechs oder sieben Eckbälle, die alle gefährlich waren. Ich glaube, dass Nußdorf in unserem Spiel maximal zweimal gefährlich war.“ Dass Standards derzeit eine Bank sind, begründet er so: „Offensiv schlagen wir sie richtig gut, wir sind immer gefährlich. Eigentlich machen wir in jedem Spiel ein Tor nach einer Standard. Gleichzeitig verteidigen wir hinten konsequent und lassen ganz wenig zu.“ Maximilian Trappitsch traf in der 26. Minute zur 1:0-Führung und erhöhte nach der Pause in der 66. Minute auf 2:0; Alexander Hofer setzte in der 87. Minute mit dem 3:0 den Schlusspunkt.
Auch beim Blick auf Rhythmus und Kontrolle blieb Kozelskys Analyse konsistent: „Zu Beginn, die ersten fünfunddreißig Minuten, hatten wir sicher mehr den Ball, weil unsere Spielanlage so ist. In den letzten zehn Minuten vor der Pause hatte Nußdorf etwas mehr vom Spiel, aber in der zweiten Halbzeit waren wir beim Ballbesitz wieder klar überlegen – am Ende war der Sieg verdient.“ Charakteristisch war aus seiner Sicht, dass nicht der reine Kampf dominierte, sondern Lösungen am Ball: „Das war ein Spiel von zwei Mannschaften, die eher Fußball spielen wollen. Für eine Kärntner-Liga-Partie war das von beiden Seiten durchaus in Ordnung.“
Die unmittelbare Gefühlslage nach dem Spiel ist von Zuversicht geprägt – gespeist aus Ergebnissen, Struktur und Kaderbreite. „Wir haben jetzt zweimal in Folge gewonnen. Wir wollen das beibehalten und bleiben unserer spielerischen Linie treu. Wenn wir wieder defensiv so kompakt stehen und als Mannschaft verteidigen, bin ich guter Dinge, dass das auch auswärts funktionieren kann“, so Kozelsky. Dass er diesen Ansatz mit personeller Substanz untermauern kann, unterstreicht er ebenfalls: „Erstmals sind alle fit, unser Kader ist aktuell extrem gut besetzt, wir können von draußen nachlegen und haben als Mannschaft viele Möglichkeiten.“